Fronleichnam 2025
Grafenhausen, Donnerstag, 19. Juni 9.30 Uhr . Die Festmesse wird von den 7 Gemeinden der Seelsorgeeinheit Oberes Schlüchttal in der St. Fides Kirche gefeiert. Die Sakraments-Prozession mit 2 Wegstationen führt über den Dorfplatz. Mit dem Kirchenchor St. Fides und dem Musikverein Grafenhausen.
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Zusammen mit dem Fest der Ersten Heiligen Kommunion und dem Patrozinium ist das Fronleichnams-Fest der Höhepunkt im Leben einer jeden katholischen Gemeinde. Herausragend dabei ist vielerorts die Sakraments-Prozession mit Blumenteppichen geschmückten Wegstationen.
Fronleichnam ist die dankbare und festliche Vergegenwärtigung der Einsetzung des Sakraments der Eucharistie (Heiligen Messe) und des Priestertums durch Jesus Christus beim Letzten Abendmahl. Das Fest wird als Krönung der Osterzeit am zweiten Donnerstag nach Pfingsten begangen.
Das Wort "Fron-leichnam" ist Mittelhochdeutsch: Vrône = Herr und Licham = Körper. Der offizielle Name ist: Hochfest des Leibes und Blutes Christi.
Jesu Lebenshingabe (Opfer, Geschenk) an seinen himmlischen Vater und an uns, seine Jünger (Gemeinde) im Zeichen des Mahles unter den Gaben (Gestalten) von Brot und Wein, die Vergegenwärtigung des Geschehens beim Letzten Abendmahl an Gründonnerstag ist in jeder Heiligen Messe ( Eucharistiefeier) präsent.
Die Initiative für das Fest geht auf eine junge Frau, Juliana von Lüttich in Belgien im Jahr 1209 zurück. Die 16-Jährige sah in einer Vision Jesus, der ihr den Vollmond zeigte, der aber dunklen Fleck, wie bei einer partiellen Mondfinsternis aufwies. Dies wurde ihr als das Fehlen eines Festes im Jahreskreis zu Ehren der Gegenwart Christi in der heiligen Kommunion gedeutet. Mit Unterstützung von weiteren Frauen und Theologen ihrer Zeit kam es zur Einführung des Feste zunächst durch den Bischof von Lüttich und dann 1264 durch Papst Urban in der ganzen Kirche.
Der Brauch einer Prozession mit einer konsekrierten Hostie in einer Monstranz (Schaugefäß) ausgestellt, Christus leibhaftig gegenwärtigen in der Gestalt einer kleinen Brotscheibe (Hostie), entwickelte sich bald. In Deutschland fand die erste Prozession 1279 in Köln statt.
Auch ein besonderes Lied, die Fronleichnam-Sequenz: „Lauda Zion“ drückt den Inhalt des Festes aus:
- Deinem Heiland, deinem Lehrer, deinem Hirten und Ernährer, Zion, stimm ein Loblied an! Preis nach Kräften seine Würde, da kein Lobspruch, keine Zierde seinem Ruhm genügen kann.
- Dieses Brot sollst du erheben, welches lebt und gibt das Leben, das man heut den Christen weist. Dieses Brot, mit dem im Saale Christus bei dem Abendmahle die zwölf Jünger hat gespeist.
- Laut soll unser Lob erschallen und das Herz in Freude wallen, denn der Tag hat sich genaht, da der Herr zum Tisch der Gnaden uns zum ersten Mal geladen und dies Mahl gestiftet hat.
- Neuer König, neue Zeiten, neues Ostern, neue Freuden, neues Opfer allzumal! Vor der Wahrheit muss das Zeichen, vor dem Licht der Schatten weichen, hell erglänzt des Tages Strahl.
- Was von Christus dort geschehen, sollen wir fortan begehen, seiner eingedenk zu sein. Treu dem heiligen Befehle wandeln wir zum Heil der Seele in sein Opfer Brot und Wein.
- Doch wie uns der Glaube kündet, der Gestalten Wesen schwindet, Fleisch und Blut wird Brot und Wein. Was das Auge nicht kann sehen, der Verstand nicht kann verstehen, sieht der feste Glaube ein.
- Unter beiderlei Gestalten hohe Dinge sind enthalten in den Zeichen tief verhüllt. Blut ist Trank und Fleisch ist Speise, doch der Herr bleibt gleicherweise ungeteilt in beider Bild.
- Wer ihm nahet voll Verlangen, darf ihn unversehrt empfangen, ungemindert, wunderbar. Einer kommt und tausend kommen, doch so viele ihn genommen, er bleibt immer, der er war.
- Gute kommen, Böse kommen, alle haben ihn genommen, die zum Leben, die zum Tod. Bösen wird er Tod und Hölle, Guten ihres Lebens Quelle, wie verschieden wirkt dies Brot!
- Wird die Hostie auch gebrochen, zweifle nicht an Gottes Walten, dass die Teile das enthalten, was das ganze Brot enthält.
- Niemals kann das Wesen weichen, teilen lässt sich nur das Zeichen, Sach und Wesen sind die gleichen, beide bleiben unentstellt.
- Seht das Brot, die Engelspeise! Auf des Lebens Pilgerreise nehmt es nach der Kinder Weise, nicht den Hunden werft es hin! Lang im Bild wars vorbereitet: Ísaak, der zum Opfer schreitet; Osterlamm, zum Mahl bereitet; Manna nach der Väter Sinn.
- Guter Hirt, du wahre Speise, Jesus, gnädig dich erweise! Nähre uns auf deinen Auen, lass uns deine Wonnen schauen in des Lebens ewigem Reich!
- Du, der alles weiß und leitet, uns im Tal des Todes weidet, lass an deinem Tisch uns weilen, deine Herrlichkeit uns teilen. Deinen Seligen mach uns gleich!
Amen. Alleluja.
durch die Straßen tragen,
dorthin bringen,
wo ER immer schon ist:
mitten unter den Menschen.
IHN mitnehmen
in seine Welt,
wo ER immer schon ist.
Zeugnis geben:
IHN in seiner Welt
sichtbar machen.
IHN mitnehmen
in unser Leben,
wo ER immer schon ist.
IHN durch unser Leben
zu den Menschen bringen.
(Vgl. Gisela Baltes)

