Maria, Unsere Liebe Frau in Lourdes, 11. Februar


Maria, du Heil der Kranken, du Trost der Betrübten, du Zuflucht der Sünder, bitte für uns! Schenke uns Heilung an Leib und Seele, damit wir schon hier auf Erden Anteil erhalten an den ewigen Freuden, die Gott uns durch deine Fürsprache schenken will!
 
Unsere Liebe Frau in Lourdes (11. Februar). 
Ein Mädchen (14J) - Bernadette Soubirous (1844-1879) - sieht Maria in einer Grotte nahe der kleinen Stadt Lourdes (Südfrankreich).
 
Keine Macht, kein Einfluss. Und doch beginnt hier etwas, das bis heute Menschen heilt – manchmal am Leib, immer im Herzen. 
 
Maria erscheint nicht auf einem Laufsteg, sondern am Rand.
Nicht den Prominenten, sondern einem 14-jährigen Mädchen – arm, krank, unscheinbar.
Gott wählt nicht nach Reichweite, sondern nach Offenheit.
 
„Ich bin die Unbefleckte Empfängnis.“ Ein Satz Mariens, der kein theologisches Rätsel bleiben will, sondern eine Zusage ist:
Du bist von Gott her gedacht – wunderbar in deiner Würde, gewollt aus Liebe, berufen zur Seligkeit, zum grenzenlosen Glück. 
 
Lourdes erinnert uns:
Wo wir uns schwach fühlen, beginnt Gottes Nähe. Wo Wunden sind, kann Quelle werden. Wo wir klein sind, kann Großes geschehen.

Die wichtigste Heilung ist die des Blicks: Dass wir uns selbst als von Gott gesehen, erkennen – ohne Filter, ohne Maske, ohne Angst. 👉🏻 
 
 
Unsere Liebe Frau in Lourdes, 11. Februar 
 
Der Gedenktag Unserer Lieben Frau in Lourdes wurde 1890 von Papst Leo XIII. anerkannt und für den 11. Februar festgesetzt. Zunächst in der Diözese von Tarbes gefeiert, 17 Jahre später 1907 von Papst Pius X. als weltweiter Gedenktag ausgeweitet. 1993 erklärte Johannes Paul II. den Gedenktag zum Weltgebetstag für die Kranken. 

Namensdeutung
Der Name leitet sich vermutlich vom Baskischen lorde „Steilhang“ ab. 
 
Namensvarianten
Als Vornamen besonders beliebt in Frankreich und Brasilien; auch Marilou, Lurdes

Geschichte
Zwischen dem 11. Februar und dem 16. Juli 1858 erschien die selige Jungfrau und Gottesmutter Maria achtzehnmal der vierzehnjährigen Bernadette Soubirous in der kleinen Stadt Lourdes, die im Vorgebirge der Pyrenäen in Südfrankreich liegt.
 
Bernadette wurde am 7. Januar 1844 als ältestes der sechs Kinder von François Soubirous und Louise Caserot geboren. Sie war ein empfindliches Mädchen, das an Asthma und Cholera litt. Sie konnte weder lesen noch schreiben und sprach nur den französischen Dialekt ihrer Gegend. Ihre Familie versank in der Armut. An dem Tag, an dem die erste Erscheinung stattfand, war sie unterwegs, um Feuerholz längs des Ufers des Gave-Flusses zu sammeln.
 
Ihre Aufmerksamkeit wurde vom Geräusch von raschelnden Büschen in der Nähe der Grotte von Massabielle angezogen. Der Name der Grotte kommt aus dem französischen vieille masse, was soviel wie alter Felsen bedeutet. Dann sah Bernadette ein wunderschönes Mädchen von sechzehn oder siebzehn Jahren, eine "Schöne Dame". Sie beschrieb dieses Mädchen als „in ein weißes Kleid gekleidet, um die Taille mit einem blauen Band umgürtet. Sie trug auf ihrem Haupt einen weißen Schleier, der nur einen Blick auf den Ansatz ihres Haares gab. Ihre Füße waren bloß, aber bedeckt durch die letzten Falten ihres Kleides, und eine gelbe Rose war auf jedem von ihnen. Sie hielt auf ihrem rechten Arm einen Rosenkranz aus weißen Perlen mit einer Kette aus Gold, die wie die beiden Rosen auf ihren Füßen leuchtete.“
Bernadette kniete nieder und begann den Rosenkranz zu beten. Am Ende der fünf Gesätze lächelte die Frau und verschwand.
 
Die junge Seherin kehrte am 18. Februar zurück. Unsere Liebe Frau begann ihre Botschaft, indem sie zu Bernadette sagte: „Ich verspreche Ihnen nicht, Sie in dieser Welt glücklich zu machen, sondern in der anderen.“
 
Am 24. Februar forderte Maria zur Buße und zum Gebet für die Bekehrung der Sünder auf, und am darauffolgenden Tag wies sie Bernadette an, im Boden in der Nähe der Grotte zu graben. Daraus entsprang eine Quelle, die bis heute für das Bad der Lourdes Pilger benutzt wird.
 
Von der vierten Erscheinung an entzündete Bernadette, wenn sie zu der Grotte kam, jeden Morgen eine Kerze und hielt sie in der Hand, bis die Jungfrau sich zeigte. Sehr bald brachten andere Menschen auch selbst Kerzen an diesen Ort mit und entzündeten sie. Die Muttergottes tat selber kund, dass ihr diese berührende Huldigung gefiel. Seitdem brennen ununterbrochen Kerzen an der Grotte, „ein brennender Dornbusch, entzündet vom Gebet der Pilger und der Kranken, die ihre Sorgen und Nöte, vor allem aber ihren Glauben und ihre Hoffnung zum Ausdruck bringen“.
(Benedikt XVI.)
 
