
Mercedes de Jesús Molina y Ayala (1828–1883)
Ecuadorianische Ordensgründerin, Mystikerin und Missionarin. Sie gilt als eine der bedeutendsten religiösen Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts in Ecuador.
Namen
Mercedes de Jesús Molina auch Rosa vom Guayas genannt
Gedenktag
12. Juni
Lebensdaten
Geboren: 24. September 1828, Baba (Los Ríos, Ecuador)
Gestorben: 12. Juni 1883, Riobamba (Ecuador)
Lebensgeschichte
Mercedes wurde als Tochter von Miguel Molina y Arbeláez einen Großgrundbesitzer und Rosa Ayala y Aguilar in Baba geboren, einer Stadt, die damals zum Departement Guayaquil in der Provinz Guayas gehörte (nach einer Verwaltungsaufteilung liegt Baba heute in der Provinz Los Ríos). Als sie zwei Jahre alt war, zog ihre Mutter nach dem Tod ihres Vaters mit ihr nach Guayaquil. Im Jahr 1841 als sie 13 Jahre alt war starb auch ihre Mutter.
1849 trat sie von ihrer Heirat zurück und widmete sich der religiösen und sozialen Arbeit insbesondere mit Waisenkindern, ohne jedoch in einen Orden einzutreten. Sie lebte bis 1867 mit ihrer Schwester María in einem Haus zusammen, bis sie in ein privates Waisenhaus zog, das eine ihre Tanten, die Ordensschwester war, betrieb. In ihrer Religiosität war sie stark beeinflusst vom Vorbild (der 1950 heiliggesprochenen) Mystikerin Mariana de Jesús Paredes y Flores (1618–1645), die ihr auch im Gebet erschienen sein soll. Bereits im Haus ihrer Schwester hatte sie oft örtlichen Waisenkindern, insbesondere jungen Frauen, Unterschlupf geboten; so lebte in den 1860er Jahren die 1992 selig- und 2008 heiliggesprochene Narcisa de Jesús Martillo in ihrem Haushalt und betete mit ihr.
1849 trat sie von ihrer Heirat zurück und widmete sich der religiösen und sozialen Arbeit insbesondere mit Waisenkindern, ohne jedoch in einen Orden einzutreten. Sie lebte bis 1867 mit ihrer Schwester María in einem Haus zusammen, bis sie in ein privates Waisenhaus zog, das eine ihre Tanten, die Ordensschwester war, betrieb. In ihrer Religiosität war sie stark beeinflusst vom Vorbild (der 1950 heiliggesprochenen) Mystikerin Mariana de Jesús Paredes y Flores (1618–1645), die ihr auch im Gebet erschienen sein soll. Bereits im Haus ihrer Schwester hatte sie oft örtlichen Waisenkindern, insbesondere jungen Frauen, Unterschlupf geboten; so lebte in den 1860er Jahren die 1992 selig- und 2008 heiliggesprochene Narcisa de Jesús Martillo in ihrem Haushalt und betete mit ihr.
Im Jahr 1862 begann sie beim Beten zu schweben, verlor den Verstand und geriet nach dem Empfang der Kommunion in Ekstase. Im folgenden Jahr verbreitete sich ihr Ruhm als Heilige in der ganzen Stadt und rief die unterschiedlichsten Kommentare hervor. Genau zu dieser Zeit lernte sie Narcisa de Jesús Martillo Morán kennen, mit der sie lange Zeit ihr Haus teilte, um sich gegenseitig auf dem Kreuzweg zu helfen und gemeinsam Tugend, Gebet und Buße zu üben.
1870 begab sich Mercedes de Jesús in das ecuadorianische Amazonasgebiet, um in der neu aufgebauten Missionsstation von Gualaquiza an der Missionierung der Shuar mitzuwirken.
1871 kehrte sie aus dem Amazonastiefland zurück und wirkte zunächst in Cuencaerneut als Helferin und Lehrerin in einer von ihr gegründeten Schule für Waisenkinder. 1873 gründete sie in Riobamba die nach ihrem religiösen Vorbild benannte KongregationSchwestern von der heiligen Marianna von Jesus (spanisch Hermanas de Santa Mariana de Jesús), die wiederum eine von ihr gegründete Schule führten, die sich an Waisen und allein gelassene Kinder, vor allem Mädchen, wendete.
Danach führte sie weiterhin ein vorbildliches Leben der Nächstenliebe und der Aufopferung. Durch Fasten und Buße wurde ihr Körper allmählich schwächer, bis sie am 12. Juni 1883 im Ruf der Heiligkeit vom Tod überrascht wurde.
Verehrung
Seligsprechung: 1. Februar 1985, Guayaquil, durch Johannes Paul II. Ihre Arbeit legte den Grundstein für den ersten weiblichen Ordenszweig des Landes.
Quellen
vgl. www2.bistum-augsburg.de; wikipedia; heiligenlexikon.de; katholisch.de; vaticannews.va; praedica.de; und andere