
Blasiussegen
Der Blasiussegen wird am Gedenktag des Heiligen Märtyrer Bischofs Blasius am 3. Februar gespendet.
Aus praktischen Gründen der Gottesdienstordnung vor Ort aber auch an den Tagen davor und danach.
Der Segen mit dem Zeichen von 2 gekreuzten brennenden Kerzen ist besonders mit der Bitte um den Schutz vor Halskrankheiten verbunden.
Segensworte
„Auf die Fürsprache des heiligen Blasius bewahre dich der Herr vor Halskrankheit und allem Bösen. Es segne dich Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.“
oder
„Der allmächtige Gott schenke dir Gesundheit und Heil. Er segne dich auf die Fürsprache des heiligen Blasius durch Christus, unseren Herrn.“
oder
„Der Herr behüte dein Leben. Auf die Fürsprache des heiligen Blasius segne dich der allmächtige Gott, der Vater und der Sohn und der heilige Geist.“
Die Gläubigen antworten mit Amen.
Das deutschsprachige katholische Segensbuch ("Benediktionale") bindet den Blasiussegen in die Messe oder einen Wortgottesdienst ein, um ein magisches Missverständnis zu vermeiden. Der Segensempfänger soll sich in die Heilszusage Gottes und in seine Fürsorglichkeit der Gemeinschaft der Kirche und Heiligen eingebunden erfahren.
Segen mit gekreuzten Kerzen
Beim Blasiussegen werden als Zeichenhandlung gekreuzte Kerzen verwendet. Doch woher kommt der Brauch dieser gekreuzten Kerzen? Eine mögliche Erklärung ist, dass Blasius um Christi will im Gefängnis war. Er saß also wörtlich "hinter Gittern". Die gekreuzten Kerzen könnten diese Gitter symbolisieren, durch die der Segen gespendet wird. Sie zeigen damit, dass der Glaube stärker ist als alle Mächte des Bösen und der Verfolgung und alle Mauern und Gitter dieser Welt durchdringt.
Legende
Nach der bekanntesten Legende soll Blasius im Gefängnis oder aus dem Gefängnis heraus durch sein Gebet einen Jungen gerettet haben, der an einer Fischgräte zu ersticken drohte. Auf diese Erzählung geht seine Verehrung als Schutzheiliger bei Halskrankheiten zurück. Sie ist für den Orient seit dem 6. Jahrhundert und im Abendland spätestens ab dem 9. Jahrhundert belegt.