Interview mit Papst Leo XIV.
„Ich beabsichtige nicht, die Lehre [der Kirche] zu ändern“.

Im August hat Papst Leo XIV. ein umfassendes Interview mit der US-amerikanischen Vatikankorrespondentin Elise Ann Allen gegeben. Das auf Spanisch erschienene Buch trägt den Titel „Leo XIV.: Bürger der Welt, Missionar des 21. Jahrhunderts“. Darin äußert sich der Papst zu drängenden Fragen unserer Zeit.
Leo XIV. wird die kirchliche Lehre in Bezug auf Sexualität nicht ändern noch die Frauenordination einführen. Frauen sollen aber Führungsrollen in der Kirche übernehmen können.
Mit Blick auf LGBTQ+-Personen erklärte der Papst, dass alle Menschen in die katholische Kirche eingeladen sind, jedoch „nicht wegen einer spezifischen Identität, sondern weil alle Kinder Gottes sind.“ Aber „die Lehre der Kirche wird so bleiben, wie sie ist“. Besonders die traditionelle Familie aus Vater, Mutter und Kindern gelte es in den Fokus zu rücken und zu stärken. „Eine Familie besteht aus Mann und Frau, die im Sakrament der Ehe gesegnet sind“. Die westlichen Gesellschaften sind zu sehr fixiert auf Fragen der sexuellen Identität.
Seine Rolle sieht der Papst darin, Brücken zu bauen und dafür zu sorgen, dass „die Polarisierungen, die es in der Welt und in der Kirche gibt“, nicht noch weiter angeheizt werden.