
Heiliger Hilarius von Poitiers, Vision der Dreifaltigkeit; Fresko von Jacques Courtois (Giacomo Borgognone, 1621–1676) in der Lateran Basilika Rom.
Eine der großen Bischofsgestalten des 4. Jahrhunderts wie Athanasius von Alexandria, Basilius der Große, Gregor von Nazianz, Ambrosius von Mailand, Johannes Chrysostomos.
In der Auseinandersetzung mit den Arianern, die Jesus, den Sohn Gottes, nur als Geschöpf betrachten, hat Hilarius sein ganzes Leben der Darlegung des Glaubens an die Gottheit Jesu Christi gewidmet, Sohn Gottes und Gott wie der Vater, der ihn von Ewigkeit her gezeugt hat.
In der Auseinandersetzung mit den Arianern, die Jesus, den Sohn Gottes, nur als Geschöpf betrachten, hat Hilarius sein ganzes Leben der Darlegung des Glaubens an die Gottheit Jesu Christi gewidmet, Sohn Gottes und Gott wie der Vater, der ihn von Ewigkeit her gezeugt hat.
“Herr, laß mich immer dem treu bleiben, was ich im Glaubensbekenntnis meiner Wiedergeburt bekannt habe, als ich getauft worden bin im Vater, im Sohn und im Heiligen Geist. Laß mich dich, unseren Vater, immer anbeten und zusammen mit dir deinen Sohn; laß mich deines Heiligen Geistes wert sein, der aus dir hervorgeht durch deinen Eingeborenen… Amen“ (Hilarius in De Trinitate 12,57).
Bischof, Kirchenlehrer
Namensbedeutung
der Heitere, Fröhliche (lat.)
Namensvarianten
Ilario, Hilaire
Gedenktag
13. Januar
Lebensdaten
Geboren um 310 in Portiers, begraben am 13. Januar 367 in Portiers (100 km südwestlich von Tours, Frankreich)
Lebensgeschichte:
Hilarius ist 30 Jahre vor Ambrosius von Mailand geboren. Er entstammt einer wohlhabenden gallo-römischen Familie und schlägt nach einer Ausbildung in Philosophie und Rhetorik die Beamtenlaufbahn im römischen Reich ein.
Seine Wahrheitssuche und das Studium der Heiligen Schrift führen ihn zur Anerkennung des dreifaltigen Schöpfergottes und seines menschgewordenen Sohnes.
345 lässt er sich zusammen mit seiner Tochter Arba taufen. Keine zehn Jahre später wählt ihn die christliche Gemeinde von Poitiers zu ihrem Bischof.
Seine ganze Amtszeit hindurch muss er sich vor allem mit dem Arianismus auseinandersetzen, der Irrlehre, Jesus sei nicht Gott sondern nur ein Geschöpf, die sich mit auch mit Hilfe der römischen Kaiser über das ganze Reich verbreitet hat. 356 wird er von Kaiser Constantinus II. nach Phrygien verbannt. Für seine Mitbrüder in Gallien überträgt er dort die rechtgläubigen Synodenbeschlüsse (So die Beschlüsse des Konzils von Nicäa) der orientalischen Kirchen aus der griechischen Sprache ins Lateinische, womit er nach seiner Rückkehr nach Poitiers, nach dem Tod des Kaisers, im Westen eine Wende herbeiführen kann, welche die Irrlehre zu überwinden hilft.
Aus dem gemeinsamen Leben mit seinen Mitbrüdern und mit Unterstützung des zukünftigen Bischof von Tours - dem heiligen Martin, den er vielleicht getauft hat -, entstand in Ligugé (10 km südlich von Portiers) eine erste klösterliche Gemeinschaft in Gallien.
Hilarius gilt als erster Dichter von Hymnen in der Kirche des Westens. Ihm wird das wohl älteste Weihnachtslied zugeschrieben ,,Jesus refulsit omnium pius redemptor gentium“ (Jesus erstrahlt hell als Erlöser aller Völker). In einem Hymnus zum Morgenlob preist er Christus als Licht vor dem die aufgehende Sonne verblasst angesichts des Lichtes Gottes das sich als Gnade in die Herzen ergießt und den Menschen verändert. Auch das Gloria soll von ihm stammen oder zumindest die lateinische Übersetzung.
Hilarius starb anfangs des Jahres 367 und wurde am 13. Januar beigesetzt.
Zitate
»Gott vermag weder, etwas anderes als Liebe, noch etwas anderes als Vater zu sein. Wer liebt, neidet nicht, und wer Vater ist, der ist es in seiner Ganzheit. Dieser Name duldet keine Kompromisse, so als wäre Gott in gewisser Hinsicht Vater und in anderer nicht«.
