Agatha, 5. Februar

Agatha (231-251); Francisco de Zurbarán (1598–1664), Musée Fabre, Montpellier

„Mein Leib ist verwundet – meine Seele ist frei.“ Sie sagte Nein zu Machtmissbrauch, Nein zur Gewalt, Nein zum Verrat an ihrer Würde.
Sie blieb standhaft – selbst unter Folter. Nicht aus Trotz, sondern aus Vertrauen.

Allmächtiger Gott, du hast die heilige Agatha zur Jungfräulichkeit um Christi willen berufen und ihr die Gnade des Martyriums geschenkt. Höre auf ihre Fürsprache und hilf uns, in aller Bedrängnis auszuharren und dir in Lauterkeit und Treue zu dienen.

Jungfrau, Märtyrin

Namensbedeutung
die Gute (griech.)

Namensvarianten
Agathe, Aga, Agda, Agota, Agafia, Aggie, Gaschka

Gedenktag
5. Februar

Lebensdaten
Geboren um 231 in Catania auf Sizilien; gestorben um 251 ebendort
 
Lebensgeschichte und Legende
Agatha lebte auf Sizilien in Catania oder Palermo. Beide Städte beanspruchen der Geburtsort der Heiligen zu sein. Ihre Eltern waren adelige und reiche Bürger des römischen Reiches.
 
Agatha wählte in jungen Jahren Christin zu werden, sie trug deshalb einen roten Schleier als Zeichen einer geweihten unverheirateten Frau. Sie wird auch als „Diakonin“ beschrieben, die im Dienst der christlichen Gemeinde stand.
 
In der Regierungszeit von Kaiser Decius unterliegt Agatha einem Gesetz zum heidnischen Opfern oder verfolgt zu werden; gleichzeitig wird sie vom Statthalter Quintianus sexuell begehrt was sie aber zurückweist Daraufhin wird sie zur Folter verurteilt.
 
Agatha flüchtete nach Palermo, wird aber aufgefunden und nach Catania zurückgebracht. Sie verweigert die Forderungen des Statthalter und ihren Glauben abzulegen. Daraufhin lässt Quintianus sie in ein Bordell bringen damit sie zur Unzucht verführt werde und veranlasst sadistische Foltern. Agatha wird an den Händen aufgehängt, ihre Brüsten werden ihr abgerissen und die Wunden mit Feuer versengt. In der Nacht erscheint ihr im Kerker der Teufel in Gestalt des Apostel Petrus mit heilendem Balsam. Sie durchschaut aber die List des Versuchers und weist die Erquickung zurück. Tags darauf weigert sie sich erneut ihren Glauben zu verleugnen, sie wird daraufhin nackt auf spitzen Scherben und glühende Kohlen gewälzt.
 
Die Folterung Agathas erschüttert die Stadt Catania, ein Erdbeben ereignet sich. Das Volk bedroht daraufhin den Statthalter, dem die Schuld für das Erdbeben gegeben wird und der darauf von der weiteren Folterung Agatha ablässt. Diese stirbt aber am 5. Februar im Gefängnis wobei ein in hellem Licht strahlender Jüngling erscheint mit einer Tafel mit der Aufschrift: Eine heilige und freiwillige Seele, belohnt von Gott, Rettung für das Land. 
Quintianus, der Statthalter aber wird von einem Pferd getreten und stirbt.

Verehrung
Am ersten Jahrestag des Todes von Agatha kam es zu einem Ausbruch des Vulkans Ätna und ein Lavastrom bedrohte die Stadt. Da trug man den Schleier Agathas und die Tafel mit der Aufschrift dem Lavastrom entgegen der darauf die Stadt verschonte.
 
Die Überlieferung berichtet, dass der Schleier Agathas bei Prozessionen mitgeführt wurde, und wenn dieser vom Wind aufgebläht wurde, als Zeichen eines bevorstehenden Ausbruchs des Vulkans gedeutet wurde.  
 
Die Reliquien der Heiligen werden zusammen mit ihrem Schleier und der Marmortafel im Dom von Catania aufbewahrt. Auch eine vergoldete, mit Juwelen besetzte Silberbüste und eine Krone, die König Richard Löwenherz gestiftet hat.
 
Ein Teil des Schädels wird im Kloster Kamp in Nordrhein-Westfalen verehrt.
 
Bereits im Jahr 470 gab es eine arianische, der Heiligen Agatha geweihte Kirche in Rom, Santa Agata dei Goti, die Papst Gregor der Große 592 für den katholischen Kult umwidmen ließ.
 
Zu Ehren der Heiligen wird jedes Jahr in Catania ein dreitägiges Fest gefeiert. Auch Malta, das auf die Fürsprache der Heiligen, seine Bewahrung vor der türkischen Invasion verehrt, feiert die Heilige mit einem großem Fest.
 
Vielerorts besteht der Brauch der Segnung von Agatha-Broten, als Zeichen, dass die Heiligen durch das Feuer des Martyriums zum Brot des Lebens wurden.
 
Patronin
von Catania und Malta, 
 
Quellen
wikipedia.de; www2.bistum-augsburg.de; heiligenlexikon.de; www.evangeliumtagfuertag.org; orthpedia.de und andere
 
Alle