4./5. Okt. 2025 Welttag der Migranten und Flüchtlinge

Der “Welttag des Migranten und Flüchtlings“ wird 2025 am 4. und 5. Oktober begangen, im Rahmen des „Jubiläums der Migranten und der missionarischen Welt“ im Heiligen Jahr. 


Motto 2025
Migranten, Missionare der Hoffnung
 
Gebet
Gütiger Gott,
Du bist der Begleiter aller, die unterwegs sind.
In den Migranten und Flüchtlingen erkennen wir Zeichen Deiner Hoffnung für die Welt.
Stärke ihren Mut und bewahre sie auf ihren Wegen. Erfülle sie mit Vertrauen auf Deine Führung.
Lass uns offene Herzen haben,
damit wir sie als Schwestern und Brüder empfangen, gemeinsam mit ihnen den Glauben leben und Zeugnis Deiner Liebe geben.
Maria, Trösterin der Migranten,
sei ihnen nahe und beschütze die unterwegs sind.
Führe uns alle der wahren Heimat entgegen – deinem Reich, voll Frieden und Gerechtigkeit.
 
Kurzfassung der Botschaft von Papst Leo XIV. zum 111. Welttag der Migranten und Flüchtlinge 2025
 
Papst Leo XIV. betont in seiner Botschaft, dass Migranten und Flüchtlinge in einer von Krieg, Ungerechtigkeit und Klimakrise geprägten Welt zu Missionaren der Hoffnung werden. Sie verkörpern trotz Leid und Unsicherheit den Glauben an eine bessere Zukunft, im Vertrauen auf Gottes Führung – ähnlich dem Volk Israel in der Wüste.
 
Er sieht Migration als Ausdruck der Hoffnung auf Glück und Entwicklung. Migranten bringen mit ihrem Glauben und Mut neues Leben in kirchliche Gemeinschaften und können zur Evangelisierung und zum interreligiösen Dialog beitragen. Sie fordern die Kirche heraus, sich als pilgerndes Volk Gottes zu verstehen – auf dem Weg zur himmlischen Heimat.
Auch die aufnehmenden Gemeinschaften sind aufgerufen, Hoffnung zu leben, indem sie Migranten als Geschwister anerkennen und ihnen echte Teilhabe ermöglichen. Der Papst ruft zur gegenseitigen Wertschätzung, spirituellen Erneuerung und aktiven Unterstützung auf.
 
Abschließend stellt er alle Migranten und ihre Helfer unter den Schutz der Jungfrau Maria, damit sie Hoffnung bewahren und am Aufbau einer gerechteren Welt mitwirken.
 
Aus dem Vatikan, am 25. Juli 2025, dem Fest des heiligen Apostels Jakobus (LEO PP. XIV)
 
Fürbitten 
1. Für alle Migranten, Flüchtlinge und Vertriebenen:
Dass sie auf ihrem Weg Hoffnung, Schutz und menschenwürdige Lebensbedingungen finden – und dass wir sie mit offenem Herzen als Brüder und Schwestern aufnehmen. Wir bitten dich, erhöre uns.

2. Für die Kirche in aller Welt:
Dass sie ihre pilgernde Berufung nicht vergisst und durch die Kraft des Evangeliums Licht und Orientierung für alle bietet, die unterwegs sind. Wir bitten dich, erhöre uns.

3. Für die aufnehmenden Gesellschaften und Gemeinden:
Dass sie offen sind für das Geschenk, das Migranten mit ihrem Glauben, ihrer Kultur und ihrer Hoffnung bringen, und dass sie Räume echter Begegnung schaffen. Wir bitten dich, erhöre uns.

4. Für die politischen und gesellschaftlichen Entscheidungsträger:
Dass sie mutige und gerechte Wege finden, um Fluchtursachen zu bekämpfen und Schutzsuchenden eine Perspektive in Würde zu ermöglichen. Wir bitten dich, erhöre uns.

5. Für alle, die sich für Migranten und Flüchtlinge einsetzen:
Dass sie in ihrem Dienst nicht müde werden, sondern gestärkt durch Gottes Gnade Hoffnung und Liebe in die Welt tragen. Wir bitten dich, erhöre uns.

Deutschland
An diesem Tag wird in Deutschland besonders auch der deutschen Vertriebenen gedacht.

Weltweit
100 Millionen Menschen sind auf der Flucht. Auch wenn die Menschheit seit jeher mit dem Phänomen von Migration und Flucht konfrontiert ist: So schlimm wie heute war es vielleicht nie zuvor. „Weltweit sind aktuell 100 Millionen Menschen auf der Flucht“, teilte das UN-Flüchtlingskommissariat UNHCR aus Anlass des Weltflüchtlingstags 2024 mit. VaticanNews

Geschichte
Der „Welttag der Migranten und Flüchtlinge“ hat Papst Benedikt XV. im Jahr 1914 eingeführt. Papst Franziskus verlegte das Datum vom Januar in den September.