Maria, unsere liebe Frau vom Berge Karmel, 16. Juli
Maria, unsere Liebe Frau vom Berge Karmel (16.7.)
Blume auf Karmels Höh’n,
Weinstock, an Blüten reich,
Zierde des Himmels;
Mutter und Jungfrau gleich,
du einzig Hehre.
Du gute Mutter,
du nur vom Geist erkannt:
uns Karmeliten
reich deine Hand,
o Stern des Meeres.
Weinstock, an Blüten reich,
Zierde des Himmels;
Mutter und Jungfrau gleich,
du einzig Hehre.
Du gute Mutter,
du nur vom Geist erkannt:
uns Karmeliten
reich deine Hand,
o Stern des Meeres.
Reis, das aus Jesse sprosst,
Blüte, die uns erfreut,
steh uns zur Seite
jetzt und in Ewigkeit,
du treue Jungfrau.
O schöne Rose,
die unter Dornen steht.
Urbild der Reinheit,
die nie vergeht,
sei unsre Schutzfrau!
Blüte, die uns erfreut,
steh uns zur Seite
jetzt und in Ewigkeit,
du treue Jungfrau.
O schöne Rose,
die unter Dornen steht.
Urbild der Reinheit,
die nie vergeht,
sei unsre Schutzfrau!
Zuflucht im Erdenstreit,
Festung im Sturmgebraus,
hilf uns im Kampfe.
Breite den Mantel aus
und wehr dem Feinde.
In aller Trübsal
schenke uns Trost und Rat;
führe die Deinen
auf sichrem Pfad,
o kluge Jungfrau.
Festung im Sturmgebraus,
hilf uns im Kampfe.
Breite den Mantel aus
und wehr dem Feinde.
In aller Trübsal
schenke uns Trost und Rat;
führe die Deinen
auf sichrem Pfad,
o kluge Jungfrau.
Mutter und Königin,
Ursprung der Seligkeit,
Zierde des Karmel.
Füll uns das Herz mit Freud
ob deiner Größe.
Des Himmels Pforte
tu uns, o Mutter, auf,
dass deine Brüder
den Erdenlauf
bei Gott vollenden. Amen.
Ursprung der Seligkeit,
Zierde des Karmel.
Füll uns das Herz mit Freud
ob deiner Größe.
Des Himmels Pforte
tu uns, o Mutter, auf,
dass deine Brüder
den Erdenlauf
bei Gott vollenden. Amen.
16. Juli
Das Fest erinnert an die Entstehung des Ordens der Karmeliter auf dem Berg Karmel im Heiligen Land.
Dort haben sich um die Wende vom 12. zum 13. Jahrhundert Einsiedler niedergelassen, die im Andenken an den Propheten Elija und unter dem Schutz Mariens, in der Nachfolge Jesu leben wollten.
Schon bald wurden diese Einsiedler „Brüder Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel“ genannt, ein Name, der ihnen bis heute geblieben ist. Schon bald wurde das Fest zur Gründung gefeiert. Als sichtbares Zeichen für die Verehrung Mariens wurde das Skapulier, ein schürzenähnliches Kleid, das an den Prophetenmantel im Alten Testament bzw. an das Kleid Mariens erinnert (das Taufkleid) und über das Ordensgewand angelegt wird.
Dieses Kleid kann auch durch zwei kleine Tüchlein symbolisiert werden und wie eine Halskette getragen werden (oder durch eine Medaille). Es zeigt an, sich in den Dienst Gottes, wie Maria, und sich unter ihren Schutz (Mantel) zu stellen.
Das „Fest Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel“ am 16. Juli wird auch „Skapulierfest“ genannt. Die Skapulierfrömmigkeit hat ihren Ursprung in einer Vision des Ordensgenerals Simon Stock. Nach der Überlieferung soll er am 16. Juli 1251 die Gottesmutter um Hilfe für den Orden gebeten haben, der sich nach der Übersiedlung nach Europa in einer Existenzkrise befand. Maria sei ihm erschienen, habe ihm ein Skapulier (Schulterkleid, Teil des Ordensgewandes) gezeigt und gesagt: „Dies sei ein Vorrecht für dich und alle Karmeliten; wer darin stirbt, soll nicht im ewigen Feuer leiden.“
Das „Fest Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel“ am 16. Juli wird auch „Skapulierfest“ genannt. Die Skapulierfrömmigkeit hat ihren Ursprung in einer Vision des Ordensgenerals Simon Stock. Nach der Überlieferung soll er am 16. Juli 1251 die Gottesmutter um Hilfe für den Orden gebeten haben, der sich nach der Übersiedlung nach Europa in einer Existenzkrise befand. Maria sei ihm erschienen, habe ihm ein Skapulier (Schulterkleid, Teil des Ordensgewandes) gezeigt und gesagt: „Dies sei ein Vorrecht für dich und alle Karmeliten; wer darin stirbt, soll nicht im ewigen Feuer leiden.“
Maria ist das Vorbild des Menschen, der in der Gemeinschaft mit Gott lebt. Wenn wir sie verehren, dann bekennen wir damit, dass ein Leben in lebendiger Beziehung und Gemeinschaft mit Jesus wie Maria und dem daraus folgenden Einsatz für die Mitmenschen sinnvoll ist.
