Edeltraud, 23. Juni

Edeltraud (635-679) • verehrte Heilige in England. 


In der Nacht stand sie häufig auf und versenkte sich ins Gebet. Auch half sie Leidenden aller Art, denn Gott hatte sie durch die Gnade der Wundergabe ausgezeichnet.
 
Namensvarianten:
Adeltraud, Audrey, Ediltrude, Ely 
 
Namensdeutung:
edle Kraft (althochdeutsch)

Gedenktag:
23. Juni

Lebensdaten
Geboren 635 in Exning (20 km östlich von Cambridge - England), gestorben am 23. Juni 679 in Ely (30 km nordöstlich von Cambridge)

Lebensgeschichte
Edeltraud war die Tochter des Königs Ana von Ostanglien. I
hre heiligmäßig verehrten Schwestern waren Sexburga, Withburga und Ethelburga.

Edeltraud wurde als Kind mit dem Fürsten Tonbert verheiratet. Tonbert, der jung verstarb, übertrug ihr ein Stück Land in einem Sumpfgebiet das als "Insel Ely" bekannt ist.
 
Edeltraud vollzog die Ehe nicht und blieb Jungfrau. Nach dem Tod von Tonbert zog sie sich auf die Insel Ely zurück, um ein Leben als Einsiedlerin zu führen. Doch ihr Vater zwang sie aus politischen Gründen zu einer neuen Ehe mit König Egfried von Northumbrien. Als Egfried entgegen der Vereinbarung den Vollzug der Ehe forderte, verließ sie ihn und wurde durch Bischof Wilfrith von York Nonne im Kloster Coldingham. 673 gründete sie auf Ely ein Doppel-Kloster, dessen erste Äbtissin sie wurde und das großen Einfluss gewann. 
Edeltraud starb am 23. Juni 679.
 
Verehrung
Edeltraud wurde in einem antiken Steinsarkophag beigesetzt. Als man das Grab nach 16 Jahren öffnete, war ihr Leib unversehrt. Bis zur Reformation war ihr Grab ein beliebter Wallfahrtsort. Sie wird auch in der Kirchengeschichte von Beda Venerabilis erwähnt und ist bis heute in England sehr verehrt.
 
Verehrung
Ihre Schwester und Nachfolgerin als Äbtissin ließ 695 ihren unverwesten Leichnam erheben. Ihr Grab war bis zur Reformationszeit ein vielbesuchter Wallfahrtsort, an dem Blinde ihr Augenlicht wiedererlangten.
Ihr Patronat gegen Halsleiden geht auf ihr eigenes Halsgeschwür (vielleicht ein Kropf) zurück. 

Gebet
Gott, du erhabener Schöpfer aller Dinge, der du uns das Zeugnis deiner Dienerin Edeltraud geschenkt hast: wir bitten dich, dass wir durch ihre Fürbitte die Versuchungen überwinden und zu dir, dem höchsten Gute, der du das wahre Licht, der Weg und die Güte bist gelangen. Amen.
 
Darstellung
als Äbtissin mit Jesuskind, Blütenzweig, Quelle, Teufel oder Buch
 
Quellen
vgl. Kathpedia, Wikipedia, Bistum Augsburg, Traunsteiner Tagblatt