Gerhard Hirschfelder, 2. August


Priester, Märtyrer
 
Namen 
Gerhard Hirschfelder, g

Gedenktag
2. August

Lebensdaten 
Geboren: 17. Februar 1907 in Glatz, heute Kłodzko, in Niederschlesien (Polen); gestorben: 1. August 1942 in Dachau bei München. 

Lebensgeschichte
Gerhard Mutter was Schneiderin. Als  uneheliches Kind hatte er es in seiner Zeit nicht leicht, doch er glich die Zurücksetzungen die er erlebte durch seine Frohnatur und Gemeinschaft in der Jugendbewegung „Quickborn“ aus. 
 
Nach dem Abitur kam er als Priesteramtskandidat für den preußischen Anteil des Erzbistums Prag zum Studium nach Breslau und war eine Zeitlang Kurssprecher des Theologenkonvikts.
 
1932 werde er zum Priester geweiht mit Dispens aufgrund seiner unehelichen Geburt. Diese Regelung bestand damals und er durfte seine Primiz auch nicht in der Pfarrkirche in Glatz feiern, stattdessen in der Herz-Jesu-Kapelle zu Bad Langenau.
 
1939 wurde er als Kaplan in Tscherbeney eingesetzt und anschließend als Kaplan in Habelschwerdt sowie zum Diözesanjugendseelsorger für die Grafschaft Glatz (100 km südlich von Breslau an der Grenze zu Tschechien).
 
Seine Jugendarbeit in Opposition zur Hitlerjugend sowie seine freimütigen Predigten wahren den Nationalsozialisten von Anfang an ein Dorn im Auge. Nachdem die Nazis eine Wallfahrt mit 2300 Jugendlichen im Juni 1941 gestört und im Juli einen christlichen Bildstock zerstört hatten, sagte Hirschfeld in einer Predigt: „Wer der Jugend den Glauben an Christus aus dem Herzen reißt, ist ein Verbrecher!“ Fünf Tage später wurde er verhaftet.
 
Nach einem halben Jahr im Gefängnis der Kreisstadt Glatz wurde er Mitte Dezember 1941 ins Konzentrationslager Dachau überführt, wo er am 1. August 1942 nach unsäglichen Misshandlungen völlig entkräftet und ausgehungert starb.
 
Verehrung
Kaplan Hirschfelders Asche wurde in Tscherbeney (heute Czermna) beigesetzt.
1998 wurde der Seligsprechungsprozess eröffnet. 2010 war die Seligsprechung im Dom zu Münster. 
 
Quellen
2.bistum-augsburg.de; wikipedia; heiligenlexikon.de; katholisch.de; vaticannews.va; praedica.de; orthopedia.de und andere
 
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