Kateri Tekakwitha, 17. April
Kateri Tekakwitha (1656–1680) war die erste indigene Frau Nordamerikas, die heiliggesprochen wurde. Sie ist bekannt als die „Lilie der Mohawks“ und gilt als Patronin der ökologischen Gerechtigkeit, der indigenen Völker und der Versöhnung.
„Ich liebe dich, Jesus.“ (Ihre letzten Worte vor dem Tod)
„Ich bin nicht mehr mein eigen, ich habe mich Jesus Christus geweiht.“
„Wer wird mir zeigen, was Gott gefällt, damit ich es tue?“
Kateri = die Reine (griech.) vgl. Katharina, Kathrin, Katja, Karin, Karina, Catherine
Tekakwitha = die gegen Dinge stößt (Kateri war durch eine Pockenerkrankung sehr stark sehbehindert)
Gedenktag
17. April (Sterbetag); 14. Juli in Nordamerika
Lebensdaten
Geboren 1656 in Ossernenon bei New York; gestorben am 17. April 1680 in Sault-St-Louis, heute Kahnawake südlich von Québec
Bedeutung
Brücke zwischen den Kulturen der indigenen Völker Amerikas:
Kateri war Tochter einer christlichen Algonkin Indigenen und eines Mohawk-Häuptlings. Sie verkörpert die Versöhnung zwischen indigenem Erbe und christlichem Glauben.
Kateri ist Zeugin eines konsequenten Glaubens: Mit 20 ließ sie sich taufen, lebte in Keuschheit und zog sich in ein christliches Mohawk-Dorf zurück, um ein Leben in Gebet, Askese und Nächstenliebe zu führen. Sie ist Symbol für Reinheit und Mut, für Menschen, die verspottet oder ausgeschlossen werden wegen ihres Glaubens. Trotz Ausgrenzung durch ihr Umfeld wegen ihres Aussehens und Glaubens blieb sie standhaft.
Kateri ist Zeugin eines konsequenten Glaubens: Mit 20 ließ sie sich taufen, lebte in Keuschheit und zog sich in ein christliches Mohawk-Dorf zurück, um ein Leben in Gebet, Askese und Nächstenliebe zu führen. Sie ist Symbol für Reinheit und Mut, für Menschen, die verspottet oder ausgeschlossen werden wegen ihres Glaubens. Trotz Ausgrenzung durch ihr Umfeld wegen ihres Aussehens und Glaubens blieb sie standhaft.
Kateri ist auch Vorbild ökologischer Spiritualität und ökologischer Gerechtigkeit:
Ihre tiefe Naturverbundenheit, kombiniert mit christlicher Spiritualität, macht sie zur Patronin ökologischer Anliegen.
Ihre tiefe Naturverbundenheit, kombiniert mit christlicher Spiritualität, macht sie zur Patronin ökologischer Anliegen.
Lebensgeschichte
Kateri Tekakwita wurde in Ossernenon einem Dorf der Mohawak Indianer im Nordosten des heutigen Bundesstaates New York geboren. Ihre Mutter war eine Algonkin die von Mohawks geraubt und einem Mohawk-Häuptling zur Frau gegeben worden war. Ihre Eltern starben 1660 an einer Pockenepidemie, sie selbst erblindete fast, deshalb wurde sie Tekakwitha genannt d.h. „die gegen Dinge stößt,“ und ihr Gesicht wurde durch Pockennarben entstellt.
Sie wuchs bei einem Onkel, einem Mohawkhäuptling auf, der den Kontakt seines Stammes zu den französischen Jesuitenmissionaren zu unterbinden suchte.
Kateri war trotz ihrer Beeinträchtigungen als fleißige und geschickte Arbeiterin bekannt. Sie weigerte sich zwangsverheiratet zu werden. Als ihre Adoptiveltern ihr einen Bewerber vorschlugen, lehnte sie den Antrag ab. Sie bestraften sie, indem sie ihr mehr Arbeit gaben, aber sie gab nicht nach.
An Ostern 1676 empfing sie mit 19 Jahren die Taufe und legte ein Keuschheitsgelübde ab um nur Jesus verbunden zu sein zum Unmut ihrer Angehörigen, die sie misshandelten und schließlich ächteten.
Einige ihrer Nachbarn verbreiteten Gerüchte über Zauberei. Um der Verfolgung zu entgehen, fand sie Zuflucht in der Missionsstation von Sault-St-Louis südlich des heutigen Montreal.
Kateri war sehr fromm besonders in der Betrachtung des Leidens Jesu. Sie betete inständig für die Bekehrung des Volkes der Mohawks unter denen sie leben musste. Laut den Jesuitenmissionaren die die Gemeinde betreuten, fastete Kateri oft und führte ein asketisches Leben was unter den Mohawks anerkannt war.
Kateri war für ihre Frömmigkeit und ihren unerschütterlichen Glauben bekannt, von ihrer körperlichen Konstitution her aber kränklich. Die Praxis ihrer Askese war dabei ihrer Gesundheit nicht förderlich.
Kateri war für ihre Frömmigkeit und ihren unerschütterlichen Glauben bekannt, von ihrer körperlichen Konstitution her aber kränklich. Die Praxis ihrer Askese war dabei ihrer Gesundheit nicht förderlich.
Fünf Jahre nach ihrer Taufe wurde sie so schwer krank, dass sie im Alter von 24 Jahren am 17. April 1680 starb.
Ihr Taufname Kateri ist die Mohawk-Form von Katharina, den sie von der Heiligen Katharina von Siena übernahm.
Verehrung
Die „Lilie der Mohawks“ wurde 1980 von Johannes-Paul II. selig- und 2012 unter großer Anteilnahme der Indigenen Bevölkerung von Papst Benedikt XVI. heiliggesprochen.
Kateri Tekakwitha ist die erste heiliggesprochen Ureinwohnerin, Indigene Nordamerikas.
Sie wird als Patronin für Umwelt und Ökologie, für Menschen die im Exil leben müssen und der amerikanischen Ureinwohner verehrt.
Video (3:25’, Englisch)
Quellen:
vgl. 2.bistum-augsburg.de; wikipedia; heiligenlexikon.de; katholisch.de; vaticannews.va; praedica.de; orthopedia.de und andere
