Elf Märtyrerinnen von Nowogrodek, 1. August


O Gott, wenn ein Lebensopfer nötig ist, nimm es von uns, die wir keine familiären Verpflichtungen haben. Verschone jene mit Familien.“ 

Märtyrerinnen von Nowogrodek, Nawahrada (Belarus), Schwester Stella (Adela) Mardosewicz und ihre zehn Gefährtinnen:
Elf Schwestern des Ordens der Schwestern der heiligen Familie von Nazareth, die in Nowogródek (damals Polen, heute Belarus, 150 km südlich von Vilnius) wirkten.
Sie wurden am 1. August 1943 von der Nazi-Gestapo erschossen, um 120 verhaftete Bürger zu retten – darunter Familienväter und einen Priester, als Vergeltungsmaßnahmen gegen Zivilisten für den Widerstand gegenüber den deutschen Besatzern. 
 
Namen 
Sr. Maria Stella (Adela Mardosewicz, 54 Jahre) – Superiorin
Sr. Maria Rajmunda (Anna Kokołowicz, 50)
Sr. Maria Imelda (Jadwiga Karolina Żak, 50)
Sr. Maria Daniela (Eleonora Jóźwik, 48)
Sr. Maria Kanuta (Józefa Chrobot, 47)
Sr. Maria Gwidona (Helena Cierpka, 43)
Sr. Maria Sergia (Julia Rapiej, 42)
Sr. Maria Kanizja (Eugenia Mackiewicz, 39)
Sr. Maria Felicyta (Paulina Borowik, 37)
Sr. Maria Heliodora (Leokadia Matuszewska, 37)
Sr. Maria Boromea (Weronika Narmontowicz, 26)  
 
Martyrium
Juli 1943: 120 Männer aus Nowogrodek werden verhaftet und zum Tode verurteilt als Vergeltungsmaßnahmen gegen Zivilisten für den Widerstand gegenüber den Deutschen. 
Die Schwestern bieten sich freiwillig als Ersatz an – zunächst für die Familienväter, später auch für den Priester Fr. Zienkiewicz.
Sie werden am 31. Juli 1943 inhaftiert und am 1. August in einem Wald außerhalb der Stadt erschossen und anonym verscharrt.
Nur Sr. Malgorzata Banas, die nicht bei ihnen war, überlebt. Sie pflegt ihr Grab und die Kirche “White Church” bis zu ihrem Tod 1966.
 
Verehrung 
Der Seligsprechungsprozess begann im September 1991, und am 28. Juni 1999 bestätigte der Vatikan ihren Status als Märtyrerinnen.
Sie wurden am 5. März 2000 durch Papst Johannes Paul II. seliggesprochen, gemeinsam mit 33 anderen Märtyrern.
Ihr Gedenktag wird liturgisch am 1. August gefeiert.
 
Ihr Mut und die selbstlose Hingabe berühren.
Papst Johannes Paul II. bezeichnete sie als „das größte Erbe der Kongregation der Hl. Familie von Nazareth“ und als Geschenk für die gesamte Kirche  

Quellen
2.bistum-augsburg.de; wikipedia; heiligenlexikon.de; katholisch.de; vaticannews.va; praedica.de; orthopedia.de und andere
 
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