„Nicht genügt das Studieren ohne Berührtsein, das Forschen ohne Andacht, das Ergründen ohne Staunen, das Betrachten ohne Freude, das Bemühen ohne Frömmigkeit, das Wissen ohne Liebe, das Verstehen ohne Demut, das Studieren ohne Gnade.“
Namen und Bedeutung
Sein Taufname war Giovanni da Fidanza; Glückliche Fügung (Italienisch)
Namensvarianten
Bonaventure, Ventura, Bona
Gedenktag
15. Juli
Zeitgenossen
• Clara von Assisi (1193–1253)
• Isabella von Frankreich (1225–1270)
• Thomas von Aquin (1225–1274)
• Ludwig IX. von Frankreich (1214–1270) , König
• Clara von Assisi (1193–1253)
• Isabella von Frankreich (1225–1270)
• Thomas von Aquin (1225–1274)
• Ludwig IX. von Frankreich (1214–1270) , König
Lebensdaten
Geboren: 1221 in Bagnoregio bei Viterbo; gestorben: 15. Juli 1274 in Lyon.
Lebensgeschichte
Den Namen Bonaventura soll er von Franz von Assisi erhalten haben: Als seine Mutter diesem den Jungen brachte, um ihm zu zeigen, wie sein Segen das schwerkranke Kind geheilt hatte, rief Franziskus aus: „O buona ventura – Welch glückliche Fügung!“
Sein Vater, ein Arzt, schickte ihn zum Studium nach Paris, wo er 1243 in den Franziskanerorden eintrat und selber an der Universität zu lehren begann. 1257 wurde er gemeinsam mit Thomas von Aquin zum Doktor der Theologie promoviert. Im selben Jahr wurde Bonaventura Generalminister des Franziskanerordens, den ein Streit zwischen den Radikalen und den Gemäßigten zu zerreißen drohte.
Bonaventura überarbeitete die Ordensstatuten und beseitigte die Missverständnisse innerhalb des Ordens, indem er die einzig autorisierte Biographie des heiligen Franziskus herausgab.
Er widmete sich als Theologe der Verteidigung der misstrauisch beäugten Bettelorden. So entstanden aus Universitätspredigten einige Werke, die zusammen mit seinen Vorlesungen zu den theologischen wissenschaftlichen Höhepunkten des Mittelalters zählen.
1271 wurde auf seinen Rat hin Gregor X. zum Papst gewählt, der Bonaventura zum Kardinalbischof von Albano ernannte und ihn mit der Vorbereitung des Zweiten Konzils von Lyon betraute, das die Wiedervereinigung der lateinischen mit der byzantinischen Kirche zu beraten hatte. Kurz vor dem erfolgreichen Abschluss des Konzils starb Bonaventura am 15. Juli 1274 in Lyon.
Verehrung: Als 1434 seine Gebeine in die neue Franziskanerkirche übertragen wurden, die heute seinen Namen Saint-Bonaventure trägt, war sein Haupt vollständig erhalten, was seine Verehrung sehr gefördert hat. 1482 wurde Bonaventura heiliggesprochen und 1588 zum Kirchenlehrer erhoben.
Darstellung: als Franziskaner, als Bischof, mit Kardinalshut am Baum, Kruzifix, mit Engel und Hostie
Patron: von Lyon, der Franziskaner, Arbeiter, Theologen
Quellen
vgl. 2.bistum-augsburg.de; wikipedia; heiligenlexikon.de; katholisch.de; vaticannews.va; praedica.de; orthopedia.de und andere
