Gebetstag für Betroffene sexuellen Missbrauchs
Der Gebetstag für Betroffene sexuellen Missbrauchs geht auf eine Initiative von Papst Franziskus zurück und wird seit 2016 weltweit in der katholischen Kirche begangen, in Deutschland rund um den 18.
November, den "Europäischen Tag zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch".
Erzbischof Burger (2024):
„Betroffenen zur Seite stehen“
Anlässlich des Gebetstages wirbt Erzbischof Stephan Burger, stellvertretender Vorsitzender der bischöflichen Fachgruppe für Fragen sexuellen Missbrauchs und von Gewalterfahrungen bei der Deutschen Bischofskonferenz, für einen sensiblen Umgang:
„Unsere erste Pflicht ist und bleibt es, Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs zu ermöglichen und gleichzeitig den Betroffenen zur Seite zu stehen. Für uns ist der Umgang mit dem Thema ‚Sexualisierte Gewalt‘ auch weiterhin unverzichtbar. Schweigen würde bedeuten, die Betroffenen erneut zu verletzen und die Absichten der Täter zu unterstützen.“
Hinweise:
Weitere Informationen zum „Europäischen Tag zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch“ finden Sie hier. Material zum Thema gibt es hier.
Wie bereits in den vergangenen Jahren bietet die Deutsche Bischofskonferenz unter www.dbk.de auf der Themenseite Sexualisierte Gewalt und Prävention Materialien für den Gebetstag an: Gebete, Andachten und Predigtentwurf sowie ein Verzeichnis hilfreicher Bibelstellen.
Bei der Auswahl der Texte sollten die Gottesdienstform und die pastorale Situation sowie die übrigen Elemente des Gottesdienstes bedacht werden.
Die Thematisierung des Gebetstages im Gottesdienst sollte vorher angekündigt werden. Wenn vor Ort Missbrauchsfälle bekannt geworden sind, ist eine besondere Sensibilität notwendig.
Die Thematisierung des Gebetstages im Gottesdienst sollte vorher angekündigt werden. Wenn vor Ort Missbrauchsfälle bekannt geworden sind, ist eine besondere Sensibilität notwendig.
Ziel des Tages ist es, Impulse für einen verbesserten Kinderschutz zu geben und die Gesellschaft weiterhin für die Thematik des sexuellen Kindesmissbrauchs zu sensibilisieren.
"Mit dem Gedenktag für die Opfer sexuellen Missbrauchs unterstützen die deutschen Bischöfe das Anliegen von Papst Franziskus, der den nationalen Bischofskonferenzen seine Bitte zur Einrichtung eines 'Tages des Gebetes und der Buße für die Opfer sexuellen Missbrauchs' übermittelt hatte", so die DBK in einer Mitteilung.
