Der 2. Februar ist der 40. Tage nach der Geburt Jesus. Nach Gesetz und Brauch wird das Kind von seinen Eltern in den Tempel gebracht und Gott geweiht das heißt aufgeopfert, dargestellt, Gott geschenkt.
An diesem Tag ist es Brauch, die Kerzen die zum liturgischen Gebrauch verwendet werden zu weihen oder für den persönlichen Gebrauch segnen zu lassen.
Das Kerzenlicht ist ein uraltes Symbol für die Gegenwart des unsichtbaren, lebendigen Gottes. Weiter ist das Abbrennen lassen einer Kerze eine beliebte Opfergabe zu Ehren Gottes.
Das Fest erinnert an die Vorgänge, über die der Evangelist Lukas berichtet - Lk 2,22-39 - berichtet: Nach alttestamentlichen Vorschriften brachte eine Frau 40 Tage nach der Geburt eines Jungen ein Opfer dar. Ein erstgeborener Junge galt als besonderes Eigentum Gottes und musste durch ein Opfer "ausgelöst" werden.
Dieser Vorschrift entsprachen Maria und Josef im Tempel von Jerusalem. Die Erzählung des Lukas berichtet dabei von der Begegnung mit den greisen Simeon und der Prophetin Hanna. Simeon bezeichnet dabei Jesus als „Licht, das die Völker erleuchtet“.
Vor der Liturgiereform von 1969 endete mit diesem Tag der weihnachtliche Festkreis an dem in Kirchen und Privathäusern die Weihnachtskrippen abgebaut wurden.
In den Gottesdiensten ist es aus pastoralen Gründen vielfach Brauch auch den "Blasiussegen" mit 2 gekreuzten brennenden Kerzen zu spenden der seinen Gedenktag am 3. Februar hat.
Gottesdiensttermine 2024
Pater Johannes Paul Chavanne aus dem Stift Heiligenkreuz erklärt das Fest in einem Video (3 Minuten) in der Katechesenreihe "Am Puls des Glaubens".
