Olga von Kiew
die Apostelgleiche
Namensvarianten
Ola, Olia,Olja, Olha, Wolha
Zeitgenossen
• Mathilde von Ringelheim (895–968), Königin
• Adelheid von Burgund (931–999), Kaiserin
Gedächtnis
11. Juli
Leben
Die in der Gegend von Pskow an der Grenze von Estland und Russland um 890 geborene Fürstin wurde eine Frau des Fürsten Igor Rjurikowitsch, von Kiew. Nach der Ermordung von Igor übernahm sie selbst 945 die Regentschaft für ihren Sohn Swjatoslaw. Sie erwies sich als kluge Herrscherin (945 bis 962), aber auch als grausame Feldherrin.
Nach der Befriedigung der äußeren Feinde ging Olga an den inneren Aufbau der Kiewer Rus. Sie erkannte, dass es notwendig war, dem Land und der Bevölkerung eine einheitliche Religion zu geben. Ihr Ziel wurde die Christianisierung der Bevölkerung. Sie selbst empfing die Taufe als fast 70-jährig im Jahr 957 in Konstantinopel. Ihr Taufname wurde Helena.
Olga versuchte missionarisch zu wirken, doch nur mit geringer Auswirkung. Ihr Sohn nahm die Taufe nicht an. Sie nahm Kontakt mit dem deutschen Kaiser Otto I. auf, welcher Bischof Adalbert von Magdeburg entsandt. Dieser scheiterte an den polytheistischen Überzeugungen die noch über Jahrzehnte hinweg sehr prägend waren. Seine Begleiter wurden umgebracht.
Olgas Enkelsohn Wladimir aber der die Prinzessin Ana von Byzanz heiraten wollte, empfing mit seinen Gefolgsleuten am 28. Juli 988 die Taufe. Die wird als Taufe der Kiewer Rus bezeichnet und seit 2008 in der Ukraine als nationaler Feiertag und in Russland als Gedenktag begangen.
Olga starb am 11. Juli 969 in Kiew. Ihre Gebeine wurden von Wladimir in die neue Zehntkirche überführt.
