Margareta (Marina), 20. Juli

St. Margareta von Antiochia (Kilchberg-Altar Rechter Außenflügel) von Bartholomäus Zeitblom (1491)

Margareta (Marina) von Antiochia in Pisidien (Zentraltürkei), die heilige Jungfrau mit dem Drachen, Großmärtyrerin

Christus gab sich für mich in den Tod, also will auch ich für Christus sterben.“ - „Der Schmerz des Körpers ist das Heil der Seele.“
 
Namensbedeutung
Perle (griech.)

Namensvarianten
Margret, Margarete, Marina, Margit, Marga, Greta, Gretel, Margot, Maggie, Maret, Margitta, Marika
 
Gedenktag
20. Juli 
13. Juli Übertragung von Reliqiuen nach Lüttich, Belgien
 
Lebensdaten 
gestorben 304 in Antiochia in Pisidien (heute Ruine in der Provinz Isparta, Zentraltürkei). Sie wird in der Ostkirche als Großmärtyrerin Marina verehrt.
 
Lebensgeschichte, Legende
Der Legende nach war sie die Tochter eines heidnischen Priesters, wurde aber von ihrer Amme getauft und christlich erzogen. Als ihr Vater das bemerkte und Margareta sich Jesus, dem Christus als ihrem himmlischen Bräutigam geweiht bekannte, lieferte er sie dem römischen Staatspräfekten unter Kaiser Diokletian aus, der eine Verfolgung der Christen veranlasst hatte. 
Der Statthalter begehrte das Mädchen aber selbst zur Geliebten und ließ sie, da sie ihn abwies, grausam foltern. Margareta wurde mit Feuer versengt, an den Haaren aufgehängt und mit spitzen Werkzeugen traktiert bis ihre Haut in Fetzen herabhing. Sie war so entstellt, dass die Schaulustigen sich angewidert abwandte und Margareta in den Kerker gebracht wurde.
Im Gefängnis versuchte der Teufel, in Gestalt eines Drachen, sie zu verschlingen. Margareta aber besiegte den Bösen im Zeichen des  Kreuzes. Anderntags war sie auf wunderbare Weise wiederhergestellt und wurde wieder vor den Statthalter geführt. Als sie wieder ihren Glauben bekannte und sich nicht zum Opfer für den Kaiser als Gott bewegen ließ, wurde sie auf glühende Platten gelegt und anschließend in eisiges Wasser getaucht. Als auch diese Folter ihr nichts anhaben konnte dafür aber immer mehr Menschen sich ihrem Glauben zuwandten, wurde sie von ihrem Vater eigenhändig enthauptet.
 
Verehrung
Margareta wurde zusammen mit Barbara, Katharina von Alexandrien und Dorothea von  Kreuzfahrern besonders in England bekannt gemacht, wo ihr viele Kirchen gewidmet sind z. B. die St. Margaret’s Church in Westminster, der Kirche des Parlaments.
Die Verehrung von Margareta und vieler weiteren Frauen ist ein bedeutendes Zeugnis der Kirche für die eigene Würde und Stellung der Frauen im Christentum und gegen sexualisierte Gewalt. 
 
Darstellung
mit Drachen an der Kette und Kreuz oder Weihwassersprenger. 

Quellen:
vgl. 2.bistum-augsburg.de; wikipedia; heiligenlexikon.de; katholisch.de; vaticannews.va; praedica.de; orthopedia.de und andere
 
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