15.8. - Mariä Aufnahme in den Himmel

Das älteste und bedeutendste Marienfest.

Die Marienfeste im Sommer werden volkstümlich auch Frauendreißiger genannt.
 
Mit dem Hochfest der Aufnahme Mariens mit Leib und Seele in den Himmel (15.8.) beginnt eine Zeit von 30 Tagen, in die mehrere Mariengedenktage fallen, die mit verschiedenem Brauchtum beliebt sind.  
 
Am bekanntesten ist die Segnung von Blumen und Kräutern, die zu Büscheln gebunden werden, zu Maria Himmelfahrt. 
 
Acht Tage später, am 22.8., folgt der Gedenktag Maria Königin, auch Krönung Mariens genannt. Dieses Glaubensgeheimnis wird besonders häufig auf Gemälden und mit gekrönten Figuren Mariens dargestellt. Im Rosenkranzgebet  wird es als letztes der glorreichen Geheimnisse, "der dich, o Jungfrau im Himmel gekrönt hat", betrachtet.
 
Am 8.9., neun Monate nach dem Hochfest der „Empfängnis Mariens“ am 9.12., feiert die Kirche das Fest der Geburt Mariens, als einen von drei Geburtstagen neben Weihnachten (25.12.) und der Geburt Johannes des Täufers (24.6.). Am 12.9. folgt der Gedenktag „Mariä Namen“ und am 15.9. das "Gedächtnis der Schmerzen Mariens". Die Kalendertage sind nicht als historische sondern als liturgische Daten zu verstehen. 
 
Mit über 70 Ehrentitel in der sogenannten Lauretanischen Litanei, die durch die Jahrhunderte bis heute als offizielle Anrufungen der Gottesmutter entstanden ist, preist die Kirche Maria und ruft ihre Fürsprache an.
 
2020 hat Papst Franziskus drei neue Anrufungen in die Litanei aufgenommen:
  1. "Mutter der Barmherzigkeit" ("mater misericordiae"),
  2. "Mutter der Hoffnung" ("mater spei") und
  3. "Trost der Migranten" ("solacium migrantiae").