Ignatius Maloyan, 11. Juni
Opfer des Völkermords an den Armeniern.

Ignatius Maloyan (1869-1915)
Namen
Shoukrallah (Choukrallah) - Ignatius - Maloyan
Gedenktag
Gedenktag
11. Juni
Lebensdaten
Geboren: 8. April 1869 in Mardin (Osmanisches Reich), im türkischen Teil Mesopotamiens. Die Stadt liegt in der türkischen Region Südostanatoliens, rund 20 km nördlich der Grenze zu Syrien und zum Irak.
Gestorben: 11. Juni 1915, nahe Diyarbakır (erschossen) das nach Gaziantep die zweitgrößte Stadt Südostanatoliens in der Türkei ist. Diyarbakır liegt auf einem Basaltplateau am rechten Tigrisufer in Südostanatolien, im Altertum unter dem Namen Amida bedeutend, bewohnt von Kurden und Zaza.
Amt: Erzbischof von Mardin (1911–1915)
Seligsprechung: 7. Oktober 2001 durch Papst Johannes Paul II.
Heiligsprechung: 19. Oktober 2025 durch Papst Leo XIV.
Gedenktag: 11. Juni
Seligsprechung: 7. Oktober 2001 durch Papst Johannes Paul II.
Heiligsprechung: 19. Oktober 2025 durch Papst Leo XIV.
Gedenktag: 11. Juni
Lebensgeschichte
Mit 14 Jahren trat Maloyan in das Priesterseminar der armenisch-katholischen Kirche im libanesischen Bzommar ein. 1896 wurde er zum Priester geweiht und nahm den Namen Ignatius in Erinnerung an den Märtyrer Ignatius von Antiochia an. Er wirkte als Seelsorger in Alexandria und Kairo und erwarb sich den Ruf eines gebildeten und barmherzigen Hirten .
1911 wählte ihn die Bischofssynode in Rom zum Erzbischof seiner Heimatdiözese Mardin. Er widmete sich dem Aufbau der armenisch-katholischen Gemeinde und der sozialen Fürsorge. Mit Beginn des Ersten Weltkriegs verschlechterte sich die Lage der Christen im Osmanischen Reich dramatisch.
Am 3. Juni 1915 wurde Maloyan zusammen mit anderen Armeniern verhaftet. Folter und mehrfache Aufforderungen, zum Islam überzutreten, lehnte er ab mit den Worten: „Wenn Jesus Christus, mein Herr und mein Gott, für mich gekreuzigt wurde, warum soll ich nicht bereit sein, für ihn zu sterben?“ Am 11. Juni 1915 wurde er bei Diyarbakır erschossen.
Verehrung
Sein Leben wird weltweit in der armenisch-katholischen Kirche geehrt.
Ignatius Maloyan gilt als Symbol des Glaubens und des armenischen Martyriums. Papst Johannes Paul II. lobte ihn als Beispiel für geistliche Standhaftigkeit unter Verfolgung; Papst Franziskus nannte ihn einen Zeugen des „Ökumene der Märtyrer“.
Quellen
vgl. www2.bistum-augsburg.de; wikipedia; heiligenlexikon.de; katholisch.de; vaticannews.va; praedica.de; und andere