
Sebastian (+288) Fresko von Tsortzis Phouka, gemalt um 1547 im Dionysiou-Kloster auf dem Berg Athos, Griechenland
„Jesus, gib mir die Kraft, auf die Dinge zu reagieren, zu denen du mich in meinem Leben aufforderst. Gib mir den Mut, ein Zeichen deiner Gegenwart zu sein.“
In seiner Zeit galt die Loyalität zum Kaiser höher als die Gewissensfreiheit. Als Offizier entschied er sich bewusst für Christus, das Zeugnis der Freiheit sich nicht bestimmen zu lassen von Angst und blindem Gehorsam.
Soldat, Märtyrer
Namensbedeutung
der Erhabene, der Verehrungswürdige (griech.)
Namensvarianten
Bastian, Basti, Wastl, Sebi, Sébastien
Gedenktag
20. Januar
Lebensdaten
Geboren in Mailand oder Narbonne; gestorben 20. Januar 288 in Rom.
Lebensgeschichte
Sebastian war Hauptmann der Prätorianergarde, der kaiserlichen Leibwache und Christ. Er nützte seine Stellung, um Christen im Kerker beizustehen. Er hielt viele von ihnen davon ab, ihren Glauben zu verleugnen und überzeugte darüber hinaus zahlreiche Angehörige des kaiserlichen Hofs vom christlichen Glauben. Das verriet ihn als Christ. Kaiser Diokletian stellte ihn zur Rede und beschuldigte Sebastian, ihn hintergangen zu haben. Der aber erwiderte, er habe immer zu Gott für den Kaiser und sein Reich gebetet.
Diokletian ließ Sebastian von Bogenschützen erschießen, doch er überlebte. Eine Märtyrerwitwe namens Irene nahm ihn heimlich bei sich auf und pflegte ihn. Kaum genesen, suchte Sebastian den Kaiser auf und klagte ihn öffentlich für die Verfolgung der Christen an. Daraufhin ließ Diokletian ihn zu Tode prügeln und in die große Kloake der Stadt Rom werfen, um seine Bestattung als Märtyrer zu verhindern. Doch eine junge Christin namens Lucina barg seinen Leichnam und bestattete ihn an der Via Appia in der späteren Sebastians-Katakombe.
Verehrung
Über Sebastians Grab erhebt sich die Kirche Sankt Sebastian vor den Mauern, eine der sieben Hauptkirchen Roms. Dort werden auch seine Reliquien aufbewahrt und verehrt.
Weitere Reliquien befinden sich im elsässischen Haguenau sowie in Ebersberg bei München.
Sebastians Verehrung als Pestpatron geht einerseits auf die wie ein Pfeil „anfliegende“ Krankheit, andererseits auf die Errettung Pavias vor der Seuche im 7. Jahrhundert zurück.
Darstellung
Als junger Mann, angebunden und von Pfeilen durchbohrt.
Quellen
Wikipedia.de; www2.bistum-augsburg.de; heiligenlexikon.de; orthpedia.de und andere