Cristóbal Magallanes, 21. Mai


Priester, Märtyrer in Mexiko 

Namen
Cristóbal Magallanes Jara
 
Gedenktag
21. Mai

Lebensdaten
Geboren am 30. Juli 1869 bei Totatiche, Bundesstaat Jalisco in Mexiko; gestorben (hingerichtet durch Erschießen) am 25. Mai 1927 in Colotlán, Jalisco (Mexiko). 
 
Lebensgeschichte
Cristóbal kam auf einer kleinen Ranch zur Welt, die später nach dem Namenspatron seines früh verstorbenen Vaters San Rafael hieß. Mit Unterstützung seines älteren Bruders und Vormunds Gorgonio, dem Gemeindeschreiber seines Heimatorts Totatiche, besuchte er neben der Feldarbeit die Schule und trat 1888 mit der Förderung geistlicher Gönner in das Priesterseminar von Guadalajara ein.
 
1899 wurde er zum Priester geweiht, wirkte als Kaplan, Vizerektor einer Schule und als Pfarrvikar, bis er 1909 erkrankte und als Co-Adjutor in seine Heimatpfarrei versetzt wurde. Im Gemeindesprengel von Totatiche war ihm neben seiner seelsorgerlichen und katechetisch-schulischen Arbeit die Verbesserung der Lebensverhältnisse der Menschen ein Anliegen. Er gründete im Sinne der Soziallehre der Kirche Genossenschaften für die Bauern, half bei der Einrichtung von Werkstätten und war maßgeblich am Bau eines Stauwehrs für die Wasserbewirtschaftung der Felder sowie an der elektrischen Versorgung der Getreidemühlen beteiligt.
 
Magallanes versuchte sich an der Mission unter den Huicholen und bezog dieses indigene Volk in seine sozialen Projekte mit ein, wo es möglich war.
Bis 1925 hatte der Pfarrer ein Waisenhaus gegründet und Land erworben, das arme Bauern parzellenweise zu moderaten Preisen pachten konnten. Als die religiöse Verfolgung seitens der Regierung ausbrach und die Arbeit des Erzbistums Guadalajara behindert wurde, kam zu seinen Gründungen ein Hilfs-Seminar für Priesterkandidaten hinzu, das bis heute besteht. Trotz Magallanes’ Aufrufe an die Bevölkerung, auf Gewalt zu verzichten, brach 1926 ein Aufstand der Cristeros in der Stadt aus, der zur Verlegung von Regierungstruppen in die Region führte. Der Pfarrer wurde als Rädelsführer verdächtigt.
Am 21. Mai 1927 wurden Cristóbal Magallanes und sein Vikar Agustín Caloca Cortés festgenommen. Pfarrangehörige versuchten die Offiziere von der Friedensliebe ihres Geistlichen zu überzeugen. Nach Colotlán vor den befehlshabenden General verbracht, wurden sie am 25. Mai vor dem Rathaus erschossen, nachdem sie einander noch die Absolution gespendet hatten.
 
Verehrung
Cristóbal Magallanes liegt in der Kirche von Totatiche begraben und wurde 1992 seliggesprochen und am 
21. Mai 2000 heiliggesprochen durch Papst Johannes Paul II. zusammen mit 24 mexikanischen Geistlichen, die zwischen 1915 bis 1929 aus Hass auf das Christentum ermordet wurden. Der gemeinsame Gedenktag ist am 21. Mai.
 
 
Quellen
vgl. www2.bistum-augsburg.de; wikipedia; heiligenlexikon.de; katholisch.de; vaticannews.va; praedica.de; und andere
 
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