
(Karol) Herman Stepien u. (Jozef) Achilles Puchala
„Die Hirten können die Gläubigen nicht verlassen.“
Namen
(Józef) Achilles Puchała und
(Karol) Herman Stępień
Gedenktag
19. Juli
Lebensdaten
Josef Puchala:
geboren am 18. März 1911 in Kosina, Polen, 25 km östlich von Rzeszow.
Herman Stępień:
geboren 21. Okt. 1910 in Lodz, Polen.
Beide starben am 19. Juli 1943 in Pershai, heute Borowikowszczyzna in Belarus, zwischen Vilnius und 65 km nord-westlich von Minsk.
Lebensgeschichte
Józef (Achilles) Puchał wuchs in einer katholischen Bauernfamilie auf. Er kam 1924 mit 13 Jahren in das franziskanische kleine Seminar in Lemberg (Lwiw). Mit 18 Jahren trat er in den Orden ein und erhielt den Ordensnamen Achilles. 1932 legte er die feierlichen Gelübde ab, wurde 1936 zum Priester geweiht und setzte seine Studien fort. Er wirkte in den Konventen in Grodno und Iwieniec. Ende 1939 übernahm er die Pfarrseelsorge in Pierszaje (zwischen Minsk und Vilnius), heute Belarus, nachdem dieser Ort angesichts von Kampfhandlungen verlassen worden war. Dort war er für etwa 5000 Gläubige zuständig und half besonders bedürftigen Familien und inhaftierten Menschen. Am 19. Juli 1943 – im Rahmen der Vergeltungsaktion der Nazis gegen den polnischen Widerstand, bekannt als Operation Hermann – wurde er gemeinsam mit Karol (Herman) Stępień festgenommen, in einem Schuppen gefoltert, erschossen und verbrannt.
Seine Überzeugung war: „Wo die Schafe sind, da muss auch der Hirte sein.“ Opfermutig blieb er und Herman bei ihrer Gemeinde, obwohl ihnen von deutschen Gendarmen die Flucht vor den SS-Einheiten nahegelegt wurde.
Karol (Herman) Stępień
Geboren am 21. Oktober 1910 in Łódź (Polen), in einer armen Arbeiterfamilie. Als Kind zeigte er große Intelligenz, aber auch Unruhe – dennoch entschied er sich für den franziskanischen Weg.
1929 trat er dem franziskanischen Noviziat bei und studierte später in Rom am Päpstlichen Institut Seraphicum. Er wurde 1937 dort zum Priester geweiht und erwarb den Magistergrad in Theologie in Lemberg. Er diente als Vikar in Radomsko (Polen) und Vilnius (Litauen). 1940 wurde er zur Unterstützung von Achilles Puchala nach Pierszaje versetzt.
1929 trat er dem franziskanischen Noviziat bei und studierte später in Rom am Päpstlichen Institut Seraphicum. Er wurde 1937 dort zum Priester geweiht und erwarb den Magistergrad in Theologie in Lemberg. Er diente als Vikar in Radomsko (Polen) und Vilnius (Litauen). 1940 wurde er zur Unterstützung von Achilles Puchala nach Pierszaje versetzt.
Verehrung
Achilles Puchała und Herman Stipien wurde am 13. Juni 1999 von Papst Johannes Paul II. zusammen mit den 108 Märtyrern des Zweiten Weltkriegs in Warschau seliggesprochen.
Quellen
vgl. 2.bistum-augsburg.de; wikipedia; heiligenlexikon.de; katholisch.de; vaticannews.va; praedica.de; orthopedia.de, KI-ChatGPT und andere