
Pudens (1. Jahrhundert); Fresko vom Niccolò Circignani um 1885, in der Kirche Santa Pudenziana in Rom
Namen
Pudens
Gedenktag:
Gedenktag:
19. Mai
Lebensdaten
Geboren
Lebensgeschichte
Pudens war Senator in Rom. Er hatte ausgedehnte Besitzungen am Esquilin in Rom. Zusammen mit seiner Frau, seinen beiden Töchtern, der heiligen Pudentiana und der heiligen Praxedis und seinen beiden Söhnen Timotheus und Novatus soll er Petrus in seinem Haus in Rom Gastfreundschaft gewährt und Arbeit gegeben haben. Dieser Besuch soll die Familie dazu bewogen haben, den alten Göttern abzuschwören. Infolgedessen soll er in seinem Haus christliche Feiern und Zeremonien veranstaltet haben. Das Haus soll Fremden und Armen offen gestanden haben und den Armen gegenüber freigiebig gewesen sein. Petrus soll in seinem Haus, das damit die erste Kathedralkirche Roms war, Bischöfe gesalbt und in die Welt ausgeschickt haben. Später sollen sogar Petrus und Paulus im Haus gelebt haben. Unter Claudius wurde die Familie aus Rom nach Korinth vertrieben. Ob Pudens zurückkehrte ist unklar. Anders als seine Töchter gilt Pudens als historisch gesichert. Er starb offenbar als Märtyrer (?96) seine Frau ein Jahr später.
Verehrung
Die um 500 verfassten Acta sanctarum Pudentianae et Praxedis bestehen aus dem Brief eines stadtrömischen Klerikers namens Pastor an den im Neuen Testament erwähnten Paulusmitarbeiter Timotheus, dem Antwortbrief des Timotheus und einem angehängten Bericht des Pastor. Nun wurde der Stifter Pudens (4. Jahrhundert) mit dem in 2 Tim 4,21 EU erwähnten Pudens (falls historisch: 1. Jahrhundert) identifiziert.
Dem Brief Pastors zufolge war Pudens’ Ehefrau in der Regierungszeit des Antoninus Pius den Märtyrertod gestorben, und der Witwer stellte danach sein Haus im vicus Patricius für den christlichen Gottesdienst zur Verfügung. Bereits Pudens’ Vater namens Punicus Pudens sei zum Christentum konvertiert und habe dem Apostel Petrus bei dessen Romaufenthalt Quartier geboten. Der jüngere Pudens hatte zwei Töchter namens Pudentiana und Praxedis. Sie lebten als Jungfrauen in ihrem nun zur Gottesdienststätte umgewandelten Elternhaus; nach dem Tod ihres Vaters vermachten sie ihren ganzen Besitz der Kirche. Der römische Bischof Pius I., ein Freund der Familie, soll den Einbau eines Baptisteriums veranlasst haben. Praxedis überlebte Pudentiana und ließ die Thermenanlage eines gewissen Novatus, die die Schwestern geerbt hatten, zur Kirche umbauen und durch Bischof Pius weihen. Während einer Christenverfolgung starb sie als Märtyrerin. Pastor bestattete sie neben ihrem Vater Pudens in einer von ihrer Großmutter Priscilla gegründeten Grabanlage.
Dem Brief Pastors zufolge war Pudens’ Ehefrau in der Regierungszeit des Antoninus Pius den Märtyrertod gestorben, und der Witwer stellte danach sein Haus im vicus Patricius für den christlichen Gottesdienst zur Verfügung. Bereits Pudens’ Vater namens Punicus Pudens sei zum Christentum konvertiert und habe dem Apostel Petrus bei dessen Romaufenthalt Quartier geboten. Der jüngere Pudens hatte zwei Töchter namens Pudentiana und Praxedis. Sie lebten als Jungfrauen in ihrem nun zur Gottesdienststätte umgewandelten Elternhaus; nach dem Tod ihres Vaters vermachten sie ihren ganzen Besitz der Kirche. Der römische Bischof Pius I., ein Freund der Familie, soll den Einbau eines Baptisteriums veranlasst haben. Praxedis überlebte Pudentiana und ließ die Thermenanlage eines gewissen Novatus, die die Schwestern geerbt hatten, zur Kirche umbauen und durch Bischof Pius weihen. Während einer Christenverfolgung starb sie als Märtyrerin. Pastor bestattete sie neben ihrem Vater Pudens in einer von ihrer Großmutter Priscilla gegründeten Grabanlage.
Im frühen Mittelalter wurde Pudens in den Acta Sanctorum (zum Monat Mai) zum römischen Senator erklärt, der Quartiergeber für Petrus und Paulus gewesen sei. Seine Heiligenlegende bezog neben Praxedus und Pudentiana auch die Paulusmitarbeiterin Prisca, einen im 4. Jahrhundert bezeugten stadtrömischen Priester Theophilus sowie Novatus und Bischof Pius in die Familiengeschichte ein.
Der Gedenktag des heiligen Pudens ist der 19. Mai (römisch-katholisch). In den orthodoxen Kirchen gilt Pudens als Apostel und einer der Siebzig Jünger.
Quellen
vgl. www2.bistum-augsburg.de; wikipedia; heiligenlexikon.de; katholisch.de; vaticannews.va; praedica.de; maria-bernarda.ch und andere