Sabina, 29. August

Hl. Sabina von Antonio Vivarini (1443), Kirche San Zaccaria Venedig
Bekehrte, Märtyrerin
 
Wo die katholische Religion gelebt wird, hört überall die Sklaverei auf, welche die Menschen am unwürdigsten behandelt.
 
Niemand möge seinen Nächsten gering schätzen oder verachten, noch weniger aber unterdrücken! Und wenn, es verschiedene Stände gibt, Hohe und Niedere aber vom christlichen Geiste durchdrungen, dann verschwinden die Härten. 
 
Namensbedeutung
die Sabinerin (lat.)

Namensvarianten
Sabrina, Safina, Bine

Gedenktag
29. August

Lebensdaten
geboren in Vindena (Umbrien, Italien), gestorben 125 in Rom
 
Lebensgeschichte
Sabina war eine vermögende Witwe. Sie war verheiratet mit dem Senator Valentino. Unter dem Einfluss ihrer syrischen Sklavin Serapia (oder Seraphina) bekehrte sie sich zum Glauben an Jesus Christus und wurde heimlich Christin. 

Gemeinsam stiegen sie nachts in die Katakomben, wo sich zu jener Zeit die Christen versammelten, um sich vor Verfolgungen in Sicherheit zu bringen.
 
Sabina behandelte nun ihre Untergebenen mit Milde und liebte ihre ehemalige Sklavin wie eine leibliche Schwester. Mit ihr besuchte sie die Armen und Kranken und spendete auch durch ihre Hand reiche Gaben.
 
Das zweite Jahrhundert nach Christus war eine besonders blutige Zeit für die frühen christlichen Gemeinden, die wiederholt Angriffe und Gewalt erlebten. Als Serapia unter Kaiser Hadrian gefangen und zu Tode gefoltert wird, tritt Sabina an die Öffentlichkeit. Sie wird von den Präfekten Elpidio gebracht, der sie zum Abschwören ihres Glaubens an Jesus Christus bringen will. Sabina lehnt ab. Sie wird zum Tod durch Enthauptung verurteilt und erleidet das Martyrium um das Jahr 120 durch Enthauptung.
 
Verehrung
Die Reliquien beider Märtyrerinnen befinden sich in der römischen Basilika Santa Sabina, die zwischen 422 und 432 von Petrus dem Illyrer auf den Resten eines antiken Gebäudes gegründet wurde.
 
Die Kirche auf dem Aventinhügel ist die erste Fastenstation: Hier spenden und empfangen die Päpste am Aschermittwoch das Aschenkreuz und sprechen die Fastenpredigt.
 
Der Heilige Dominikus gründete in Santa Sabina im Jahr 1219 den Dominikanerorden. Auch einer der berühmtesten Söhne des Ordens, Thomas von Aquin, lehrte in diesem Kloster.
 
die Basilika Santa Sabina all’Aventino erbaut, eine der wichtigsten Titelkirchen Roms.
 
Sabina gilt als eine der großen Märtyrinnen Roms, sie ist die Schutzpatroninvon Rom, der Hausfrauen und Kinder.
 
Darstellung
Die früheste bekannte Darstellung der heiligen Sabina stammt aus dem 6. Jahrhundert in Ravenna. Seither wird diese Märtyrerin stets mit Buch, Palmzweig und Krone dargestellt.
 
Patronin
von Rom
 
Quelle

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