
Jungfrau Maria und Kind mit einem Rosenkranz, Bartolomé Esteban Murillo (1650)
Namensdeutung
von Rosarium, Rosengarten (lat.)
Namensvarianten
Marie-Rose, Maryrose, Rosario, Rose, Rosina, Rosalia, Rosetta, Rosemarie, Victoria,
Gedenktag
7. Oktober
Geschichte und Bedeutung
Das memorierende Rosenkranzgebet
Die christlichen Asketen in den Wüstengebieten Israels, auf dem Sinai und in Ägypten – die sogenannten „Wüstenväter“ des 3. bis 5. Jahrhunderts – legten als Gebetshilfe für jedes verrichtete Gebet beispielsweise ein Steinchen in einen Korb oder machten einen Knoten in eine Schnur, etwa für die 150 Psalmen.
Daraus entwickelte sich auch die islamische Gebetsschnur für die 99 Anrufungen Gottes. Diese Schnüre, auch Komboskini oder Tchotki genannt und meist mit 100 Knoten versehen, sind in der ostkirchlichen Tradition mit dem sogenannten Jesus- oder Herzensgebet verknüpft. Sie dienen weniger dem Zählen als der inneren Sammlung.
Mit der Ausformung des Stundengebets – des Psalmengebets zu den Tageszeiten in den Klöstern – tauchten Gebetsschnüre mit 150 Knoten auf. An diesen beteten leseunkundige Ordensangehörige statt der Psalmen 150 Vaterunser.
Im Zuge der mittelalterlichen Marienverehrung nahmen diese „Paternoster-Schnüre“ weitgehend schon die heutige Rosenkranzgestalt an: Zwischen den einzelnen Vaterunsern wurde das Ave Maria mit der Betrachtung bestimmter „Geheimnisse“ des Lebens Jesu aus der Sicht Mariens eingefügt.
Ab dem 15. Jahrhundert etablierte sich im deutschsprachigen Raum die Variante mit 15 „Geheimnissen“ zu je zehn Ave Maria, die schließlich vom Konzil von Trient verbindlich bestätigt wurde.
Eine große Bedeutung erhielt das Rosenkranzgebet am 7. Oktober 1571 durch die gelungene Verteidigung Europas gegen die als unbesiegbar geltende osmanische Flotte in der Seeschlacht bei Lepanto im Golf von Patras. Diesen Sieg schrieb Papst Pius V. dem Rosenkranzgebet zu, zu dem er die gesamte Christenheit aufgerufen hatte.
Den Gedenktag „Unserer Lieben Frau vom Sieg“ benannte Papst Gregor XIII. zwei Jahre später in „Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz“ um.
Nach der erneuten Verteidigung Europas bei Peterwardein (80 km nordwestlich von Belgrad) gegen die Osmanen am 5. Oktober 1716 wurde der erste Sonntag im Oktober als Rosenkranzfest in den römischen Kalender aufgenommen.
Den Oktober als Rosenkranzmonat führte Papst Leo XIII. im Jahr 1884 ein.
Papst Johannes Paul II. ergänzte im Jahr 2002 die drei traditionellen Gebetsreihen des freudenreichen, schmerzhaften und glorreichen Rosenkranzes um die Betrachtung der lichtreichen Geheimnisse des Lebens und der Sendung Jesu Christi.
entstand aus vielfältigen Einflüssen – etwa aus dem Gebet der 150 Psalmen, der Aufforderung des heiligen Paulus: „Betet ohne Unterlass!“ (1 Thess 5,17) und anderen geistlichen Quellen.
Die christlichen Asketen in den Wüstengebieten Israels, auf dem Sinai und in Ägypten – die sogenannten „Wüstenväter“ des 3. bis 5. Jahrhunderts – legten als Gebetshilfe für jedes verrichtete Gebet beispielsweise ein Steinchen in einen Korb oder machten einen Knoten in eine Schnur, etwa für die 150 Psalmen.
Daraus entwickelte sich auch die islamische Gebetsschnur für die 99 Anrufungen Gottes. Diese Schnüre, auch Komboskini oder Tchotki genannt und meist mit 100 Knoten versehen, sind in der ostkirchlichen Tradition mit dem sogenannten Jesus- oder Herzensgebet verknüpft. Sie dienen weniger dem Zählen als der inneren Sammlung.
Mit der Ausformung des Stundengebets – des Psalmengebets zu den Tageszeiten in den Klöstern – tauchten Gebetsschnüre mit 150 Knoten auf. An diesen beteten leseunkundige Ordensangehörige statt der Psalmen 150 Vaterunser.
Im Zuge der mittelalterlichen Marienverehrung nahmen diese „Paternoster-Schnüre“ weitgehend schon die heutige Rosenkranzgestalt an: Zwischen den einzelnen Vaterunsern wurde das Ave Maria mit der Betrachtung bestimmter „Geheimnisse“ des Lebens Jesu aus der Sicht Mariens eingefügt.
Ab dem 15. Jahrhundert etablierte sich im deutschsprachigen Raum die Variante mit 15 „Geheimnissen“ zu je zehn Ave Maria, die schließlich vom Konzil von Trient verbindlich bestätigt wurde.
