Marcus und Marcellianus, 18. Juni

Marcus und Marcellianus  (286)


Leben und Legende 
Die Lebensgeschichte der Zwillingsbrüder Marcus und Marcellianus ist eng verknüpft mit dem Leben und der Legende des Heiligen Sebastian. 
Markus und Marcellian waren Söhne des Tranquillinus, eines hoch angesehenen Bürgers von Rom. Während einer Verfolgung der Christen unter Kaiser Diokletian wurden sie wegen ihres Glaubens inhaftiert und zum Tode durch Enthauptung (als römische Bürger) verurteilt.
 
Freunde erwirkten jedoch einen Aufschub der Hinrichtung, damit sie zur Anbetung des Kaisers und der römischen Götter zurückkehren sollten. Tranquillinus und Martia, die Eltern, die von den Frauen der Zwillingsbrüder und deren kleinen Kindern begleitet wurden, versuchten ebenso durch Bitten und Tränen sie zu bewegen dem christlichen Glauben abzuschwören. Der heilige Sebastian, der Offizier der kaiserlichen Leibwache aber, der selbst Christ war, besuchte sie täglich im Gefängnis und ermutigte sie.
Das Ergebnis der Interventionen war die Bekehrung des Vaters, der Mutter und der Ehefrauen, des Gerichtssekretärs Nikostratus und bald darauf auch des Richters Chromatius selbst, zum christlichen Glauben. Chromatius ließ die Zwillingsbrüder frei. Er verzichtete auf sein Richteramt und zog sich auf das Land zurück.
 
Marcus und Marcellian wurden erneut verhaftet und von einen neuen Richter verurteilt, an zwei Säulen gefesselt und mit den Füßen daran genagelt zu werden. In dieser Haltung blieben sie einen Tag und eine Nacht und wurden am nächsten Tag mit Lanzen durchbohrt. Ihr Märtyrertod ereignete sich im Jahr 286.
 
Verehrung 
Die Leichen von Marcus und Marcellianus sowie die ihres Vaters, des Heiligen Tranquillinus, wurden wahrscheinlich im neunten Jahrhundert in die Kirche der Heiligen Cosmas und Damian gebracht. Dort wurden sie 1583 während der Regierungszeit von Papst Gregor XIII. wiederentdeckt. Die Reliquien befinden sich heute in einem Grab neben dem Märtyrerpapst Felix II.
 
Sie werden besonders in Spanien verehrt, wo die Stadt Badajoz durch ihre Fürsprache vor der Zerstörung bewahrt wurde.

Quellen:
vgl. 2.bistum-augsburg.de; wikipedia; heiligenlexikon.de; katholisch.de; vaticannews.va; praedica.de; orthopedia.de und andere
 
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