Timotheus, 26. Januar


Kämpfe den guten Kampf, gläubig und mit reinem Gewissen. Schon manche haben die Stimme ihres Gewissens missachtet und haben im Glauben Schiffbruch erlitten. (1 Tim 1,19)


Apostelschüler, Bischof

Namensbedeutung
der Gott Ehrende, der Gottesfürchtige (griech.)

Namensvarianten
Timothy, Timothée, Timo, Timon, Tim, Timmy, Timofei, Fürchtegott

Gedenktag
26. Januar

Lebensdaten
Geboren in Lystra, heute das Dorf Kilistra (Gökyurt) bei Konya (Türkei); gestorben um 97 in Ephesus, heute Ruinen bei Selçuk (Türkei)
 
Lebensgeschichte
Timotheus, dessen Großmutter Loïs bereits Christin war, entstammte einer jüdisch-heidnischen Mischehe: Seine Mutter Eunike hatte einen Griechen geheiratet, weswegen Timotheus entgegen der jüdischen Tradition auch nicht beschnitten war. Das ließ der Apostel Paulus aus Rücksicht auf die Juden nachholen, als er sich Timotheus zum Begleiter auf seinen Missionsreisen wählte.
 
Timotheus wurde ein enger Vertrauter des Paulus, der ihn überaus schätzte und mit heiklen Aufgaben betraute. Er besuchte Paulus im Gefängnis und wurde auch selber inhaftiert. Zuletzt entsandte ihn Paulus als seinen Stellvertreter nach Ephesus. Die wichtigen Briefe und Berichte, die Paulus ihm dorthin schickte, sind in den beiden Timotheusbriefen ins Neue Testament eingegangen.
 
Vor seinem Tod bat Paulus Timotheus noch einmal nach Rom.
Der Überlieferung nach kehrte Timotheus von dort aus wieder nach Ephesus zurück, wo er als Bischof wirkte und um das Jahr 97 den Märtyrertod erlitt.
 
Verehrung
356 wurden seine Reliquien von Ephesus nach Konstantinopel in die Apostelkirche überführt. Auch in Rom in der Kirche S. Giovanni in Fonte werden Reliquien des Apostelschülers verehrt.
 
Darstellung
als Bischof mit Keule und Steinen
 
Patron
gegen Magenleiden (siehe 1 Tim 5,23)
 
 
Quellen
vaticannews; wikipedia.de; www2.bistum-augsburg.de; heiligenlexikon.de; orthpedia.de und andere
 
Alle