Gebet
Herr Jesus Christus,
du hast allen, die dich suchen, Maria als Vorbild und Mutter gegeben.
Mit dem Ja-Wort Marias begann dein Erlösungswerk an uns.
Du willst, dass wir, wie Maria, dem Heil aller Menschen dienen.
Mit dem Ja-Wort Marias begann dein Erlösungswerk an uns.
Du willst, dass wir, wie Maria, dem Heil aller Menschen dienen.
oder
Gütiger Gott,
höre auf die Fürsprache der lobwürdigen Jungfrau Maria, der Mutter und Königin des Karmel, und komm uns zu Hilfe mit deiner Gnade. Führe uns unter ihrem Schutz zum Berg der Herrlichkeit, zu Jesus Christus, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. Amen.
1. Lesung
1 Kön 42b-45a
1 Kön 42b-45a
2. Lesung
Gal 4,4-7
Gal 4,4-7
Evangelium
Joh 19,25-27
Joh 19,25-27
Fürbitten
Christus, unser Erlöser, der Erstgeborene unter vielen Schwestern und Brüdern, hat uns Maria zur Mutter gegeben. Heute, am Gedenktag Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel, wollen wir ihn preisen und bitten:
- Lass alle Christen wie Maria dein Wort treu bewahren, damit es immer in uns lebendig bleibt.
- Erweise dich mächtig an den Armen und Kleinen in unserer Welt, so wie du deine demütige Magd erhöht und verherrlicht hast.
- Hilf uns, wie Maria, ja zu sagen zu deinen Plänen mit uns, auch wenn wir sie nicht verstehen.
- Lass uns in besonderer Weise deiner Mutter geweiht und ihrem Dienst treu bleiben, offen für die Erfordernisse unserer Zeit.
Herr Jesus Christus,
vom Kreuz herab hast du uns deine Mutter zur Mutter gegeben. Auf ihre Fürsprache lass uns deine Nähe erfahren und erhöre unsere Bitte, der du lebst und bei uns bist jetzt und in Ewigkeit. Amen.
Zum Nachdenken
Wie gerne hätte ich Priester sein mögen, um über die Allerseligste Jungfrau predigen zu können! Mir scheint, dass ein einziges Mal genügt hätte, um meinem Gedanken in dieser Sache restlos Ausdruck zu verleihen.
Wie gerne hätte ich Priester sein mögen, um über die Allerseligste Jungfrau predigen zu können! Mir scheint, dass ein einziges Mal genügt hätte, um meinem Gedanken in dieser Sache restlos Ausdruck zu verleihen.
Zunächst hätte ich gezeigt, wie wenig das Leben der Gottesmutter überhaupt bekannt ist. Man dürfte von ihr keine unwahrscheinlichen Dinge sagen, die man gar nicht bestimmt weiß: beispielsweise, dass sie als kleines Kind von drei Jahren bereits in den Tempel ging, um sich Gott in glühender Liebe und einem außergewöhnlich großen Seeleneifer aufzuopfern, während sie doch wahrscheinlich nur mitging, um ihren Eltern zu gehorchen. Warum spricht man auch davon, dass nach den prophetischen Worten Simeons im Tempel die Allerseligste Jungfrau die Passion Jesu vor Augen gehabt habe?… „Ein Schwert des Schmerzes wird deine Seele durchbohren.“ Sie sehen wohl, meine Mutter, das ist eine Voraussage für später gewesen….
Damit eine Predigt über die Gottesmutter Frucht bringen soll, muss ihr wirkliches Leben vor Augen gestellt werden, so wie es sich vorstellt. Man errät leicht, dass ihr Leben in Nazareth und auch später ganz einfach verlief… Man ist sich wohl bewusst, dass die Gottesmutter die Königin des Himmels und der Erde ist, aber sie ist „mehr Mutter als Königin“.
Man darf nun nicht hingehen und behaupten (wie ich es öfter hörte), auf Grund der ihr zuteil gewordenen Vorzüge stelle sie alle Heiligen so in den Schatten, wie die Sonne bei ihrem Aufgehen alle Sterne zum Erblassen bringt. Mein Gott, was ist das für eine Auffassung! Eine Mutter, die den Ruhm ihrer Kinder in den Hintergrund drängt! Ich denke genau das Gegenteil. Ich glaube, sie wird den Glanz der Auserwählten noch bedeutend erhöhen. Man kann leicht von ihren Vorzügen sprechen, aber damit darf man sich nicht begnügen. Es muss dafür gesorgt werden, dass sie geliebt wird. (Thérèse von Lisieux)
Quellen:
vgl. Website des Ordens der Karmeliter; 2.bistum-augsburg.de; wikipedia; heiligenlexikon.de; katholisch.de; vaticannews.va; praedica.de; orthopedia.de und andere
