Maria Droste zu Vischering, 8. Juni
Mystikerin und große Verehrerin des Heiligsten Herzens Jesu.

„Herr, ich habe alles, ja alles verlassen – um dich zu lieben bis zum letzten Augenblick meines Lebens und die Verehrung deines heiligsten Herzens, soviel ich nur immer kann zu verbreiten“
Namen
Maria Anna Johanna Franziska Theresia Antonia Huberta Droste zu Vischering, Ordensname: Maria vom Göttlichen Herzen
Gedenktag
8. Juni
Lebensdaten
Geboren: 8. September 1863 in Erbdrostenhof zu Münster.
Gestorben: 8. Juni 1899 in Porto (Portugal)
Lebensgeschichte
Marias Familie gehörte väterlicherseits zum westfälischen Uradelsgeschlecht der Reichsfreiherren Droste zu Vischering. Ihr Vater war Clemens Heidenreich Droste zu Vischering und ihre Mutter Helene von Galen, aus der Grafenfamilie Galen aus dem Oldenburger Münsterland. Aus der Familie entstammen zahlreiche hohe katholische Würdenträger; unter anderem Clemens August Droste zu Vischering (1773–1845), Erzbischof von Köln; Kaspar Maximilian Droste zu Vischering (1770–1846), Bischof von Münster, und ihr Cousin Clemens August Kardinal Graf von Galen, der in der Zeit des Nationalsozialismus von 1933 bis 1946 Bischof von Münster war.
Mit 19 Jahren teilt sie ihren Eltern den Entschluss mit ein gottgeweihtes Leben zu führen. Am 25.12.1863 legt sie ein privates Gelübde der Jungfräulichkeit ab. Ab dem 21.11.1886 beginnt sie ein zurückgezogenen Lebens in Darfeld zu führen. Am 21.11.1888 tritt sie in das Kloster vom Guten Hirten in Münster ein. Ihr Leben war geprägt von tiefer Frömmigkeit, innerer mystischer Erfahrung und einem starken Engagement für soziale Randgruppen, besonders für den Schutz und die Reintegration von sogenannten „gefallenen Mädchen/Frauen“. Merkmale der Situation dieser Frauen waren:
Armut, soziale Ausgrenzung, Ausbeutung und sexueller Missbrauch führten oft in die Notlage.
Viele arbeiteten als Hausangestellte oder Fabrikarbeiterinnen.
Die Gesellschaft sah sie oft nicht als Opfer, sondern als „Sünderinnen“.
Kirchen und karitative Einrichtungen – darunter auch die Schwestern vom Guten Hirten, bei denen Maria Droste wirkte – bemühten sich um Hilfe dieser Frauen durch Aufnahme in sog. Rettungshäuser heute Frauenhäuser.
Viele arbeiteten als Hausangestellte oder Fabrikarbeiterinnen.
Die Gesellschaft sah sie oft nicht als Opfer, sondern als „Sünderinnen“.
Kirchen und karitative Einrichtungen – darunter auch die Schwestern vom Guten Hirten, bei denen Maria Droste wirkte – bemühten sich um Hilfe dieser Frauen durch Aufnahme in sog. Rettungshäuser heute Frauenhäuser.
Der Begriff wird heute als historisch und diskriminierend verstanden, zeigt aber, wie die zeitbedingten Moralvorstellungen damals mit sozialer Kontrolle verknüpft waren.
10.1.1889
Einkleidung, Name Schwester Maria vom Göttlichen Herzen
Einkleidung, Name Schwester Maria vom Göttlichen Herzen
20.1.1891
ewige Profess
ewige Profess
24.1.1894
Abreise nach Lissabon
Abreise nach Lissabon
12.5.1894
Ernennung zur Oberin der Gemeinschaft in Porto in Portugal.
Ernennung zur Oberin der Gemeinschaft in Porto in Portugal.
21.15.1896
Beginn des 3 -jährigen Krankenlagers
Beginn des 3 -jährigen Krankenlagers
4.6.1897
erster Auftrag Gottes, Papst Leo XIII. um die Weltweihe zu bitten
erster Auftrag Gottes, Papst Leo XIII. um die Weltweihe zu bitten
10.6.1898
Absendung des ersten Gesuches an Rom
Absendung des ersten Gesuches an Rom
7.12.1898
erneuter Auftrag Gottes, nach Rom zu schreiben
erneuter Auftrag Gottes, nach Rom zu schreiben
6.1.1899
zweiter Brief an Papst Leo XIII
zweiter Brief an Papst Leo XIII
2.4.1899
Approbation der Herz-Jesu-Litanei für die ganze Welt
Approbation der Herz-Jesu-Litanei für die ganze Welt
25.5.1899
Enzyklika „Annum sacrum“ mit Anordnung der Weltweihe an das Herz-Jesu
Enzyklika „Annum sacrum“ mit Anordnung der Weltweihe an das Herz-Jesu
8.6.1899
Maria Droste zu Vischerng stirbt um 15.05 Uhr zu Beginn der ersten Vesper des Herz-Jesu-Festes, dem Vorabend des angeordneten Weihetriduums
10.6.1899
Begräbnis auf dem Friedhof von Porto
Begräbnis auf dem Friedhof von Porto
Verehrung
11.6.1899
Weltweihe an das Heiligste Herz Jesu durch Papst Leo XIII.
Weltweihe an das Heiligste Herz Jesu durch Papst Leo XIII.
6.6.1942
Eröffnung der apostolischen Prozesse
Eröffnung der apostolischen Prozesse
10.11.1944
Öffnung des Sarges, in welchem Schwester Maria unversehrt vorgefunden wird
Öffnung des Sarges, in welchem Schwester Maria unversehrt vorgefunden wird
13.2.1964
Dekret über die Anerkennung der Heroizität ihrer Tugenden
Dekret über die Anerkennung der Heroizität ihrer Tugenden
1.11.1975
Seligsprechung durch Papst Paul VI.
Seligsprechung durch Papst Paul VI.
Ihr Gedenktag ist der 8. Juni.
Sie gilt als eine bedeutende Gestalt der Herz-Jesu-Spiritualität des 19. Jahrhunderts.
Quellen:
vgl. www2.bistum-augsburg.de; wikipedia; heiligenlexikon.de; katholisch.de; vaticannews.va; praedica.de; und andere