Ignatius Falzon, 1. Juli

Erster Seliger von Malta - Laienseelsorger - Katechet

 
Nazju (Ignatius) Falzon (1813-1865)

Namensbedeutung
der Feurige (lat.)

Namensvarianten
Ignatius, Ignaz, Nazju, Ignatio, Ignace

Gedenktag
1. Juli

Lebensdaten
Geboren: 1. Juli 1813; gestorben: 1. Juli 1865 in Valletta.

Lebensgeschichte
Nazjus Eltern waren Francis Joseph Falzon und Mary Teresa Falzon. Schon als Kind zeichnete er sich durch außergewöhnliche Frömmigkeit aus. Er studierte wie seine drei Brüder Jura und wurde Anwalt. Zwei seiner Brüder wurden Priester, er selbst hielt sich nicht für würdig dafür. Noch relativ jung starb er mit 52 Jahren an seinem Geburtstag.
Zur Zeit Nazjus war die Armut auf Malta sehr groß. Er verwendete sein Vermögen das heißt Pachteinnahmen seiner Familie, um Armen zu helfen.
 
Nazju Falzon war ein Pionier im Katechismusunterricht nicht nur für die Kinder auf der Insel sondern auch für die britischen Soldaten, die aufgrund des Krimkriegs auf der Insel, die britisches Protektorat war, stationiert waren. Nazju führte hunderte zur Konversion und auch zur Taufe. Er unterrichtete die Schüler mit knappen Texten, die man gut behalten konnte, sowie einer kleinen Zeitschrift.
Seine Überzeugung und Kraft für sein Apostolat bezog Nazju aus seiner Liebe zur Eucharistie. Er empfing täglich die heilige Kommunion und lebte aus der Anbetung und Danksagung. Die Hausangestellten seiner Familie entlastete er selbst und übernahm ihre Arbeit, damit sie täglich zur Kirche gehen konnten. Er verehrte das Leiden Christi sehr und betete den Kreuzweg und Rosenkranz mit der Verehrung des Heiligen Josef. Er unterstützte den Bau der ersten Kirche auf Malta, die dem Heiligen Josef geweiht wurde.
Seine Liebe zum Erzengel Raphael inspirierte ihn verwahrloste Kinder, Seeleute und Armen aufzusuchen. Der Heilige Josef Benedict Labre war ihm  Vorbild für ein Leben in Armut.
Nazju litt an Herzproblemen. Er starb am 1. Juli 1865, am Tag seines 52. Geburtstages und wurde in der Familiengruft in Valletta begraben. 

Verehrung
Nazju Falzon wurde 2001 in Malta von Papst Johannes Paul II. als erster Einwohner von Malta seliggesprochen. Er sagte über Nazju: Der selige Nazju war ein Mensch, der viel und fröhlich gab. Die Menschen sahen in ihm nicht nur grenzenlose Energie, sondern auch tiefen Frieden und Freude. In seinem Umgang mit der fremden Soldaten der Protektoratsmacht, von denen nur wenige katholisch waren, nahm er den ökumenischen Geist des Respekts und des Dialogs vorweg, der uns heute vertraut ist, damals aber nicht immer vorherrschend war. Ignatius Falzon bezog seine Kraft und Inspiration aus der Eucharistie, dem Gebet vor dem Tabernakel, der Hingabe an Maria, dem Rosenkranz und der Nachahmung des Heiligen Josef. Dies sind Quellen der Gnade, aus denen alle Christen trinken können. Heiligkeit und Eifer für Gottes Königreich gedeihen besonders dort, wo Pfarreien und Gemeinschaften das Gebet und die Hingabe an das Allerheiligste Sakrament fördern.“ (Johannes Paul II.)
 
Das Wunder für die Seligsprechung betraf die Heilung eines krebskranken Mannes im Jahr 1981, der vollständig geheilt wurde.

Quellen
vgl. www2.bistum-augsburg.de; wikipedia; heiligenlexikon.de; katholisch.de; vaticannews.va; praedica.de; und andere
 
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