
„Fallt den Männern in den Arm, ihr Frauen, wenn sie die Welt zerstören wollen.“
Lebensdaten
geboren am 1897 in Concesio bei Brescia (Norditalien), gestorben am 6. August 1978 in Castel Gandolfo (bei Rom)
Lebensgeschichte
Giovanni Battista Enrico Antonio Maria Montini, genannt Giambattista, war der zweite von drei Söhnen eines Anwalts, katholischen Zeitungsverlegers und Abgeordneten sowie einer landadeligen Mutter.
Er ging in Brescia unter anderem bei den Jesuiten der Stadt zur Schule, seiner schwachen Gesundheit wegen, allerdings immer als Externer, und trat 1916 ins Priesterseminar ein. 1920 zum Priester geweiht, zog er zum Weiterstudium des Kirchen- und bürgerlichen Rechts nach Rom und vollendete seine Ausbildung an der päpstlichen Diplomatenakademie.
Ab 1923 war er Mitarbeit im Vatikanischen Staatssekretariat und wurde ein enger Mitarbeiter des Kardinalstaatssekretärs Eugenio Pacelli dem späteren Papstes Pius XII.
Dieser ernennte ihn 1954 zum Erzbischof von Mailand. Mailand war eines der wichtigsten Bistümer Italiens, Industriehauptstadt und ein kulturelles Zentrum in Europa. Montini bewährte sich durch Seite öffentliche Präsenz im gesellschaftlichen und kulturellen Leben, zahllose Vorträge, Förderung des Laienapostolats und dem Einsatz für die Arbeiterschaft.
Papst Johannes XXIII., mit dem er befreundet war, ernannte ihn 1958 zum Kardinal und entsandte ihn verschiedentlich als seinen Vertreter ins Ausland.
Montini, der als einer der progressivsten Bischöfe galt, gehörte der Vorbereitungskommission des Zweiten Vatikanischen Konzils an und setzte es, nachdem er am 21. Juni 1963 selbst zum Papst gewählt worden war, als Papst Paul VI. entschlossen fort.
Er war immens gebildet und von tiefer Spiritualität. Als erster Papst im 20. Jahrhundert bereiste er verschiedene Länder weltweit und baute durch diese aufsehenerregenden Besuche Brücken zur Orthodoxie und zum Judentum. Es leitete entscheidende Reformen ein, den Verzicht auf die Tiara (die Dreifachkrone der Päpste), die Abschaffung des Index von verbotenen Bücher. Er setzte sich für eine intensive Zusammenarbeit von Kirche und Welt für das Gemeinwohl und den Frieden ein.
Er war immens gebildet und von tiefer Spiritualität. Als erster Papst im 20. Jahrhundert bereiste er verschiedene Länder weltweit und baute durch diese aufsehenerregenden Besuche Brücken zur Orthodoxie und zum Judentum. Es leitete entscheidende Reformen ein, den Verzicht auf die Tiara (die Dreifachkrone der Päpste), die Abschaffung des Index von verbotenen Bücher. Er setzte sich für eine intensive Zusammenarbeit von Kirche und Welt für das Gemeinwohl und den Frieden ein.
Mit ihm sind die umfassende Reform der Liturgie und des kirchlichen Lebens verbunden sowie die Wertschätzung, den Schutz und Heiligkeit der Weitergabe des menschlichen Lebens durch die natürliche Zeugung und Empfängnis mit der ,Enzyklika Humanae vitae (1968).
Weil er in seinem päpstlichen Amt die traditionelle Lehre und die kirchliche Disziplin betonte, dabei aber nach den Weisungen des Konzils die Öffnung der Kirche zur Welt betrieb, war er für viele seiner Zeitgenossen schwer zu fassen. Papst Paul VI. gab sich keinen Illusionen hin. Er soll gesagt haben, die Kirche hat den Frühling gesät (mit dem 2. Vatikanischen Konzil), gekommen sei aber ein Sturm.
Weil er in seinem päpstlichen Amt die traditionelle Lehre und die kirchliche Disziplin betonte, dabei aber nach den Weisungen des Konzils die Öffnung der Kirche zur Welt betrieb, war er für viele seiner Zeitgenossen schwer zu fassen. Papst Paul VI. gab sich keinen Illusionen hin. Er soll gesagt haben, die Kirche hat den Frühling gesät (mit dem 2. Vatikanischen Konzil), gekommen sei aber ein Sturm.
Verehrung
Paul VI. wurde nach seinem Tod in der päpstlichen Sommerresidenz Castel Gandolfo in den Vatikanischen Grotten unterhalb des Petersdoms in einem Erdgrab bestattet.
Das 1993 eröffnete Seligsprechungsverfahren kam 2014 unter Papst Franziskus zum Abschluss. Nach der Anerkennung eines weiteren Wunders auf seine Fürsprache sprach Franziskus ihn am 14. Oktober 2018 heilig.
Der Gedenktag, der 29. Mai, ist der Tag seiner Priesterweihe.
Quellen
vgl. www2.bistum-augsburg.de; wikipedia; heiligenlexikon.de; katholisch.de; vaticannews.va; praedica.de; und andere