Bei der Erscheinung am 2. März wurde Bernadette von Unserer Lieben Frau beauftragt den „Priestern zu sagen, dass die Leute hierher in einer Prozession kommen sollten, und dass eine Kapelle/Kirche an der Stelle gebaut werden sollte.” (Die Basilika von Lourdes wurde im Jahre 1876 eingeweiht). 
 
Am Fest der Verkündigung, dem 25. März, sagte die Selige Jungfrau Bernadette im Dialekt von Lourdes: „Ich bin die Unbefleckte Empfängnis.” Dieses Dogma war von Papst Pius IX ein paar Jahre früher am 8. Dezember 1854 definiert worden.
 
Bernadette trat 1866 bei den Schwestern von Notre Dame in Nevers ein, und erhielt den Name Schwester Maria Bernarda. Sie arbeitete als Sakristanin und vermied die Öffentlichkeit. Sie bezeichnete sich selbst als „einen Besen, den Unsere Liebe Frau gebraucht hat. Aber jetzt bin ich wieder zurück in meine Ecke gestellt worden.” Sie starb am 16. April 1879 im Alter von 35 Jahren; sie wurde 1925 durch Papst Pius XI seliggesprochen und 1933 heiliggesprochen.
 
Tausende von Kranke und Millionen von Pilgern haben seither Lourdes besucht und kehrten gestärkt nach Hause zurück. Sie erfahren Maria als die Mutter, die immer für die Nöte ihrer Kinder da ist. Maria ist der Stern der Hoffnung, der den oft dunklen Wegen unseres Lebens Licht spendet. 
Maria hat auf Gott vertraut, als sie ihr Ja zu seinem Willen sprach. Sie zeigt uns, wie auch wir unser Leben ganz auf Gott bauen können. Wir dürfen darauf vertrauen, dass Gott uns nicht allein lässt in unseren Sorgen und Nöten. Er will uns seine Kraft und Hilfe schenken. Wenn wir ihm unser Leben übergeben, brauchen wir uns vor nichts zu fürchten. Maria begleitet uns mit ihrer mütterlichen Gegenwart inmitten der Geschehnisse im Leben jedes einzelnen.
 
 
Die Lauretanische Litanei
 
Herr, erbarme dich.
Christus, erbarme dich.
Herr, erbarme dich.
 
Christus, höre uns.
Christus, erhöre uns. 

Gott Vater im Himmel, 
erbarme dich unser.
Gott Sohn, Erlöser der Welt
Gott Heiliger Geist
Heilige Dreifaltigkeit, ein einiger Gott
 
Heilige Maria, bitte für uns.
Heilige Mutter Gottes
Heilige Jungfrau der Jungfrauen
Mutter Christi

Mutter der Kirche
Mutter der Barmherzigkeit
Mutter der göttlichen Gnade
Mutter der Hoffnung

Du reine Mutter
Du keusche Mutter
Du unversehrte Mutter 
Du unbefleckte Mutter

Du liebenswürdige Mutter 
Du wunderbare Mutter
Du Mutter des guten Rates 
Du Mutter des Schöpfers 

Du Mutter des Erlösers
Du Mutter der Barmherzigkeit 
Du weise Jungfrau
Du ehrwürdige Jungfrau 

Du lobwürdige Jungfrau 
Du mächtige Jungfrau 
Du gütige Jungfrau
Du getreue Jungfrau
 
Du Spiegel der göttlichen Heiligkeit
Du Sitz der Weisheit
Du Ursache unserer Freude
Du Tempel des Heiligen Geistes

Du Tabernakel der ewigen Herrlichkeit 
Du Wohnung, ganz Gott geweiht 
Du geheimnisvolle Rose 
Du Turm Davids

Du elfenbeinerner Turm
Du goldenes Haus 
Du Arche des Bundes 
Du Pforte des Himmels

Du Morgenstern
Du Heil der Kranken
Du Zuflucht der Sünder 
Du Hilfe der Migranten

Du Trösterin der Betrübten 
Du Hilfe der Christen
Du Königin der Engel 
Du Königin der Patriarchen

Du Königin der Propheten 
Du Königin der Apostel
Du Königin der Märtyrer 
Du Königin der Bekenner

Du Königin der Jungfrauen 
Du Königin aller Heiligen 
Du Königin, ohne Makel der Erbsünde empfangen 
Du Königin, in den Himmel aufgenommen

Du Königin des heiligen Rosenkranzes 
Du Königin der Familien
Du Königin des Friedens
Du königin des Friedens
 
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt,
verschone uns, o Herr.
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt,
erhöre uns, o Herr.
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt,
erbarme dich unser, o Herr.
 
Bitte für uns, o heilige Gottesmutter (Gottesgebährerin). / Auf daß wir würdig werden der Verheißungen Christi.
 
Gütiger Gott,
du hast allen Menschen Maria zur Mutter gegeben; 
höre auf ihre Fürsprache;
nimm von uns die Traurigkeit dieser Zeit, 
dereinst aber gibt uns die ewige Freude. 
Durch Christus, unsern Herrn.
Amen.
 
Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir,
o heilige Gottesgebärerin.
Verschmähe nicht unser Gebet in unseren Nöten,
sondern erlöse uns jederzeit von allen Gefahren,
o du glorreiche und gebenedeite Jungfrau.
 
Quelle: Bistum Augsburg; u. a.