Der 34. Weltkrankentag - 9. - 11. Februar 2026 -, steht unter dem Leitwort: „Das Mitgefühl des Samariters: lieben, indem man den Schmerz des anderen trägt“.
Papst Leo hat zu dem Anlass eine Botschaft verfasst, in der er mehr Aufmerksamkeit für Bedürftige, Leidende, Kranke einfordert.
Kernsätze und Abschlussgebet der Botschaft
Ich möchte das Bild des barmherzigen Samariters aufgreifen, das die Schönheit der Liebe und die soziale Dimension des Mitgefühls zu entdecken hilft und unsere Aufmerksamkeit auf die Kranken richtet.
1. Das Geschenk der Begegnung:
Die Freude, Nähe zu schenken und für andere da zu sein
Wir leben in einer Kultur, die von Schnelligkeit, Unmittelbarkeit und Eile geprägt ist, und von einer Wegwerfmentalität und Gleichgültigkeit, was uns daran hindert, aufeinander zuzugehen und innezuhalten, um die Nöte und das Leid um uns herum wahrzunehmen.
Die Liebe aber ist nicht passiv, sie geht auf den anderen zu. Ob man zum Nächsten wird, hängt nicht von physischer oder sozialer Nähe ab, sondern von der Entscheidung zu lieben.
Das Geschenk der Begegnung entspringt der Verbindung mit Jesus Christus, in dem wir den barmherzigen Samariter erkennen, der uns das ewige Heil gebracht hat und den wir gegenwärtig machen, wenn wir uns dem verletzten Bruder, der verletzten Schwester zuwenden.
2. Die gemeinsame Aufgabe in der Krankenpflege
Mitleid zu empfinden, meint ein tiefes Gefühl, das zum Handeln bewegt. Es ist ein Gefühl, das aus dem Inneren kommt und uns dazu bringt, anderen in ihrem Leid zu helfen. In diesem Gleichnis ist Mitgefühl das charakteristische Merkmal aktiver Liebe.
Die Pflege der Kranken [ist] nicht nur [ein] „wichtiger Teil” der Sendung der Kirche, sondern [eine] echte »kirchliche Handlung«
3. Stets von der Liebe zu Gott bewegt, um uns selbst und unseren Mitmenschen zu begegnen
Im Doppelgebot »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele, mit deiner ganzen Kraft und deinem ganzen Denken, und deinen Nächsten wie dich selbst« (Lk 10,27) können wir den Vorrang der Liebe zu Gott erkennen und ihre direkte Auswirkung auf die Art und Weise, wie der Mensch in all seinen Dimensionen liebt und Beziehungen pflegt. »Die Nächstenliebe ist der greifbare Beweis für die Echtheit der Liebe zu Gott.
Gebet zur seligen Jungfrau Maria, Heil der Kranken.
Liebe Mutter, geh nicht weg,
wende deinen Blick nicht von mir ab.
Begleite mich auf allen Wegen
und lass mich nie allein.
Da du mich beschützt
wie eine wahre Mutter,
erwirke mir den Segen des Vaters,
des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Fürbitten
Gott, wir kommen zu dir als Gesunde und als Kranke, als Starke und als Verletzliche. Du kennst jede und jeden von uns. Wir rufen zu dir:
- Für die Kranken, Alten und Einsamen
Sei du nahe allen, die leiden,
die Kraft verlieren oder sich allein fühlen; - Stärke die Kranken darin, selbstbestimmt zu handeln,
ihre eigene Stimme zu erheben
und gehört zu werden mit dem, was ihnen wichtig ist; - Schenke den Kranken Trost und Menschen, die sie respektvoll begleiten.
