Schöpfungszeit 1. Sept. bis 4. Okt.

Bedenken der Natur als sichtbare und unsichtbare Schöpfung. 

 
Gebet für unsere Erde 
(Papst Franziskus)
 
Allmächtiger Gott,
der du in der Weite des Alls gegenwärtig bist
und im kleinsten deiner Geschöpfe,
der du alles, was existiert, mit deiner Zärtlichkeit umschließt,
gieße uns die Kraft deiner Liebe ein,
damit wir das Leben und die Schönheit hüten.
Überflute uns mit Frieden, damit wir als Brüder und Schwestern leben und niemandem schaden.
Vater der Armen,
hilf uns, die Verlassenen und Vergessenen dieser Erde,
die so wertvoll sind in deinen Augen, zu retten.
Heile unser Leben,
damit wir Beschützer der Welt sind und nicht Räuber,
damit wir Schönheit säen und nicht Verseuchung und Zerstörung.
Rühre die Herzen derer an, die nur Gewinn suchen auf Kosten der Armen und der Erde.
Lehre uns, den Wert von allen Dingen zu entdecken und voll Bewunderung zu betrachten;
zu erkennen, dass wir zutiefst verbunden sind mit allen Geschöpfen auf unserem Weg zu deinem unendlichen Licht.
Danke,
dass du alle Tage bei uns bist.
Ermutige uns in unserem Kampf für Gerechtigkeit, Liebe und Frieden. Amen 


September
1. September bis 4. Oktober (Gedenktag Hl. Franz von Assisi)
 
1.September
Gebetstag für die Bewahrung der Schöpfung 
Seit 2010 wird der 1. September auch ökumenisch als Tag der Schöpfung gefeiert, der auf die Schönheit und Vielfalt der Natur verweist und gleichzeitig daran erinnert, dass die Bewahrung der Schöpfung eine Aufgabe ist die alle Menschen gemeinsame verbindet.
 
Seit 2015 wird der 1. September als Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung begangen im Anliegen einen nachhaltigen Lebensstil zu fördern und den Blick für ökologische Themen zu schärfen.
 
 
Samen der Hoffnung und des Friedens
Das ist das Thema des Gebetstages für die Bewahrung der Schöpfung 2025. 

Wesentliche Kernpunkte der Botschaft sind:
Symbolik des Samens
Der Papst greift das biblische Bild des Samens auf: Obwohl klein und unscheinbar, kann er durch Hingabe, Wachstum und Geduld Leben hervorbringen. In Christi Sprachgebrauch wird der Samen zum Bild für das Reich Gottes und das Kreuz (vgl. Joh 12,24).  

Unsere Welt – verwundet durch Ungerechtigkeit
Die Erde gerät durch Umweltzerstörung, Klimawandel, Verlust der Biodiversität, Gier, Ungleichheit und Missachtung von Völkerrecht und Menschenrechten zunehmend in Verfall.  Besonders betroffen sind die Armen, Ausgegrenzten und indigenen Gemeinschaften, die oft zuerst unter den Schäden leiden.  

Gerechtigkeit, Frieden und Umwelt – untrennbar verbunden
Umweltgerechtigkeit ist nicht ein abstraktes Konzept, sondern eine moralische, soziale und theologische Verantwortung. Die Bewahrung der Schöpfung ist eine Frage des Glaubens und der Menschlichkeit.  Der Papst ruft dazu auf, dass Menschen nicht plündernd über die Natur herfallen, sondern als „Hüter“ in einer wechselseitigen Beziehung mit der Schöpfung handeln.  

Gebet und Tat – wir müssen handeln
Dem Gebet müssen konkrete Maßnahmen folgen. Geduld und Ausdauer sind notwendig, damit Samen keimen und Früchte bringen können.  Ein konkretes Beispiel ist das Projekt Borgo Laudato Si’ in Castel Gandolfo bei Rom, dem Sommersitz der Päpste, das als Bildungs- und Modellprojekt für ganzheitliche Ökologie ausgebaut wurde.  
 
Jubiläum und Kontext
Der Weltgebetstag 2025 fällt in das 10. Jahr der Enzyklika Laudato si’ und in ein Heiliges Jahr - „Pilger der Hoffnung“ - und soll die Dringlichkeit und Symbolik der Botschaft verstärken.