Medjugorje, ein Ort der Gnade.
„Geht nach Medjugorje, denn es ist ein Ort der Gnade.“ (Aldo Cavalli, Apostolischer Administrator für Medjugorje)

Unter dem Titel „Die Königin des Friedens - Note über die geistliche Erfahrung im Zusammenhang mit Medjugorje“ hat Papst Franziskus am 19.9.2024 die Ereignisse von Medjugorje anerkannt (nihil obstat).
Interview von Andrea Tornielli, dem Chefredakteur der vatikanischen Medien mir Erzbischof Aldo Cavalli, Apostolischer Visitator von Medjugorje (15.1.2025)
Am 24. Juni 1981 berichten sechs Kinder / Jugendliche aus Medjugorje, einer Gemeinde in der Herzegowina in Bosnien, dass ihnen Maria, die Mutter Gottes (Gospa) erscheine. Sie berichten von einfachen aber tiefen Begegnung mit der Gospa, der Jungfrau Maria die sich auch als Königin des Friedens bezeichnet zu ihnen spreche: „Betet“, "Kehrt um!", "Öffnet euer Herz für Gott", "Friede, Friede, Friede" ...
Die Erscheinungen dauern für drei, der inzwischen Erwachsenen und Verheirateten Seherinnen und Sehern, noch täglich an. Die Ereignisse haben seit 1981 einen großen Pilgerstrom und unzählige geistliche, caritative und pastorale Früchte für einzelne, Ehepaare, Familien, Gemeinschaften, Gemeinden in der Kirche weltweit ausgelöst. Mehr als eine Million Menschen besuchen jährlich heute Medjugorje.
Verschiedene Prüfungskommissionen haben die Ereignisse und die Seher-Personen wissenschaftlich untersucht. Eine große kirchliche Untersuchungskommission legte 2014 dem Papst einen Bericht vor der daraufhin 2017 einen apostolischen Administrator (Bischof) zur ständigen Präsenz nach Medjugorje entsandte.
Die Kirche und Pfarrei vor Ort hat ein pastorales Programm entwickelt und begleitet die Pilger.
Das Dokument der Anerkennung vom 19.9.2024 trägt den Titel: „Die Königin des Friedens”, Note über die geistliche Erfahrung im Zusammenhang mit Medjugorje“. In dieser Stellungnahme heißt es unter anderem:
Es ist an der Zeit, eine lange und komplexe Geschichte rund um die geist-lichen Phänomene von Medjugorje abzuschließen.
Für die Beurteilung der mit Medjugorje in Verbindung stehenden Ereignisse berücksichtigen wir grundsätzlich das Vorhandensein klar nachgewiesener Früchte und die Analyse der mutmaßlichen Marienbotschaften.
Durch das Nihil obstat in Bezug auf ein geistliches Ereignis sind die Gläubigen berechtigt, ihm in umsichtiger Weise zu folgen. Die Gläubigen sind nicht verpflichtet, daran zu glauben … Durch dieses geistliche Angebot können sie [aber] einen positiven Ansporn für ihr christliches Leben erhalten.
Am Ende des Dokuments formuliert der Papst folgende Gebetsworte:
Königin des Friedens,
bitte für diejenigen, die das geistliche Angebot von Medjugorje in Freiheit annehmen, immer mehr mit Jesus Christus vereint zu leben und in ihm den wahren Frieden des Herzens zu finden.
Dir vertrauen wir auch diese unsere Welt die einem „Dritten Weltkrieg in Stücken“ unterworfen ist an.
Königin des Friedens,
Königin des Friedens,
höre das Flehen, das aus den Herzen der Kinder, der Jugendlichen, der Armen und aller Frauen und Männer guten Willens aufsteigt.
Dank Dir, unsere Mutter!
Mögen wir, den Blick auf dich gerichtet, die du ohne Sünde bist, auch weiter glauben und hoffen, dass die Liebe über den Hass, die Wahrheit über die Lüge, die Vergebung über die Kränkung
und über den Krieg der Frieden siegen wird. Amen.
Erste Stellungnahme des Pfarrers von Medjugorje Pater Zvonimir Pavičićin der Abendmesse am 19.9.2024, an dem Tag an dem das Dikasterium für die Glaubenslehre die Note „Königin des Friedens“ über die spirituelle Erfahrung im Zusammenhang mit Medjugorje veröffentlichte:
Vom Anfang der Erscheinungen an hat sich das Volk Gottes hier in der Kirche versammelt, zum Gebet, zum Rosenkranzgebet, zur Messe, zur Anbetung… So viele Gebete, so viele Schreie zu Gott, so viele Lebensgeschichten... Und Gott hört auf die Schreie seines Volkes... Die Bedeutung des Wortes Eucharistie ist Danksagung, Gott sei Dank, Dankbarkeit...
Heute sind wir dem lieben Gott ganz besonders dankbar für diese wundervolle Nachricht aus dem Vatikan, wir sind Papst Franziskus dankbar, dass er in seinem Herzen diesen kleinen Ort großen Glaubens trägt. Wir sind Gott dankbar, weil er uns immer wieder in seine Nähe ruft und uns nährt mit seinem Wort und dem Leib Christi, wir sind der Mutter Gottes dankbar, der Königin des Friedens, die all das angefangen hat und alles leitet.
Wir sind auch denen dankbar, die vor uns kamen und die ganze Last und Gnade dieser Ereignisse trugen und nun im Himmel mit uns die Eucharistie feiern. Es ist die Eucharistie, die uns verbindet. Wir sind für jeden einzelnen Pilger dankbar, für jedes Zeugnis des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe. Und schließlich sind wir dankbar, dass uns Gott immer, wirklich immer seine Barmherzigkeit zeigt.“