Leopold Mandić, 30. Juli


Priester im Kapuzinerorden, sehr beliebter Beichtvater, der zweite Kroate, der heiliggesprochen wurde. 
 
Leben
Leopold Mandić wurde am 12. Mai 1866 in Herceg Novi, einer Küstenstadt in Montenegro als zwölftes Kind geboren. Seine Eltern Petar Antun Mandić und Dragica Zarević stammten aus dem Ort Zakučac bei Omiš in der Nähe von Split.

Sein Vater ging oft mit ihm zur heiligen Messe und zur Kommunion, was zu dieser Zeit als sehr ungewöhnlich gewertet wurde.
Das Umfeld der Familie war sehr von der Orthodoxie geprägt. Somit war Mandić früh mit der Trennung der Christen konfrontiert. Es wird berichtet, dass er schon in der Kindheit den Wunsch hegte, die Trennung zu beheben.
 
Er war beeindruckt von der uneigennützigen Arbeit der Kapuziner in seiner Heimatstadt, die auch von den Orthodoxen geschätzt wurden. 

1882 trat er in das franziskanische Seminar in Udine (Norditalien) ein. Zu der Zeit gehörte Dalmatien kirchenrechtlich zum Patriarchat von Venedig. Nach zwei Jahren begann er in Bassano sein Noviziat im Kapuzinerorden. Er erhielt den Ordensnamen Leopold. 1888 legte er die endgültigen Ordensgelübde ab. Sein Philosophiestudium absolvierte er in Padua, das Theologiestudium in Venedig. 1890 wurde er durch Kardinal Domenico Agostini zum Priester geweiht.
 
Leopold wirkte eine kurze Zeit in den Städten Zadar, Koper und Rijeka. Danach in Padua, wo er bis zu seinem Tod am 30. Juli 1942 blieb.
 
Seine pastorale Hauptaufgabe sah der mit 138 cm Körpergröße kleinwüchsige Kapuziner im Spenden des Sakraments der Beichte. Es wird berichtet, dass er oft täglich fünfzehn Stunden im Beichtstuhl verbrachte. Er wurde schon zu Lebzeiten als Heiliger verehrt.
 
Verehrung 
Mandić wurde am 2. Mai 1976 durch Papst Paul VI. seliggesprochen. Die Heiligsprechung erfolgte durch Johannes Paul II.am 16. Oktober 1983.
 
Er wird als Schutzpatron der Krebskranken verehrt.
 
Der Gedenktag des hl. Leopold Mandić wird im kroatischen Kirchenkalender am 12. Mai begangen.