Maria, Mutter des Volkes Gottes

Die Erklärung antwortet auf Anfragen und Vorschläge, die in den letzten Jahrzehnten zu Fragen der Marienverehrung und zu einigen Marientiteln gestellt wurden.

Maria als „mater ecclesiae“ – Mutter der Kirche. Das Original dieses Mosaiks findet sich auf den Petersplatz in Rom. Papst Johannes Paul II ließ es dort anbringen als Dank für den Schutz Mariens bei dem Attentat, das am 13.5.1981 auf ihn verübt wurde.

„Die aus ihrer Mutterschaft herrührende Verehrung Marias wird hier [in dieser Erklärung] als Schatz der Kirche dargestellt. Die Verehrung des gläubigen Volkes Gottes, das in Maria Zuflucht, Kraft, Zärtlichkeit und Hoffnung findet, soll mit diesen Betrachtungen … zur Geltung gebracht, bewundert und gefördert werden, da sie ein … Ausdruck einer evangeliumsgemäßen Haltung des Vertrauens auf den Herrn ist, die der Heilige Geist selbst in den Gläubigen frei hervorruft. Tatsächlich finden die Armen »im Angesicht Marias die Zärtlichkeit und Liebe Gottes. Darin sehen sie die wesentliche Botschaft des Evangeliums widergespiegelt«.[1]
Zugleich gibt es einige mariologische Kreise, Veröffentlichungen, neue marianische Andachtsformen und Anfragen nach marianischen Dogmen, die … eine gewisse dogmatische Entwicklung vorschlagen und sich intensiv über soziale Netzwerke äußern, was bei den ganz einfachen Gläubigen häufig Zweifel hervorruft. Manchmal handelt es sich um Neuinterpretationen von Ausdrücken, die in der Vergangenheit mit unterschiedlichen Bedeutungen verwendet wurden. Das vorliegende Dokument berücksichtigt diese Anregungen, um aufzuzeigen, inwieweit einige von ihnen einer echten, vom Evangelium inspirierten Marienverehrung entsprechen, und inwieweit andere vermieden werden sollten, weil sie einer angemessenen Betrachtung der christlichen Botschaft in ihrer harmonischen Gesamtheit nicht zuträglich sind.
 
Andererseits zeigen verschiedene Passagen dieser Note eine umfangreiche biblische Entwicklung auf, die dazu beiträgt, zu zeigen, wie die authentische Marienverehrung nicht nur in der reichen Tradition der Kirche, sondern bereits in der Heiligen Schrift aufscheint. Diese klare biblische Prägung wird von Texten der Kirchenväter, der Kirchenlehrer und der letzten Päpste begleitet. Auf diese Weise versucht die Note … die Liebe zu Maria und das Vertrauen in ihre mütterliche Fürsprache zu begleiten und zu stärken.“ (Víctor Manuel Kard. Fernández, Präfekt) 👉🏻 das Dokument