Deshalb ist der Sohn ganz Gott, ohne jeden Mangel oder irgendeine Verkürzung: »Wer vom Vollkommenen kommt, ist vollkommen, denn wer alles hat, der hat ihm alles gegeben«. Nur in Jesus Christus, Gottessohn und Menschensohn, findet die Menschheit Heil. Indem er die menschliche Natur angenommen hat, hat er jeden Menschen mit sich vereinigt, »ist er unser aller Fleisch geworden« (Tractatus in Psalmos 54,9). »Er hat in sich das Wesen jedes Fleisches aufgenommen und ist durch es der wahre Weinstock geworden und trägt in sich die Wurzel jedes Schößlings«. Gerade deshalb ist der Weg zu Christus für alle offen – denn er hat alle in sein Menschsein hineingezogen –, auch wenn immer die persönliche Umkehr geboten ist.
Verehrung
Hilarius wurde in den Kirchen des Ostens schon immer als Kirchenlehrer verehrt.
Der heilige Fridolin von Säckingen, der 200 Jahre später zunächst in Poitiers als Glaubensbote wirkt, erhob die Gebeine des Heiligen und erbaute zu seiner Ehre eine Kirche in Portiers ihn dem die Gebeine bis heute ruhen.
1851 ernannte Papst Pius IX. Hilarius auch zum Kirchenlehrer im Westen.
Darstellung
In bischöflichem Ornat mit Schlangen oder Drachen die die Irrlehre des Arius symbolisieren.
Patron
von Poitiers, Parma, La Rochelle und Luçon
Ein Hymnus zum Morgengebet
Des Lichtes Spender, voll der Pracht!
Durch dessen helles klares Licht
Nach dem Verlauf der Zeit der Nacht
Der Tag sich wieder rings ergießt;
Du wahrer Morgenstern der Welt!
Der kleine Stern ist dieser nicht,
Der kund des Tages Anbruch tut,
Und nur mit schwachem Lichte glänzt;
Der Sonne Glanz erlischt vor dir;
Ganz ist dein Wesen Licht und Tag,
Die Tiefen unsers Herzens hellt,
Die Brust durchbrechend, auf dein Strahl.
Der Dinge Schöpfer, steh uns bei,
Des Vater-Lichtes Herrlichkeit!
Wenn deine Gnade sich uns naht,
So öffnen unsre Herzen sich;
Sie tragen dann die Gottheit selbst,
Erfüllt von deinem Geist, in sich,
Auf dass des treulos Raubenden
Furchtbarer Trug nicht finde Raum;
Dass bei den Taten in der Welt,
Die unser Leben nötig macht,
Wir frei von des Verbrechens Schuld
Uns halten nur an dein Gesetz;
Dass uns des Sinnes Keuschheit rein
Erhalte von der Gier der Schmach,
Und rein als Tempel, sich geweiht,
Der Geist bewahre unsern Leib.
Die Seele hoffet betend dies,
Nur diese Gaben wünschet sie,
Damit uns hold das Morgenlicht
Beschirme in der finstern Nacht.
Es sei dir Ehre, Herr, und Ehr’
Dem Eingebornen, und zugleich
Dem Heil’gen Geist, dem Tröster, jetzt
Und fort durch alle Ewigkeit! Amen.
Durch dessen helles klares Licht
Nach dem Verlauf der Zeit der Nacht
Der Tag sich wieder rings ergießt;
Du wahrer Morgenstern der Welt!
Der kleine Stern ist dieser nicht,
Der kund des Tages Anbruch tut,
Und nur mit schwachem Lichte glänzt;
Der Sonne Glanz erlischt vor dir;
Ganz ist dein Wesen Licht und Tag,
Die Tiefen unsers Herzens hellt,
Die Brust durchbrechend, auf dein Strahl.
Der Dinge Schöpfer, steh uns bei,
Des Vater-Lichtes Herrlichkeit!
Wenn deine Gnade sich uns naht,
So öffnen unsre Herzen sich;
Sie tragen dann die Gottheit selbst,
Erfüllt von deinem Geist, in sich,
Auf dass des treulos Raubenden
Furchtbarer Trug nicht finde Raum;
Dass bei den Taten in der Welt,
Die unser Leben nötig macht,
Wir frei von des Verbrechens Schuld
Uns halten nur an dein Gesetz;
Dass uns des Sinnes Keuschheit rein
Erhalte von der Gier der Schmach,
Und rein als Tempel, sich geweiht,
Der Geist bewahre unsern Leib.
Die Seele hoffet betend dies,
Nur diese Gaben wünschet sie,
Damit uns hold das Morgenlicht
Beschirme in der finstern Nacht.
Es sei dir Ehre, Herr, und Ehr’
Dem Eingebornen, und zugleich
Dem Heil’gen Geist, dem Tröster, jetzt
Und fort durch alle Ewigkeit! Amen.
Quellen
Wikipedia.de; www2.bistum-augsburg.de; heiligenlexikon.de; orthpedia.de und andere