Maria, unsere liebe Frau von den Engeln, 2. August
Maria, unsere liebe Frau von den Engeln (2.8.)

Maria, Königin des Himmels (der Engel), vom Meister der Legende der Hl. Luzia, Niederländische Malerei (1480–1510)
Antiphon
Ave, du Himmelskönigin,
ave, der Engel Herrscherin.
Wurzel, der das Heil entsprossen,
Tür, die uns das Licht erschlossen:
Freu' dich, Jungfrau voll der Ehre,
über allen Sel'gen hehre,
sei gegrüßt, des Himmels Krone,
bitt' für uns bei deinem Sohne.
Titel
ave, der Engel Herrscherin.
Wurzel, der das Heil entsprossen,
Tür, die uns das Licht erschlossen:
Freu' dich, Jungfrau voll der Ehre,
über allen Sel'gen hehre,
sei gegrüßt, des Himmels Krone,
bitt' für uns bei deinem Sohne.
Titel
Unsere Liebe Frau von den Engeln oder Maria, Königin der Engel oder Maria , Königin des Himmels
Gedenktag
2. August
Inhalt
Engel spielen im Leben Mariens (und generell) eine bedeutende Rolle. Ein Erzengel war es, der Maria jene Botschaft brachte, die für sie und uns von entscheidender Bedeutung war und ist.
Ein Engel löste das Bangen Josefs auf über die Schwangerschaft Mariens.
Ein Engel beschützte das Kind vor dem Mordbefehl des Königs Herodes und wies Maria und Josef den Weg auf der Flucht nach Ägypten.
Die christliche Legende [das Wichtige das es zu Verstehen gilt] hat das Leben der Heiligen Familien zu einer Gemeinschaft mit den Engeln gemacht, und das Haus in Nazaret zu einem Ort an dem die Boten Gottes ein- und ausgingen oder auf- und niederstiegen.
Engel sind die Boten des Willens Gottes für uns und alle Geschöpfe. Die wichtigste Botschaft die sie bringen ist: Gott will bei den Menschen sein will, was er durch die Menschwerdung seines Sohnes verwirklichte und in dessen Kirche, dem Leib Christi verwirklicht. Die Menschwerdung ist der Beginn der Erlösung durch den Kreuzestod und die Auferstehung Jesu. „Sind sie [die Engel] nicht alle dienende Geister?!“, lesen wir im Hebräerbrief, „denen zum Dienst bestellt, die das Heil erben sollen?!“ (Heb 1,14)
Es ist der Offenbarung gemäß, sich das Leben Mariens von den Engeln begleitet vorzustellen. Engel sind in ihrem Leben gegenwärtig, wie sie auch Gott uns zum Schutz unseres Glaubens, der Hoffnung und der Liebe sendet.
Als Königin der Engel wird Maria nach urchristlicher Überzeugung in den Anrufungen der Lauretanischen Litanei verehrt.
Gebet
Gott,
Du wolltest den Menschen alles Gute durch Deine allerseligste Mutter zukommen lassen, die Du über die Chöre der Engel erhöht hast:
lass uns, die wir die Erinnerung an die Weihe ihres Heiligtums (in Assisi) heute festlich begehen, auf ihre Bitte hin die Verzeihung unserer Sünden und reiche Gnade erlangen und dereinst die Gemeinschaft der Seligen und die Wonnen des Himmels genießen, durch Christus unseren Herrn. Amen.
Geschichte des Festes
Das Fest ist das Jahrgedächtnis der Einweihung der Portiunkula-Kirche, Portiunkula Lateinisch für „kleiner Flecken Land“ (Italienisch porziuncola), dem volkstümlichen Name der Kapelle und der Basilika Santa Maria degli Angeli in Assisi, drei Kilometer südlich der Stadt.
Zur Zeit von Franz von Assisi befand sich an der Stelle der heutigen Basilika eine kleine Kirche aus dem 6. Jahrhundert, die Franziskus oft aufsuchte und 1211 erwarb.
Die Legende berichtet, dass Franziskus darin den Gesang von Engeln hörte und deshalb dem Kirchlein den Namen „Unsere liebe Frau von den Engeln“ (Maria degli Angeli) gab.
Franziskus renovierte die verfallene Kirche und erbat vom Bischof - nach einer Vision Mariens -, für den Weihetag am 2. August (1216) als Privileg den sogenannten Toties-quoties-Ablass (vollständigen Ablass), der von diesem Kirchlein her auch den Namen Portiunkula-Ablass erhalten hat.
Der Portiunkula-Ablass besagt: jeder Gläubige kann bei jedem Besuch der Portiunkula-Kirche (oder einer Kirche der dieses Privileg gewährt wurde) mit dem andächtige Beten von je fünf Vaterunser, Ave Maria und Ehre sei dem Vater im Gedenken an Jesu Kreuzestod sowie einem Gebet nach der Meinung des Heiligen Vaters und der Feier der Beichte einen vollkommenen Ablass gewinnen.
Vor seinem Tod (1226) bat Franz von Assisi seine Mitbrüder um besondere Sorge für seine Lieblingskirche.
Mit der Verehrung von Maria und der Engel ist auch das Nationalheiligtum der Schweizerischen Eidgenossenschaft, die Klosterkirche Maria Einsiedeln verbunden. Der Überlieferung nach erfolgte die Einweihung der Kirche am 14.9.948 die auf den heiligen Meinrad (gestorben 861) zurückgeht, durch Christus selbst, der dabei von Engeln umgeben war. Dieser Tag wird in Einsiedeln jährlich mit Pilgern aus allen Kantonen der Schweiz festlich begangen.
Quellen
Vgl. u.a. Prof. Dr. Carl Feckes, "So feiert dich die Kirche, Maria im Kranz ihrer Feste“; 2.bistum-augsburg.de; wikipedia; heiligenlexikon.de; katholisch.de; vaticannews.va; praedica.de; orthopedia.de und andere