
Ihre Liebe galt den slawischen Völkern. Ihnen brachten sie das Evangelium. Sie lernten und liebten ihre Sprache und schufen dafür eine eigene Schrift: Kyrillisch, nach Kyrill benannt, ist bis heute den Ländern gemeinsam, die durch ihre Mission christlich wurden: die Ukraine, Russland, Bulgarien und Serbien.
Seither prägen zwei Varianten des Christentums Europa: die Orthodoxie im Osten, die lateinische Tradition im Westen. Anfangs waren sie eins, doch immer wieder in Konflikt. Kyrill und Method bauten Brücken. Wie nötig sind sie heute!
Glaubensboten
Namen
Cyrill hieß ursprünglich Konstatin,
Methodius hieß ursprünglich Michael
Namensbedeutung
Cyrill hieß ursprünglich Konstatin,
Methodius hieß ursprünglich Michael
Namensbedeutung
Cyrill = der Herrliche (griech.)
Methodius = der Ordentliche (lat.-griech.)
Gedenktag
14. Februar
Lebensdaten
Cyrill: geboren 827 in Thessaloniki (Griechenland, Hafenstadt andere Thermaischen Golf), gestorben am 14. Februar 869 in Rom.
Methodius: geboren 815; gestorben am 6. April 885 in Mähren (Südosten von Tschechien)
Methodius: geboren 815; gestorben am 6. April 885 in Mähren (Südosten von Tschechien)
Lebensgeschichte
Konstantin (= Cyrill) und sein Bruder Michael (= Methodius) waren der jeweils jüngste und der älteste Sohn des byzantinischen Statthalters von Thessaloniki im Norden des Oströmischen Reichs.
Neben Griechisch beherrschten sie auch die slawische Umgangssprache. Während Michael in die Fußstapfen des Vaters trat und Statthalter im slawischen Gebiet wurde, ging Konstantin nach Konstantinopel, wo er nach einem umfassenden Studium Bibliothekar der Patriarchalhochschule wurde und Theologie lehrte.
Neben Griechisch beherrschten sie auch die slawische Umgangssprache. Während Michael in die Fußstapfen des Vaters trat und Statthalter im slawischen Gebiet wurde, ging Konstantin nach Konstantinopel, wo er nach einem umfassenden Studium Bibliothekar der Patriarchalhochschule wurde und Theologie lehrte.
856 verließ er die von Hofintrigen geschüttelte Hauptstadt und begab sich in ein Kloster, in das sich mittlerweile auch sein Bruder Michael mit dem Mönchsnamen Methodius von seinem Amt zurückgezogen hatte.
Die Brüdern haben die glagolitische Schrift für die slawischen liturgischen und theologischen Texte erarbeitet.
860 beantwortete Konstantinopel das Ersuchen der Chasaren um einen Glaubensboten mit der Entsendung der beiden Brüder. Sie hatten bei dem Turkvolk nördlich des Schwarzen Meeres Erfolg und fanden überdies auf der Krim die Reliquien des heiligen Papstes Klemens. 863 führte sie eine neue Mission ins Mährerreich, um dem Volk in dessen eigener Sprache den christlichen Glauben zu erklären.
Dort, im fränkisch-päpstlichen Jurisdiktionsbereich, stießen die Brüder jedoch auf den Widerstand des Klerus, der trotz des Unverständnisses der Bevölkerung auf rein lateinische Gottesdienste beharrte.
Nur in den drei Sprachen (Latein, Hebräisch, Griechisch) der Kreuzesinschrift Jesu dürfe das Christentum gelehrt werden. Dagegen wandten die Brüder ihr neues Alphabet an, gründeten eine Schule und verbreiteten den Glauben in der slawischen Sprache.
868 wurde wegen der Auseinandersetzungen mit den fränkischen Bischöfen eine Reise nach Rom nötig, um den Papst von ihrer Mission zu überzeugen. Dieser empfing die Brüder und die Reliquien seines Vorgängers Klemens in einer Prozession, segnete die mitgebrachten liturgischen Bücher und weihte die Brüder sowie die mitgereisten Schüler zu Priestern und Diakonen.
Konstantin wurde zum Bischof erhoben, erkrankte jedoch, trat mit dem Namen Kyrillos in eines der griechischen Klöster Roms ein und starb.
Methodius kehrte als Erzbischof nach Mähren und Pannonien zurück und wirkte vor allem als Übersetzer vom Griechischen in die slawische Schriftsprache. Mit dem Nomokanon verfasste er das älteste slawische Gesetzbuch.
Verehrung
Die Weiterentwicklung ihres Alphabets, das zu Ehren Konstantins das Kyrillische heißt, erlaubte den slawischen Völkern den Anschluss an die griechische Kultur und wurde zum Identitätsmerkmal von Ländern wie Serbien, Bulgarien und Russland, denen die Brüder als „Apostelgleiche“ gelten. Auch in Tschechien und in der Slowakei werden sie sehr verehrt.
1980 erhob Papst Johannes Paul II. Kyrill und Methodius zu Schutzpatronen Europas.
Patrone
Europas
Quellen
wikipedia.de; www2.bistum-augsburg.de; heiligenlexikon.de; evangeliumtagfuertag.org; orthpedia.de; mittelalter-lexikon.de und andere