
Pankratius (290-304); Altarretabel um 1515 in der Dorfkirche Saint-Dalmas-le-Selvage, Region Provence-Alpes-Côte d'Azur, Frankreich
Herr, unser Gott, schenke deiner Kirche Zuversicht und Gelassenheit, damit sie sich in der Bedrängnis nicht fürchtet, sondern gleich Pankratius standhaft Christus bezeugt und vertraut.
Jugendlicher, Märtyrer
Namen
Pankratius: der alles Beherrschende (griech.); Namensvarianten: Pancrace, Pankraz, Pancras, Pancracio
Gedenktag
Gedenktag
12. Mai
Lebensdaten
Geboren um 290 in Synnada, Phrygien (heute Şuhut, Türkei); gestorben am 12. Mai 304 in Rom
Lebensgeschichte
Der Überlieferung nach wuchs Pankratius in Synnada in der römischen Provinz Phrygien (heutige Zentral-Türkei) auf. Seine heidnischen Eltern Kleonios und Kyriada waren reiche und angesehene Bürger. Nach dem frühen Tod seiner Eltern kam der neunjährige Pankratius zu seinem Onkel Dionysius nach Rom.
Die neue Nachbarschaft barg ein ungeahntes Geheimnis: Hier wohnten viele, die verborgen von dem verbotenen christlichen Glauben überzeugt waren darunter auch der römische Bischof - Papst Marcellinus. Überzeugt ließen sich auch Pankratius und sein Onkel Dionysius taufen.
Kurz darauf starb der Onkel, doch der vierzehnjährige Pankratius wusste sich von der Gemeinde getragen: Die täglichen Gebete, die Eucharistie, die Lehre der Apostel und Caritas gaben ihm Kraft. Als Spione Kaiser Diokletian das Glaubensleben des Jungen verrieten, reagierte der Herrscher entsetzt und ließ Pankratius zu sich rufen.
Dieser erkannte die tödliche Gefahr. Er bat Bischof Marcellinus um einen letzten Segen, verteilte sein Erbe unter Bedürftigen und ging entschlossen zum Palast.
Kaiser Diokletian wollte dem Sohn solch angesehener Eltern noch eine Chance geben. Pankratius aber weigerte sich, dem Glauben an Christus abzuschwören. Daraufhin ließ der Kaiser ihn an der Via Aurelia enthaupten.
Dieser erkannte die tödliche Gefahr. Er bat Bischof Marcellinus um einen letzten Segen, verteilte sein Erbe unter Bedürftigen und ging entschlossen zum Palast.
Kaiser Diokletian wollte dem Sohn solch angesehener Eltern noch eine Chance geben. Pankratius aber weigerte sich, dem Glauben an Christus abzuschwören. Daraufhin ließ der Kaiser ihn an der Via Aurelia enthaupten.
Verehrung
Eine Frau namens Ottavilla barg den Leichnam und bestattete ihn in den Katakomben.
Später wurde Pankratius’ Kopf in ein Reliquiar eingesetzt, das heute in der Basilika San Pancrazio zu sehen ist.
Später wurde Pankratius’ Kopf in ein Reliquiar eingesetzt, das heute in der Basilika San Pancrazio zu sehen ist.
Diese ihm geweihten Basilika wurde durch Papst Symmachus (498–514) bezeugt. Seine Reliquien gelangten unter Papst Gregor dem Großen (590–604) nach England, wo die St. Pancras Old Church in London eine der ältesten Kirchen des Landes ist.
Wegen der gemeinsamen Verehrung mit den Soldaten Nereus und Achilleus wird Pankratius im Mittelalter häufig als Ritter abgebildet. Seine Verehrung im deutschen Sprachraum geht auf die Eroberung Roms durch Kaiser Arnulf von Kärnten am Pankratiustag 896 zurück.
Quellen
vgl. www2.bistum-augsburg.de; wikipedia; heiligenlexikon.de; katholisch.de; vaticannews.va; praedica.de; und andere