
Carlo Crivelli (c. 1435-ca. 1495), Der hl. Thomas von Aquin, Gemälde vom Demidoff-Altar (1476), National Gallery, London
"Gott hat weder Anfang noch Ende, er besitzt sein ganzes Sein auf einmal - worin der Begriff der Ewigkeit beruht."
"Gott und was in Gott ist, hat nicht ein Ziel, sondern ist das Ziel."
"Lieben heißt: jemandem Gutes tun wollen."
Wer Glauben hat, braucht keine Erklärung . Wer keinen Glauben hat, kann keine Erklärung geben. Wir müssen sie beide lieben, diejenigen, deren Meinung wir teilen, und diejenigen, deren Meinung wir ablehnen, denn beide haben sich bei der Suche nach der Wahrheit abgemüht und beide haben uns geholfen, sie zu finden.“
Ordenspriester, Professor, Kirchenlehrer
Gedenktag
28. Januar
Lebensdaten
Geboren um 1225 auf Burg Roccasecca bei Aquino, Latium (zwischen Rom und Neapel) gestorben am 7. März 1274 im Kloster Fossanova
Lebensgeschichte
Der Grafensohn Tommaso de Aquino wurde mit fünf Jahren der Obhut der Benediktiner auf Montecassino anvertraut, deren Abt sein Onkel war.
Bereits mit 13 Jahren nahm er das Studium in Neapel auf. Dort begeisterte er sich für den jungen Bettelorden der Dominikaner. Um ihn davon abzuhalten, sich den Predigerbrüdern anzuschließen, ließ ihn seine Mutter von seinen Brüdern gefangennehmen und sperrte ihn für ein Jahr in einen Schlossturm. Doch Thomas setzte seinen Entschluss durch.
In Paris studierte er bei seinem Ordensbruder Albertus Magnus, dessen Assistent er wurde und dem er zum Aufbau einer Ordensschule nach Köln folgte.
Zurück in Paris lehrte er dort selber Theologie, bis er 1259 für zehn Jahre nach Italien zurückkehrte, wo er die Arbeit an seinen Hauptwerken aufnahm: den Lehrbüchern (Summa).
Er lehrte ab 1268 ein weiteres Mal als Magister in Paris, wo der größte Teil der Summa Theologiae und die meisten seiner Aristoteles-Kommentare entstanden, und kehrte 1272 endgültig nach Italien zurück.
Neben dem weiten Gebrauch der Philosophie des Aristoteles († 322 v. Chr.), was durchaus kritisch von seinen Zeitgenossen betrachtet wurde, machte sich Thomas von Aquin durch systematische, schulmäßige („scholastische“) Ordnung der Lehre der Kirche um die Wissenschaftlichkeit der Theologie verdient und wurde wegen seiner meisterhaft vorexerzierten Verknüpfung von Glaube und Vernunft sowie Theologie und Philosophie zum Kirchenlehrer bereits zu Lebzeiten.
Nach einem mystischen Erlebnis des Jahres 1273 weigerte sich Thomas weiterzuschreiben, denn „alles, was ich geschrieben habe, erscheint mir wie Spreu, verglichen mit dem, was ich geschaut habe“.
Er starb auf dem Weg zum Zweiten Konzil von Lyon am 7. März 1274 in der Zisterzienserabtei Fossanova südlich von Rom.
Verehrung
Thomas’ Gebeine wurden am 28. Januar 1369 nach Toulouse überführt, werden jetzt aber in mehreren europäischen Städten verehrt.
1323 wurde er heiliggesprochen, 1567 von Papst Pius V. zum Kirchenlehrer und 1880 von Papst Leo XIII. zum Patron aller theologischen Hochschulen ernannt.
Darstellung
Im Dominikaner-Habit mit verschiedenen Attributen, die seine Tugenden ausdrücken sollen, wie zum Beispiel Sonne, Stern, Edelstein, Taube und Monstranz
Patron
Der katholischen Hochschulen, Theologen und Studenten,
Quellen
wikipedia.de; www2.bistum-augsburg.de; heiligenlexikon.de; orthpedia.de und andere