6.8. - FEST VERKLÄRUNG DES HERRN


Ein Kilometer südlich der Kirche von Medjugorje, ein Wallfahrtsort in Bosnien-Herzegovina, erhebt sich der Berg Križevac. Auf seinem Gipfel wurde 1933 ein 8,50 Meter hohes Kreuz errichtet, mit der Inschrift: Für Jesus Christus, Erlöser der Menschheit als Zeichen unseres Glaubens, unserer Liebe und Hoffnung und zur Erinnerung an die Passion Jesu vor 1900 Jahren". In den Querbalken des Kreuzes ist eine Reliquie des Kreuzes Jesu - eine Gabe Papst Pius IX. - eingemauert.
Seit 1989 endet immer am 6. August das „Mladi-[Jugend]fest“ in Medjugorje, das eines der größten katholischen Jungendtreffen weltweit ist. Initiator Pater Slavko Barbaric (ofm) erklärte, die Teilnehmenden mögen am Ende des Treffens „verwandelt“ durch Gottes Liebe heimkehren. 
 
Das Fest Verklärung des Herrn (auch Metamorphosis) entstand in Palästina im Zusammenhang mit einer von Kaiserin Helena (4. Jh.) auf dem Berg Tabor gestifteten Kirche. Die liturgische Tradition hat das Fest auf den 6. August gelegt - 40 Tage vor dem Fest Kreuzerhöhung am 14. September. Damit folgt sie der biblischen Chronologie, in der die Verklärung Jesu am Anfang seines Weges nach Jerusalem steht, wo er durch das Leiden des Kreuzes hindurch zur Herrlichkeit der Auferstehung gelangte. So deuten auch die Evangelien die Verklärung als Hinweis auf Jesu Tod und Auferstehung. Lukas berichtet, dass Mose und Elija mit Jesus "von seinem Ende, das sich in Jerusalem erfüllen sollte" (Lk 9,31) sprachen. Den Jüngern soll der Anblick des verklärten Herrn die Zuversicht geben, dass sie in der Stunde seines Leidens nicht an ihm zweifeln. Nach seiner Auferstehung wird er den Jüngern wieder in seinem verklärten Leib erscheinen und wir erwarten seine Wiederkunft am jüngsten Tag. Auch darauf weist die Verklärung hin.
 
Die Verklärung Christi wird von den Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas berichtet (Mt 17, 1–9; Mk 9, 2–10; Lk 9, 28–36). 
 
Im Mittelalter fand das Fest Eingang in die Liturgie der lateinischen Kirche.
1457 wurde es durch Papst Callistus III. nach der Verteidigung Europas gegen die Invasion der Türken bei der Belagerung von Belgrad (1456) in den liturgischen Kalender aufgenommen. 
 
Eröffnungsvers (Mt 17,5)
Aus einer leuchtenden Wolke kam die Stimme des Vaters:
Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe:
Auf ihn sollt ihr hören
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Impuls
Unser Leben ist Wandlung, nichts bleibt wie es ist, (schreibt Rose Ausländer), alles wandelt sich und mich in Christus in seine vollendete Gestalt, wie es der Apostel Paulus im Brief an die Epheser schreibt.