Johannes der Täufer, 24. Juni
Geboren 5 v. Chr.; gestorben um 30 n. Chr. in Machaerus • Prophet, Vorläufer Jesu.
Jesus über Johannes den Täufer: “Amen, ich sage euch: Unter den von einer Frau Geborenen ist kein Größerer aufgetreten als Johannes der Täufer; doch der Kleinste im Himmelreich ist größer als er.“ (Mt 11,11)
Prophet
Namensdeutung:
Namensdeutung:
Gott ist gnädig (hebr.)
Namensvarianten:
Johann, Jan, Jean, Juan, Giovanni, Janis, Hannes, Hans, Yannik
Gedenktag:
24. Juni (9 Monate vor der Geburt Jesu)
Lebensdaten:
geboren am 24. Juni 4 v. Chr. in EinKerem bei Jerusalem, gestorben am 29. August 28 in Jerusalem.
Lebensgeschichte:
Johannes war um sechs Monate älter als Jesus, mit dem er über seine Mutter Elisabeth verwandt ist. Durch seinen Vater Zacharias gehört er zur Priesterschaft des Stammes Levi und wurde in einer Stadt im Bergland von Judäa geboren, der Überlieferung nach genauer im heutigen EinKerem bei Jerusalem.
Jesus bezeichnet ihn als den größten Propheten unter allen Menschen doch der/die Kleinste im Himmelreich ist größer als er.“ (Mt 11,11)
Johannes lebte in der Wüste, bis er den Auftrag erhielt, in Israel aufzutreten. Er rief zur Umkehr auf, taufte im Jordan zur Vergebung der Sünden und kündigte den Messias, den Christus an. Auch Jesus ließ sich von ihm taufen, wobei ihn Johannes erkannte und als das Lamm Gottes bezeichnete, das die Sünde der Welt hinwegnimmt. Darauf folgten Andreas, der Bruder des Petrus, und ein anderer Jünger Jesus nach.
König Herodes Antipas ließ Johannes einkerkern, nachdem dieser ihn wegen der Eheschließung mit seiner Schwägerin Herodias öffentlich getadelt hatte. Herodias wiederum stachelte ihre Tochter Salome an, vom König den Kopf des Täufers zu verlangen, und dieser ließ ihn schließlich enthaupten.
Verehrung/Brauchtum:
Außer Jesus und Maria ist Johannes der einzige im Heiligenkalender, dessen Geburtstag gefeiert wird weil er noch vor seiner Geburt durch den Besuch Mariens von Jesus im Schoß seiner Mutter Elisabeth geheiligt wurde; üblich ist das Gedenken am Todestag als „Geburtstag für den Himmel“.
Einer Legende nach wurde Johannes von Andreas in Samaria beim heutigen Nablus begraben. Die Hauptreliquie zu verwahren beanspruchen die Kirche San Silvestro in Capite in Rom, die Kathedrale von Amiens und die Umayyaden-Moschee in Damaskus.
Der Geburtstag Johannes’ des Täufers drei Monate nach Mariä Verkündigung und sechs Monate vor Weihnachten wird spätestens seit dem 4. Jahrhundert gefeiert, und Johannes gehört ohnehin zu den meistverehrten Heiligen mit zahllosen Patronaten. Das Brauchtum um den 24. Juni geht allerdings auf die Sommersonnwende zurück, die schon vorchristliche Kulturen mit Feuern und Erntefesten feierten.
Darstellung:
im Fellgewand, mit Spruchband „Ecce Agnus Dei – Seht, das Lamm Gottes“, mit Lamm, Kreuzstab, bei der Taufe Jesu, enthauptet mit dem Kopf auf einer Schale
Patron:
von Malta und Jordanien, Burgund, Florenz, Amiens, der Karmeliten und Malteser
Leben
Bei der Darstellung der Lebensdaten von Johannes dem Täufer muss man den Kontext und die Aussageabsicht beachten:
- In der Darstellung im Markusevangeliums erscheint Johannes als Vorläufer und Wegbereiter Jesu (Mk. 1,2-15)
- In der sogenannten Logienquelle Q (Q 3, 7–9) überwiegen wort- und bildgewaltige Drohpredigten, die das nahe Gottesgericht ankündigen (Mt. 3, 7-10) par (Lk. 3, 7-9) sowie (Mt. 3,11) par (Lk. 3, 16) Johannes erscheint hier vor allem als Bußprediger.
- Im Lukasevangelium stellt die Kindheitsgeschichte (Lk. 1,5-2,29) eine Parallele zwischen Johannes und Jesus her.
- Im Johannesevangelium wird Johannes hauptsächlich als Zeuge für Jesus beschrieben, im Prolog (Joh. 1,7-18) und Joh. 1,19-36.
Gebet
Gott,
du hast den heiligen Johannes den Täufer berufen,
das Volk des Alten Bundes
Christus, seinem Erlöser, entgegenzuführen.
Schenke deiner Kirche die Freude im Heiligen Geist
und führe alle, die an dich glauben,
auf dem Weg des Heiles und des Friedens.
Darum bitten wir durch Jesus Christus unseren Herrn.
du hast den heiligen Johannes den Täufer berufen,
das Volk des Alten Bundes
Christus, seinem Erlöser, entgegenzuführen.
Schenke deiner Kirche die Freude im Heiligen Geist
und führe alle, die an dich glauben,
auf dem Weg des Heiles und des Friedens.
Darum bitten wir durch Jesus Christus unseren Herrn.
