Bernarda Bütler, 19. Mai


„Herr, gib, dass ich dich froh und frei und selig liebe“
 
Ordensfrau, Missionarin, Ordensgründerin

Namen
Maria Bernarda (Verena) Bütler 

Gedenktag:
19. Mai 

Lebensdaten
Geboren 1848 in Auw, Aargau Schweiz (zwischen Zürich und Luzern); gestorben am 19. Mai 1924 in Cartagena, Kolumbien (Südamerika) wurde 1867 Kapuzinerin in Altstätten. 1888 brach sie nach
Ecuador (Südamerika) auf, wo sie die Kongregation der Franziskaner
Missionsschwestern von Maria Hilf gründete. Ab 1895 wirkte sie mit
ihren Schwestern in Cartagena (Kolumbien) unter den Armen. Dort starb sie am 19. Mai 1924, verehrt als Heilige der Barmherzigkeit. Papst
Johannes Paul II. sprach sie am 29. Oktober 1995 selig und am 12.
Oktober 2008 heilig.
 
Lebensgeschichte
Verena Bütler war das vierte von acht Kindern von Heinrich und Katharina Bütler, einfachen Bauern, die ihre acht Kinder fromm erzogen. Mit 15 Jahren  fasste sie den Entschluss, sich vollständig Gott zu weihen.
1867 trat sie in Altstätten in das Kapuzinerkloster Maria Hilf ein und nahm den Ordensnamen Maria Bernarda an. 1880 wurde sie zur Oberin gewählt und zweimal in diesem Amt bestätigt.
 
Als der Missionsbischof Schumacher, von Portoviejo in Ecuador, die schwierige Situation seines Volkes bei einen Besuch in seiner Heimat in der Schweiz schilderte und Sr. Bernarda eine Missionsniederlassung in seiner Diözese anbot, betrachtete Maria Bernarda dieses Angebot als deutlichen Ruf Gottes. Nach Überwindung des anfänglichen Widerstands durch den Bischof von St.Gallen und nach Erhalt des päpstlichen Indults verliess Maria Bernarda Altstätten, um am 19. Juni 1888 mit sechs weiteren Schwestern nach Ecuador aufzubrechen, nach  Chone wo sie ein Filialkloster gründeten und sich der Jugenderziehung, Familienbetreuung und Krankenpflege widmeten.
 
1892 entstand aus dem Filialkloster die Kongregation der Franziskaner-Missionsschwestern von Maria Hilf, die sich durch Schul- und Klostergründungen in Ecuador und Kolumbien und bis nach Brasilien ausbreitete.
Nach Kolumbien flüchtete dann die Kongregation, als Ecuador 1895 begann, den Besitz und die Einrichtungen der Kirche zu verstaatlichen, und ließ sich in Cartagena nieder.
 
Die unermüdlich tätige Maria Bernarda, die auch eine große Beterin war, hinterließ nach ihrem Tod mit 76 Jahren zahlreiche Briefe und Aufzeichnungen, die ein reiches geistliches Leben offenbaren.
 
Verehrung
1995 sprach Papst Johannes Paul II. M. Bernarda selig, 2008 erfolgte an ihr durch Papst Benedikt XVI. die erste Heiligsprechung einer Schweizerin.
 
Tagesgebet
Barmherziger Gott,
du hast die heilige Maria Bernarda erwählt, den Armen deine Liebe kundzutun und an der Ausbreitung deines Reiches mitzuwirken.
Hilf uns auf ihre Fürsprache, unseren Brüdern und Schwestern in Liebe zu dienen. Darum bitten wir durch Jesus Christus unseren Herrn.
 
Quellen
vgl. www2.bistum-augsburg.de; wikipedia; heiligenlexikon.de; katholisch.de; vaticannews.va; praedica.de; maria-bernarda.ch und andere
 
Alle Tagesheiligen