Klara, 11. August


Ordensgründerin

Namensdeutung
die Leuchtende (lat.)

Namensvarianten
Chiara, Clarissa, Claire, Klarine, Klaartje, Klárika

Gedenktag
11. August
 
Lied 
  1. Klarer Spiegel der Erlösung,
    sonnenheller Hoffnungsglanz,
    Ruf an Reiche zur Genesung,
    Ruf an Traurige zum Tanz,
    Schwester Klara, Himmelsfreude,
    prächtig ohne Samt und Seide,
    hilf, dass Gott nach deinem Bild
    unsre Hände leert und füllt.

  2. Klare Sicht für Menschennöte,
    weites Herz und kluges Wort,
    Saat der Wunder und Gebete,
    reich an Frucht, die nicht verdorrt,
    Schwester Klara, Glück der Armen,
    Quell von Güte und Erbarmen,
    hilf, dass Gott nach deinem Bild
    unsern Hunger weckt und stillt.

  3. Treue Freundin aller Jünger,
    mit Franziskus eins im Geist,
    in der Wirksamkeit geringer,
    gleich im Lied, das Christus preist,
    Schwester Klara, groß im Leiden,
    fröhlich, tapfer und bescheiden,
    hilf, dass Gott auch uns umfängt,
    wenn uns letzte Not bedrängt.
© Peter Gerloff, Melodie „Alles meinem Gott zu Ehren“

Lebensdaten
geboren 1194 in Assisi, gestorben am 11. August 1253 in San Damiano bei Assisi

Lebensgeschichte
Chiara Scifi war von adligem Stand und hatte eine hervorragende Ausbildung genossen, doch statt sich von ihren Eltern standesgemäß verheiraten zu lassen, wollte sie lieber ihrem Landsmann Franz von Assisi in der radikalen Armut Jesu nachfolgen.
 
In der Nacht zum Palmsonntag 1212 verließ sie mit Hilfe von Franziskus und seinen Gefährten heimlich ihr Elternhaus für das kleine Kloster Portiunkula, in dem die Minderbrüder lebten, ließ sich die Haare abschneiden, mit der schlichten Kutte bekleiden und legte feierlich die Gelübde von Armut, Keuschheit und Gehorsam ab. Auf die Frage seiner Mitbrüder, was sie denn mit Klara anfangen sollten, soll Franziskus geantwortet haben: „Was soll mit Bruder Klara sein?“
 
Klara hatte noch einige Auseinandersetzungen mit ihrer Familie, als auch ihre Schwester Agnes es ihr nachfolgte. Franziskus brachte sie zunächst in Benediktinerinnenklöstern unter, um sie vor den Heimholungsversuchen des Vaters zu bewahren.
 
1215 konnte sich Chiara mit einigen Gefährtinnen bei der kleinen, abgelegenen Kirche San Damiano ansiedeln und gründete die Gemeinschaft der Armen Frauen von San Damiano, später Klarissen genannt, der sich am Ende auch ihre Mutter und weitere Verwandte anschlossen.
 
Ab 1224 war Klara ständig krank, doch energisch genug, um die Ausbreitung ihres Ordens zu leiten und nacheinander mehrere Ordensregeln zu verwerfen, weil diese nicht die Zugehörigkeit zur Bewegung von Franziskus berücksichtigten und die Armutsverpflichtung nicht festhielten. Schließlich schrieb sie ab 1247 selber und als erste Frau überhaupt eine Ordensregel, die Papst Innozenz IV. zwei Tage vor ihrem Tod am 11. August 1253 anerkannte.
 
Verehrung
Klara wurde bereits zwei Jahre nach ihrem Tod von Papst Alexander IV. heiliggesprochen und ruht unversehrt in der Krypta der Kirche Santa Chiara in Assisi.
 
Durch das in Assisi geweihte Klarawasser erhoffen Augenleidende, Heilung zu erlangen.
 
Papst Pius XII. erklärte sie 1958 zur Patronin des Fernsehens, weil sie der Legende nach die Weihnachtsmesse 1252 wie in einer Liveübertragung von ihrer Zelle aus hatte mitverfolgen können.
 
Darstellung
im Ordensgewand mit Regelbuch, Monstranz, Kreuz, Ziborium oder Lilie
 
Patronin
von Assisi, der Klarissen
 
(Quelle vgl. Bistum Augsburg)

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