Friedensfahrt in die Ukraine August 2024

Friede entsteht durch Begegnung, Dialog und dem verständnisvollen Respekt voreinander - nicht durch Angst vor der militärischen Vernichtung.

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Abschied am Sonntag, 25.8.2024 aus Lwiw. Spätestens nächstes Jahr möchte Pater Christoph Eichkorn die Ukraine besuchen und an einer Priesterweihe teilnehmen.
 
Übergabe von Geschenke an Schüler der Schule in Krasne im Kontakt mit dem Rektor der Schule und der Bürgermeisterin der Gemeinde. 
 
Auf dem Land bei der Ortschaft Krasne in der Oblast (Bundesland) Ternopil. In jeder Ortschaft wird an die gefallenen Verteidiger des Landes und der zivilen Opfer gedacht. Es gibt kaum eine Familie aus der nicht mindestens eine Person bei der Verteidigung des Landes ist. Bangend hofft man jeden Abend auf einen Telefonanruf, der über die Unverzehrtheit der Verteidiger informiert. 
 
Feier des Festes Maria Königin, die auch als Königin der Ukraine verehrt wird 22.8.2024 - Papst Franziskus schrieb am 15.8.24 auf X (Twitter): „Ich denke besonders an die leidgeprüfte Ukraine… Unsere himmlische Mutter erwirke für alle Trost und eine ruhige und einträchtige Zukunft!“ 
 
Eine Industrieanlage am Rand der Landeshauptstadt Ternopil, im gleichnamigen Bundesland (Oblast), wurde nach unserem Badeaufenthalt am 19.8.2024 Ziel eines Raktenangriffs auf eine Industrienalage. 

Badeaufenthalt am See von Ternopil. 
 
Eine Gedenkstelle in der Schule für die Gefallenen Verteidiger des Landes. Der Rektor (69) berichtet mit großer Betroffenheit über seine Erinnerungen an seine ums Leben gekommenen Schüler bei der Verteidigung ihrer Heimat, ihrer Familien vor der Vertreibung und Vernichtung. Treten wir dem Bösen mutig und entschieden entgegen, als Beistand für die Opfer, mit der Kraft der Liebe und Gebet, die stärker sind als die Gewalt. 
 
Wunderschönes Lwiw. Blick von der Lateinischen Kathedrale zum Rathaus mit Turm. Die einzige Stadt mit drei Bischofsitzen: Griechisch-katholisch, Lateinisch (Römisch-katholisch) und Armenisch wurde in allen Kriegen der Vergangheit nie zerstört. Jetzt aber schlagen russische Rakten sofern sie nicht durch Verteidigungswaffen des Westens abgewehrt werden können nicht nur in Industrieanlagen sondern auch in zivile Gebäude ein.
 
… und eine Armenische Kathedrale. 

 
Vor einer Flüchtlingsunterkunft am Stadtrand von Lviv. 

Überbringung von Geschenken an Schüler und Schülerinnen in einer Pfarrei am Stadtrand von Lviv. Ihre Familien sind wie Millionen Binnenflüchtlinge. 
 
Überraschendes Zusammentreffen in Lviv mit Kardinal Woelki von Köln und Weihbischof Eduard Kava von Lviv am 17.8.2024. Er konnte an einem Gespräch des Kardinals mit Weihbischof Eduard Kawa von Lwiw teilnehmen. Klar und ermutigned waren die Worte des Kardinals: “Dass jeden Tag hier 300 bis 400 Menschen durch diesen Krieg ihr Leben verlieren, kann nicht toleriert werden. Das muss ein Ende haben, ganz gleich wie. ... Gerechtigkeit schafft Frieden. Rechtsstaatlichkeit schafft Frieden. Es kann einfach nicht sein, dass man ein anderes Land überfällt und dessen Souveränität nicht achtet. Das ist Unrecht, und Unrecht schafft keinen Frieden.“  Interview von Kardinal Woelki auf Vatican.News  und Interview von Kardinal Woelki aud Domradio.de.

Danke für die Zwischenübernachtung im Institut für Pastoraltheologie in Rzeszow (Vorkarpatenland in Süd-Ostpolen). Vertriebene fahren mit zurück in die Ukraine. 

Die Mutter wohnt seit Juni 2022 mit 5 Kindern im Pfarrhaus in Grafenhausen. 

Es ist die 8. Friedensfahrt, die Pater Christoph Eichkorn seit der Ausweitung des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine am 24.2.2022 unternehmen kann. Danke an alle Spender von Hilfsgütern. Danke an Firma Rühle, für die zur Verfügung Stellung eines Kombis für die Fahrt. 

 
Über das Leben und die Gefühle in Kriegssituation zu sprechen ist nicht leicht. Dazu verweise ich auf ein Interview vom 10.8.2023 mit einem Priester aus dem Osten, an der sogenannten Kontaktlinie: VATICAN NEWS:
 
„Ich möchte allen danken, die für unsere Ukraine gebetet haben, beten und weiter beten werden.
 
Zweitens möchte ich Ihnen sagen, wie sehr wir leiden: Wir haben tiefe Wunden, Wunden der Seele, Wunden des Körpers. Der Krieg gegen uns ist noch nicht zu Ende, wir leiden weiterhin.
 
Bitte sprechen sie von unseren Wunden, von unseren Schmerzen, damit die ganze Weltgemeinschaft nicht aufhört, alles zu tun, um diesen Aggressor (Putin) zu stoppen, der unser Land überfallen hat und unsere ukrainische Nation zerstören will, der uns unser Land, unsere Heimat nehmen will. ...“ [Das ganze Interview!]
 
Gewöhnen wir uns nie an den Krieg. Erschrecken wir nicht vor der Verteidigung. Fatal aber ist die Verdrängung oder Gleichgültigkeit, die einer Vertuschung und  Zustimmung für die Täter gleichkommt. Vergessen wir nie das unsägliche Leid und Unrecht der Opfer. 
 
 
Texte für Friedensgebet