59. Sonntag der sozialen Kommunikationsmittel (14.9.2025)
„Ich träume von einer Kommunikation, die das Herz ansprechen kann, die aber nicht die leidenschaftliche Reaktion der Verschlossenheit und des Zorns hervorruft, sondern eine Haltung der Offenheit und der Freundschaft.“ (Franziskus)

Botschaft zum 59. Sonntag der sozialen Kommunikationsmittel 2025 unter dem Thema: „Sprecht mit Güte von der Hoffnung, die eure Herzen erfüllt“ (vgl. 1 Petr 3,15–16).
Am Mediensonntag der in Deutschland am 2. Sonntag im September begangen wird (in der Weltkirche am Sonntag vor Pfingsten) soll die Bedeutung und der Stellenwert der Medien für die Mission der Kirche betont und gefördert werden, indem für die Medienarbeit auch gebetet und in einer Kollekte gesammelt wird.
Zusammenfassung der Botschaft 2025
Kommunikation soll Hoffnung spenden, Aggression vermeiden und vom Geist des Evangeliums inspiriert sein.
Die Botschaft hat 5 Aspekte:
1. Kommunikation als Quelle der Hoffnung
In einer Zeit von Desinformation und Polarisierung sollen Journalistinnen und Journalisten Hoffnung vermitteln. Kommunikation muss „entschärft“ und von Aggressivität befreit werden, um eine Atmosphäre des Dialogs und der Verständigung zu fördern.
2. Kritik an destruktiver Kommunikation
Die heutige Kommunikationskultur, schürt oft Angst, Vorurteile und Hass. Hüten wir uns vor der Reduzierung komplexer Realitäten auf Slogans und der Manipulation der öffentlichen Meinung durch vereinfachte oder verzerrte Informationen.
3. Verantwortung in der digitalen Welt
Jede und jeder hat Verantwortung im Umgang mit digitalen Medien. Hüten wir und vor einer „planmäßigen Zerstreuung der Aufmerksamkeit“ durch digitale Systeme, die unsere Wahrnehmung der Wirklichkeit verändern und die Grundlagen der Gemeinschaft untergraben können.
4. Der Mensch im Mittelpunkt der Technologie
Maschinen können zwar Daten verarbeiten (Künstliche Intelligenz) aber nur der Mensch deren Sinn verstehen. KI kann zur „kognitiven Verschmutzung“ führen und bedarf einer ethische Regulierung, um die schädlichen Auswirkungen einzudämmen.
5. Kommunikation mit dem Herzen
Kommunikation muss vom Herzen ausgehen – geprägt von Mitgefühl, Offenheit und dem Wunsch, Brücken zu bauen. Geschichten des Guten zu erzählen und die Würde jedes Menschen anzuerkennen.
Fazit
Die Botschaft ist ein Aufruf zu einer verantwortungsvollen und hoffnungsvollen Kommunikation, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Sie fordert dazu auf, die Herausforderungen der digitalen Welt mit Weisheit und Mitgefühl anzugehen und eine Kultur des Dialogs und der Verständigung zu fördern.
Vergleiche auch
Hintergrund des Mediensonntag
Seit dem 2. Vatikanischen Konzil (1962-1965 ) gibt es den Themensonntag: „Welttag der sozialen Kommunikationsmittel“ auch "Mediensonntag" genannt. In der Weltkirche wird er in Bezug zum Wirken des Heiligen Geistes am Sonntag vor Pfingsten (7. Sonntag in der Osterzeit) begangen; i
n Deutschland am 2. Sonntag im September
und hebt die Bedeutung der Kommunikation und der eingesetzten Medien für die Mission (Evangelisierung bzw. Neuevangelisierung) hervor.
Geschichte der sozialen Medien / Kommunikationsmittel
Seit den Anfängen der mündlichen Überlieferung und der schriftlichen Kommunikation haben die Menschen ihre Interaktionsmethoden ständig weiterentwickelt. In der heutigen Zeit hat das Aufkommen der digitalen Technologie ein neues Kapitel der Kommunikation eingeläutet, wobei die sozialen Medien eine zentrale Rolle spielen.
Seit den Anfängen der mündlichen Überlieferung und der schriftlichen Kommunikation haben die Menschen ihre Interaktionsmethoden ständig weiterentwickelt. In der heutigen Zeit hat das Aufkommen der digitalen Technologie ein neues Kapitel der Kommunikation eingeläutet, wobei die sozialen Medien eine zentrale Rolle spielen.
Soziale Medienplattformen dienen als sozialer Raum, der es Einzelpersonen ermöglicht, sich auf globaler Ebene zu verbinden, auszutauschen und zu kommunizieren. Die Entwicklung von persönlichen zu virtuellen Unterhaltungen ist signifikant und die sozialen Medien sind aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken.
Die sozialen Medien sind in den späten 1990er und frühen 2000er Jahren entstanden z. B. Plattformen wie: SixDegrees (1997), LiveJournal (1999) und Friendster (2003).
SixDegrees führte das Konzept der sechs Verbindungsgrade ein und ermöglichte es den Benutzern, Kontakte aufzulisten und innerhalb einer Gemeinschaft zu interagieren. LiveJournal leistete Pionierarbeit bei der Selbstdokumentation in sozialen Medien durch persönliche Blogs und Journale und förderte das Engagement durch Kommentare.
Friendster unterstützte den Austausch von Multimedia-Inhalten und die Entdeckung von Ereignissen. Es erreichte schnell 3 Millionen Mitglieder.
Der Aufstieg von MySpace im Jahr 2003 markierte ein globales Phänomen zwischen 2005 und 2008, mit Funktionen wie dem Einbetten von Musik und anpassbaren Profilen.
Der Aufstieg von Facebook führte zum Niedergang von MySpace im Jahr 2008. Andere Plattformen wie Habbo, Hi5 und Bebo gingen zu dieser Zeit ebenfalls an den Start. Sie erreichten jedoch nicht denselben nachhaltigen kulturellen Einfluss wie die dominierenden Plattformen, die die Branche auch fast zwei Jahrzehnte später noch prägen.
Derzeit gibt es weltweit Hunderte von Social Media-Plattformen. Die großen Plattformen wie Facebook (2004 USA), YouTube (2005 USA), X (ehemals Twitter 2006 USA), LinkedIn, Pinterest, WhatsApp (2009 USA), Instagram (2010 USA), Snapchat (2010 USA), Telegramm (2013 Russland) und TikTok (2016 China) haben eine große Nutzerbasis. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Nischenplattformen, die sich auf bestimmte Interessen, Branchen oder Gemeinschaften konzentrieren und so zur allgemeinen Vielfalt der Social Media-Landschaft beitragen.
In ihrer Anfangsphase wurden soziale Medienplattformen vor allem als Online-Communities wahrgenommen, die auf jüngere Bevölkerungsgruppen zugeschnitten sind. Inzwischen nutzen jedoch Menschen aller Altersgruppen diese Plattformen häufig für verschiedene Zwecke, z. B. für geschäftliche Interaktionen, zum Knüpfen von Kontakten, für Verabredungen, zur Teilnahme an politischen Diskussionen und zur Erleichterung der täglichen Kommunikation. (Quelle vgl. tridenstechnology.com)