- Für die Gesunden,
gib ihnen offene Augen und ein weites Herz,
damit sie andere nicht übersehen
und auf die Hilfebedürftigen zugehen, wie der barmherzige Samariter. - Für alle, die helfen,
stärke Pflegende, Ärztinnen und Angehörige,
schenke ihnen Geduld und Kraft
und bewahre ihnen den Blick für das Geheimnis jedes Menschen. - Für die Kirche, Pfarrei und unsere Gemeinschaften,
lass uns eine Gemeinde sein,
in der niemand allein bleibt
und in der Selbstbestimmung und Eingebundensein zusammengehören.
Gott, höre unser Rufen
und lass uns deine Nähe spüren – heute und alle Tage.
und lass uns deine Nähe spüren – heute und alle Tage.
WELTTAG DER KRANKEN 2025
„Die Hoffnung aber lässt nicht zugrunde gehen" (Röm 5,5) und macht uns stark in der Bedrängnis.
Papst Franziskus dankt allen, die sich um Kranke kümmern, und macht allen Leidenden Mut. Gerade im Heiligen Jahr sind sie „ein Lobgesang auf die Menschenwürde, ein Lied der Hoffnung", das „Licht und Wärme dorthin zu bringen vermag, wo es am nötigsten ist", (Botschaft zum 33. Welttag der Kranken).
Alle drei Jahre wird der Tag besonders an einem Marienwallfahrtsort gefeiert. Das wäre eigentlich auch dieses Jahr der Fall - aber aufgrund des laufenden Heiligen Jahrs 2025 hat Franziskus angeordnet, dies um ein Jahr zu verschieben. So wird der Welttag der Kranken dieses Jahr in gewöhnlicher Form auf Diözesanebene begangen. Die große Sonderfeier findet dann am 11. Februar 2026 im Marienheiligtum von Arequipa, Peru, statt.
Die Papst-Botschaft zum Welttag der Kranken 2025 steht unter dem Motto: „Die Hoffnung aber lässt nicht zugrunde gehen" (Röm 5,5) und macht uns stark in der Bedrängnis.
Auszüge aus der Botschaft:
... Wie sollen wir stark bleiben, wenn wir von schweren, beeinträchtigenden Krankheiten heimgesucht werden, die vielleicht eine Behandlung erfordern, deren Kosten unsere Mittel übersteigen? Wie schaffen wir das, wenn wir neben unserem eigenen Leiden auch das derjenigen sehen, die uns lieben und sich trotz aller Nähe hilflos fühlen? In all diesen Situationen spüren wir das Bedürfnis nach einer Unterstützung, die größer ist als wir: Wir brauchen die Hilfe Gottes, seiner Gnade, seiner Vorsehung, jener Kraft, die das Geschenk seines Heiligen Geistes ist.
Drei charakteristischen Aspekten: Begegnung, Geschenk und Teilen.
- Krankheit wird zur Gelegenheit einer Begegnung, die uns verändert.
- Niemals wird uns so bewusst wie im Leiden, dass alle Hoffnung vom Gott kommt und sie in erster Linie ein Geschenk ist, das wir annehmen und hegen müssen.
- Die Orte, wo wir leiden, sind oft Orte des Teilens, der gegenseitigen Bereicherung. Wie oft lernt man am Bett eines Kranken zu hoffen! Wie oft lernt man glauben, wenn man den Leidenden beisteht! Wie oft begegnet man der Liebe, wenn man sich über die Bedürftigen beugt!
Der Welttag der Kranken bietet Gelegenheit, sich mit Kranken und Krankheiten auseinanderzusetzen. Jene, die krank sind, sollen besucht oder angerufen werden. Wer Kranke pflegt, egal ob privat oder beruflich, soll gewürdigt werden.
Der Tag bietet auch die Chance, nicht nur die alltäglichen Krankheiten als solche anzuerkennen, sondern sich auch mit selteneren Krankheiten auseinanderzusetzen und sich generell über Krankheiten zu informieren. Allgemein wird Krankheit übrigens als Gegensatz zur Gesundheit definiert, wobei die Übergänge stets fließend sein können.
