Elisabeth von Portugal, 4. Juli

Großnichte, der Heiligen Elisabeth von Thüringen
 

Elisabeth von Portugal (1271-1336); Gemälde von Francisco de Zubaran (1635) Museum Prado Lissabon 

„Wenn das Brot, das wir teilen, als Rose blüht, und das Wort, das wir sprechen, als Lied erklingt, dann hat Gott unter uns schon sein Haus gebaut, dann wohnt er schon in unserer Welt. Ja, dann schauen wir heut schon sein Angesicht in der Liebe, die alles umfängt.“
 
Namen
Isabella von Aragon

Gedenktag
4. Juli

Lebensdaten 
Geboren: 1271 in Saragossa, Nordspanien; gestorben: 4. Juli 1336 in Estremoz in Portugal, 170 km östlich von Lissabon.

Lebensgeschichte
Isabel war die Tochter des späteren Königs Peter III. von Aragón und seiner Frau Constanze von Sizilien. Ihren Namen erhielt sie nach ihrer Großtante der Heiligen Elisabeth von Thüringen.
Isabel war außergewöhnlich fromm, betete täglich, fastete regelmäßig und erlaubte sich keinen Luxus.
Mit elf Jahren wurde sie mit dem zukünftigen König Dinis von Portugal verheiratet, einem bedeutenden Troubadour, Universitätsgründer und Erbauer des noch jungen Königreichs. Neben den zwei Kindern mit Isabel hatte er noch 6 uneheliche Kinder.
 
Isabel bewahrte ihr religiöses Leben. Sie verwendete die Einkünfte ihrer Hochzeitsgabe sowie die Dienste ihrer Angestellten zu caritativen Zwecken.
 
Während der großen Hungersnot von 1293 ließ sie Getreide austeilen. Sie sorgte für Pilger, schenkte armen jungen Frauen ihre Hochzeitsgabe, stellte die Erziehung verarmter Adliger sicher und stattete Hospize und Klosterprojekte mit Mitteln aus.
 
Ihr caritatives Handeln wurde von der äußerst lebenslustigen Hofhaltung argwöhnisch beobachtete und führte zu Verleumdungen.
Auf dieses Tun geht die Legende zurück, wonach Dinis im Januar Rosen statt des zu Recht vermuteten Brotes für Arme in ihrem Tragekorb aufdeckte.
 
Isabel war am politischen Leben beteiligt und trug zum Friedensschluss zwischen Aragón und Kastilien (1303) bei. Im Jahr 1323 verhinderte sie durch ihr persönliches Auftreten auf dem Feld eine Schlacht zwischen ihrem Mann und ihren Sohn, der einen Bürgerkrieg um seine Thronfolge entfacht hatte.
 
Zweimal pilgerte sie nach Santiago de Compostela.
Nach dem Tod Dinis’ 1325 zog sie sich als Franziskaner-Terziarin in das von ihr gestiftete Klarissenkloster von Coimbra zurück.
1336 trat sie trotz ihres Alters wieder auf einem Schlachtfeld auf und vermittelte bei Estremoz einen Frieden zwischen ihrem Sohn und dem König von Kastilien.
 
Verehrung
Isabel ist in ihrem Kloster bestattet, heute Santa Clara-a-Nova von Coimbra. Sie wurde 1516 selig- und 1625 heiliggesprochen. Portugal verehrt sie als Friedensstifterin und Wohltäterin. 

Darstellung
als Königin mit Pilgerstab, im Franziskanerinnenhabit, mit Rosen, als Friedensstifterin, beim Verteilen von Almosen
 
Mitpatronin
des Bistum Tenerife
 
Quellen:
vgl. www2.bistum-augsburg.de; wikipedia; heiligenlexikon.de; katholisch.de; vaticannews.va; praedica.de; und andere
 
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