Eine große Bedeutung erhielt das Rosenkranzgebet am 7. Oktober 1571 durch die gelungene Verteidigung Europas gegen die als unbesiegbar geltende osmanische Flotte in der Seeschlacht bei Lepanto im Golf von Patras. Diesen Sieg schrieb Papst Pius V. dem Rosenkranzgebet zu, zu dem er die gesamte Christenheit aufgerufen hatte.
Den Gedenktag „Unserer Lieben Frau vom Sieg“ benannte Papst Gregor XIII. zwei Jahre später in „Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz“ um.
Nach der erneuten Verteidigung Europas bei Peterwardein (80 km nordwestlich von Belgrad) gegen die Osmanen am 5. Oktober 1716 wurde der erste Sonntag im Oktober als Rosenkranzfest in den römischen Kalender aufgenommen.
Den Oktober als Rosenkranzmonat führte Papst Leo XIII. im Jahr 1884 ein.
Papst Johannes Paul II. ergänzte im Jahr 2002 die drei traditionellen Gebetsreihen des freudenreichen, schmerzhaften und glorreichen Rosenkranzes um die Betrachtung der lichtreichen Geheimnisse des Lebens und der Sendung Jesu Christi.
Die Lauretanische Litanei
Herr, erbarme dich.
Christus, erbarme dich.
Herr, erbarme dich.
Christus, erbarme dich.
Herr, erbarme dich.
Christus, höre uns.
Christus, erhöre uns.
Christus, erhöre uns.
Gott Vater im Himmel,
erbarme dich unser.
Gott Sohn, Erlöser der Welt
Gott Heiliger Geist
Heilige Dreifaltigkeit, ein einiger Gott
Heilige Maria, bitte für uns.
Heilige Mutter Gottes
Heilige Jungfrau der Jungfrauen
Mutter Christi
Mutter der Kirche
Mutter der Barmherzigkeit
Mutter der göttlichen Gnade
Mutter der Hoffnung
Du reine Mutter
Du keusche Mutter
Du unversehrte Mutter
Du unbefleckte Mutter
Du liebenswürdige Mutter
Du wunderbare Mutter
Du Mutter des guten Rates
Du Mutter des Schöpfers
Du Mutter des Erlösers
Du Mutter der Barmherzigkeit
Du weise Jungfrau
Du ehrwürdige Jungfrau
Du ehrwürdige Jungfrau
Du lobwürdige Jungfrau
Du mächtige Jungfrau
Du gütige Jungfrau
Du getreue Jungfrau
Du Spiegel der göttlichen Heiligkeit
Du Sitz der Weisheit
Du Ursache unserer Freude
Du Tempel des Heiligen Geistes
Du Sitz der Weisheit
Du Ursache unserer Freude
Du Tempel des Heiligen Geistes
Du Tabernakel der ewigen Herrlichkeit
Du Wohnung, ganz Gott geweiht
Du geheimnisvolle Rose
Du Turm Davids
Du elfenbeinerner Turm
Du goldenes Haus
Du Arche des Bundes
Du Pforte des Himmels
Du Morgenstern
Du Heil der Kranken
Du Zuflucht der Sünder
Du Hilfe der Migranten
Du Trösterin der Betrübten
Du Hilfe der Christen
Du Königin der Engel
Du Königin der Patriarchen
Du Königin der Patriarchen
Du Königin der Propheten
Du Königin der Apostel
Du Königin der Märtyrer
Du Königin der Bekenner
Du Königin der Jungfrauen
Du Königin aller Heiligen
Du Königin, ohne Makel der Erbsünde empfangen
Du Königin, in den Himmel aufgenommen
Du Königin des heiligen Rosenkranzes
Du Königin der Familien
Du Königin des Friedens
Du königin des Friedens
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt,
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt,
verschone uns, o Herr.
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt,
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt,
erhöre uns, o Herr.
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt,
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt,
erbarme dich unser, o Herr.
Bitte für uns, o heilige Gottesmutter (Gottesgebährerin). / Auf daß wir würdig werden der Verheißungen Christi.
Gütiger Gott,
du hast allen Menschen Maria zur Mutter gegeben;
höre auf ihre Fürsprache;
nimm von uns die Traurigkeit dieser Zeit,
dereinst aber gibt uns die ewige Freude.
Durch Christus, unsern Herrn.
Amen.
Bitte für uns, o heilige Gottesmutter (Gottesgebährerin). / Auf daß wir würdig werden der Verheißungen Christi.
Gütiger Gott,
du hast allen Menschen Maria zur Mutter gegeben;
höre auf ihre Fürsprache;
nimm von uns die Traurigkeit dieser Zeit,
dereinst aber gibt uns die ewige Freude.
Durch Christus, unsern Herrn.
Amen.
Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir,
o heilige Gottesgebärerin.
Verschmähe nicht unser Gebet in unseren Nöten,
sondern erlöse uns jederzeit von allen Gefahren,
o du glorreiche und gebenedeite Jungfrau.
o heilige Gottesgebärerin.
Verschmähe nicht unser Gebet in unseren Nöten,
sondern erlöse uns jederzeit von allen Gefahren,
o du glorreiche und gebenedeite Jungfrau.
Quelle: Bistum Augsburg; u. a.