Heinrich und Kunigunde, 13. Juli


Guter Gott,
du hast dem heiligen Kaiserpaar Heinrich und Kunigunde große Verantwortung anvertraut. Sie haben sich für Gerechtigkeit, Glauben und das Wohl der Menschen eingesetzt.
Du hast ihr Leben mit der ewigen Freude in deinem Reich gesegnet. Hilf auch uns, unsere Aufgaben in dieser Welt mit Liebe und Verantwortung zu erfüllen. 
 
Namensbedeutung
Heinrich: der Hausherr;
Kunigunde: der Kampf für die Sippe (althochdeutsch)

Namensvarianten
Heinz, Heimo, Heiner, Henri, Henning, Hendrik. 
Kunigunde, Cunegonda, Kunigunda, Kunhuta, Kinga

Gedenktag
13. Juli

Leben
Heinrich: geboren 973 in Abbach bei Regensburg, gestorben am 13. Juli 1024 in Göttingen

Kunigunde: geboren um 980 in Luxemburg, gestorben am 3. März 1033 in Kaufungen bei Kassel
 
Lebensgeschichte
Kunigunde, die Tochter des Grafen von Luxemburg, wurde 995 mit Herzog Heinrich von Bayern vermählt, der 1002 deutscher König und 1014 römischer Kaiser wurde. Ihre Ehe blieb kinderlos.
 1007 errichtete er gemeinsam mit Kunigunde das Bistum Bamberg. Er unterstützte die Klosterreform von Cluny. 
Nach seiner und Kunigundes Kaiserkrönung in Rom hielt er gemeinsam mit Papst Benedikt VIII. eine Synode ab, die energisch gegen Ämterkauf (Simonie), für den Klerikerzölibat und die Rückgabe von kirchlichem Eigentum in weltlicher Hand einschritt.
Kunigunde war an der Seite ihres Mannes politisch tätig, und in seiner Abwesenheit traf sie als seine Stellvertreterin eigenständige Entscheidungen. Sie erbaute Häuser für Kranke und Arme und sorgte mit Stiftungen für das Gedenken (Memoria) des  ottonischen Herrscherhauses.
1017 hatte Kunigunde das Benediktinerinnenkloster Kaufungen mit ihrer Nichte Jutta als Äbtissin gegründet. Dort lebte sie als einfache Nonne bis zu ihrem Tod am 3. März 1033.
 
Verehrung 
Heinrich wurde 1146 heiliggesprochen, Kunigunde 1200. Seit 1513 ruhen ihre Reliquien im Marmorgrab von Tilman Riemenschneider im Bamberger Dom.
 
Des Ehebruchs verdächtigt, bewies Kunigunde in einem „Gottesurteil“ ihre Unschuld dadurch, dass sie über glühende Pflugscharen lief.
 
Im Zweiten Weltkrieg soll sie Bamberg mit ihrem Schleier (Nebel) vor der Zerstörung bewahrt haben.
 
Darstellung
Heinrich mit Kaiserkrone, Zepter, Kirchenmodell und Gemahlin; Kunigunde als Nonne mit Buch, Witwenschleier, Pflugschar
 
Patrone
des Erzbistums und der Stadt Bamberg und Mitpatrone des Bistums und der Stadt Basel
 
Quellen
vgl. 2.bistum-augsburg.de; wikipedia; heiligenlexikon.de; katholisch.de; vaticannews.va; praedica.de; orthopedia.de und andere
 
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