Irmgard, 20. März

Tochter Kaiser Ludwig des Frommen, wählte nicht den Weg der Macht, sondern der Sorge für die Armen. 

Irmgard von Erstein (800-851); Motivbild
 
Tochter Kaiser Ludwig des Frommen, Frau des karolingischen Mitkaisers Lothar I., Mutter, Klostergründerin;  wählte nicht den Weg der Macht, sondern der Sorge für die Armen. 

Namensdeutung
die allumfassende Schützerin (althochdeutsch)

Namensvarianten
Irmingard, Ermengard, Hermengard, Irmela, Irma, Irmi

Gedenktag
Irmgard von Tours oder Erstein
20. März

Lebensdaten
Geboren um 800 in Tours; gestorben am 20. März 851 in Erstein, Elsass. 
 
Lebensgeschichte
Irmgard war die Tochter des Grafen Hugo von Tours „des Verdächtige“ und seiner Frau Ava von Morvois.
Sie wurde vermutlich im Kloster von Brixen erzogen, wo sie auch zur Äbtissin erwählt worden sein soll. Im Jahr 821 wurde sie Mitte Oktober 821 in Diedenhofen mit dem karolingischen Mitkaiser Lothar I. (795–855) verheiratet. Unter ihren acht oder neun gemeinsamen Kindern waren spätere Grafen, Könige und Mitkaiser. Inmitten einer halbbarbarischen Gesellschaft setzte sie Maßstäbe christlicher Zurückhaltung und wirkte besänftigend auf ihren Mann ein. 
Zahlreiche kirchliche Stiftungen gehen auf sie zurück, darunter besonders die Frauenabtei Erstein im Elsass, südlich von Straßburg, die sie 849 zusammen mit ihrer Tochter Rotrud gründete. Dorthin zog sie sich im Alter zurück und starb am 20. März 851.
 
Irmgard wird gelobt: „Die Menschen loben die harmonische Musik der Zither, wann immer sie deine engelsgleiche, goldene Stimme hören ... Dein Gesicht glänzt wie Elfenbein und errötet wie eine Rose und übertrifft die Schönheit der Venus und der Nymphen. Eine schillernde Krone aus goldenem Haar schmückt dich und prächtiger Topas schimmert wie ein Diadem ... Dein milchweißer Hals glänzt vor Schönheit und leuchtet im Glanz von Lilien oder Elfenbein. Deine weichen, weißen Hände verteilen unzählige Gaben, die sie auf Erden sät, um sie im Himmel zu ernten.“ (Sedulius Scotus)
 
Inmitten einer oft barbarischen Gesellschaft setzte sie Maßstäbe christlicher Menschlichkeit und wirkte besänftigend auf die Machtpolitiker ein. Am 20. März 851 stirbt sie. 
 
Verehrung
Nach ihrem Tod wurde Irmgard in Erstein in einem Hochgrab beigesetzt, das Epitaph wurde von Rabanus Maurus geschrieben. Das Grab wurde während der Französischen Revolution zerstört. In Erstein wurde Irmgard stets als Heilige verehrt.

Das Kloster wurde 1422 aufgehoben und ging in den Besitz des Bistums Straßburg über. Die letzten Gebäudeteile verschwanden 1818.
 
Eine Chronik aus dem Jahr 855 nennt Irmgard eine „allerchristliche Königin“. Im Elsass wurde sie zu allen Zeiten als Heilige verehrt.
 
Darstellung
Als Kaiserin mit Krone und Zepter als Hinweis auf die Klosterstiftung ein Kirchenmodell.
 
Quellen
wikipedia.de; www2.bistum-augsburg.de; heiligenlexikon.de; evangeliumtagfuertag.org; orthpedia.de; mittelalter-lexikon.de und andere
 
Tagesheilige