Pantaleon, 27. Juli


 „Lieber sollen meine Hände verdorren, als dass ich sie zum Schwur der heidnischen Götter erhebe.“
 
„Was nützt alle medizinische Kunst der Heilung, wenn man nicht die Kunst der Erlösung kennt?“
 
Heiliger Pantaleon,
du hast Menschen geholfen,
als Arzt mit großem Erbarmen und Glauben.
Du warst für andere da – selbst als es für dich gefährlich wurde.
Hilf allen,
die krank sind, Schmerzen haben oder Angst.
Sei bei den Menschen, die leiden – körperlich oder seelisch.
Gib mir Mut, Kraft und Geduld.
Zeig mir, dass Gott auch in schweren Zeiten da ist - Jesus am Kreuz.
Hilf mir, nicht aufzugeben. 
Schenke mir Vertrauen in den wahren Arzt und Erlöser - Christus - wie du es hattest. Amen
 
Märtyrer, Vierzehnnothelfer

Namensbedeutung
ganz Löwe, Allerbarmer (griech.)

Namensvarianten
Pantaleo, Pantaleimon, Pantoleon, Pentele

Gedenktag
27. Juli

Lebensdaten
geboren in Nikomedien (heute İzmit, Türkei), gestorben am 27. Juli 305 in Byzanz (heute Istanbul Türkei)
 
Lebensgeschichte und Legende: Pantaleon besaß schon als Kind die Gabe der Heilung. Er wurde vom kaiserlichen Leibarzt Euphrosynus ausgebildet und vom Priester Hermolaus im Glauben unterwiesen und wurde Leibarzt des Kaisers Maximian. Weil er seine Heilkunst unentgeltlich ausübte, wurde er von neidischen Kollegen als Christ denunziert. Einer Überlieferung nach zog es der Kaiser aus Freundschaft vor, abzudanken, statt Pantaleon foltern und hinrichten zu lassen – das übernahm sein Nachfolger Galerius.  Pantaleon wurde aufs grausamste gefoltert, bis man ihn schließlich mit den Händen auf dem Kopf an einen Baum nagelte und enthauptete. Weil er im Sterben noch um Vergebung für seine Peiniger betete, erhielt er im Martyrium den Namen Panteleimon – Allerbarmer. Als aus seiner Wunde Milch statt Blut floss, und der Baum voller Früchte hing, bekehrten sich seine Henker.
 
Verehrung/Brauchtum
Pantaleons Verehrung setzte im ostkirchlichen Raum bereits im 4. Jahrhundert ein und langte Anfang des 8. Jahrhunderts in Rom an.
Die größte Verehrung erfuhr er in Köln, wo 866 die Kirche St. Pantaleon geweiht wurde.
Die griechische Kaisertochter Theophanu, die Gattin Kaiser Ottos II., sowie Erzbischof Brun förderten um 950 die Kirche sowie ein dazugehöriges Kloster und fanden in der Krypta der Pantaleonskirche ihr Grab.
Anfang des 13. Jahrhunderts gehörte Pantaleon bereits zu den 14 Nothelfern.
 
Pantaleon-Ampullen, deren Inhalt sich von Blut in Milch verwandelt, gibt es in Venedig, Rom, Paris, Neapel, Bari und Madrid.
Seit dem 17. Jahrhundert findet in Oberrotweil am Kaiserstuhl eine Pferdeprozession zu seinen Ehren statt.
 
Darstellung
mit auf dem Kopf angenagelten Händen, oder mit Salbenbüchse und Skalpen. 
 
Patron
Nothelfer, Stadtpatron von Köln und Patron der Ärzte, Ammen und Hebammen, Helfer gegen Kopfschmerzen, Erschöpfung und Verlassenheit, gegen Heuschreckenplage und Viehkrankheiten
 
(Quelle vgl. Bistum Augsburg)